"Bin mit Eric Orie nicht mehr zusammengekommen"

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Ein bekanntes Gesicht mischte sich beim Spiel Rapid gegen Ried unter die Massen.

Florian Sturm war zu Gast und begrüßte vor allem die Innviertler Fraktion. Dort hatte der Linksfuß bis Sommer 2010 noch gespielt.

Während der 29-Jährige bei Ried nur eine Spielzeit spielte, war der Tiroler bei den Hütteldorfern gleich drei Jahre unter Vertrag – und feierte 2005 seinen größten Triumph, den Meistertitel.

Vertragsauflösung beim FC Vaduz

Das ist aber mittlerweile schon lange her. Momentan sucht der Außenspieler einen neuen Verein.

„Ich habe vergangene Woche meinen Vertrag mit dem FC Vaduz aufgelöst“, schildert Sturm gegenüber LAOLA1.

Dieser wäre noch bis 2012 gelaufen. Aber der lange in Österreich tätige Trainer Eric Orie und sein Spieler waren sich nicht mehr grün.

Probleme mit Eric Orie

„Ich bin mit dem Trainer nicht mehr zusammengekommen, zudem sind einige andere Sachen vorgefallen. Das passiert im Fußball.“

Was war passiert? „Das möchte ich wirklich nicht sagen“, bleibt der Jungvater, der zu seiner Freundin nach Wien zurückgekehrt ist, auch nach mehrmaligem Nachhaken seiner Linie treu.

Sturm hält sich aktuell selbst fit und sucht auch selbst nach einem Verein. „Ich habe keinen Manager, ich habe viele Kontakte und ich bin ja doch auch schon einige Jahre dabei“, geht der Wörgler eigene Wege.

Rückkehr nach Ried?

Interessante Konstellation: Ried sucht noch nach einem Linksverteidiger, hatte Sturm aber vergangenen Sommer keinen neuen Vertrag angeboten.

Kommt es jetzt zur Rückkehr?  „Ich lege ein gutes Wort für ihn ein“, scherzte Oliver Glasner beim Wiedersehen.

Sturm selbst ist dahingehend nicht optimistisch: „Das kann ich mir nicht vorstellen, aber ausschließen will ich nichts. Finanziell würde es nicht scheitern, sollte ich die Chance bekommen, werde ich sicher nicht absagen.“

„In jedem Fall weiterspielen“

Darauf angesprochen, meint Ried-Manager Stefan Reiter gegenüber LAOLA1: „Ausschließen kann man wirklich nie etwas. Aber er ist kein Thema für uns.“

Für Sturm ist auch ein Engagement in der Ersten Liga durchaus eine Möglichkeit, in jedem Fall steht fest: „Ich will noch einige Jahre weiterspielen.“

Apropos Zweitklassigkeit: Sein mittlerweile ehemalige Verein Vaduz war im Winter noch gut Richtung Aufstieg in die Schweizer Super League unterwegs.

„Wir haben einen sehr guten Herbst gespielt, im Frühjahr sind wir dann eingegangen. Da wurde eine große Chance verpasst. Jetzt mit St. Gallen in der Liga wird es für Vaduz nicht einfach.“

Sprich für die anderen beiden verbliebenen Österreicher, Mario Sara und Mario Kienzl. Letzterem hat Sturm noch zum Wechsel geraten, nun ist er selbst kurz nach Saisonstart nicht mehr dort.

Das fällt wohl unter die Kategorie „Ironie des Schicksals“…

 

Bernhard Kastler

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