"Kann gegen jeden treffen"

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Janko greift mit Sydney nach dem Titel

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Marc Janko greift am Sonntag nach dem australischen Fußball-Meistertitel.

Der ÖFB-Teamspieler trifft mit seinem Club Sydney FC im Endspiel auswärts auf Melbourne Victory, den Sieger des Grunddurchgangs der australischen A-League. In den drei bisherigen Aufeinandertreffen der laufenden Spielzeit gab es jeweils Unentschieden, wobei Janko in diesen Partien zwei Tore erzielte.

"In dieser Saison waren es gegen Melbourne immer Duelle auf Augenhöhe. Ich bin optimistisch, weil unsere Formkurve nach oben zeigt", erklärte Janko, der vor einigen Tagen dank seiner bisher 16 Treffer als bester Schütze der A-League geehrt wurde.

Ladehemmung

Allerdings blieb der 31-Jährige in seinen jüngsten vier Partien ohne Torerfolg. "Da hatte ich auch nicht immer das Quäntchen Glück. Doch ich komme immer zu meinen Chancen, und so lange das der Fall ist, mache ich mir keine Sorgen", betonte Janko gegenüber der APA.

Der Stürmer musste zwar im April wegen einer Oberschenkelzerrung rund zwei Wochen pausieren, fühlt sich mittlerweile aber wieder blendend in Schuss. "Ich kann gegen jeden Gegner der Welt Tore schießen, dieses Selbstvertrauen habe ich."

Gerne würde der 45-fache Internationale (20 Tore) auch auf einen Treffer verzichten, so lange er nur am Ende mit seinen Kollegen den Titelgewinn feiern darf. "Kein Spieler ist wichtiger als die Mannschaft. Es ist egal, wer die Tore schießt", sagte Janko, dessen Klub bei bisher zwei Meistertiteln (2006, 2010) hält.

Auswärtsspiel als Vorteil?

Der Anlauf zur dritten Meisterschaft steigt in einem echten Auswärtsmatch - Melbourne Victory hat Heimrecht, weil der Verein den Grunddurchgang gewonnen hat. Dies sollte allerdings kein Hindernis sein, denn die fünf Niederlagen in dieser Spielzeit fuhr Sydney allesamt vor eigenem Publikum ein.

Auf fremdem Terrain hingegen steht die Saison-Bilanz bei 10 Siegen und 4 Remis in 14 Partien. "Das sollte ein gutes Omen sein, dementsprechend reisen wir voller Selbstvertrauen nach Melbourne", erklärte Janko.

Die Partie in Melbourne geht im rund 30.000 Zuschauer fassenden Rectangular Stadium über die Bühne. Ursprünglich war an eine Austragung im Docklands Stadium gedacht, das rund 56.000 Zuschauern Platz bietet.

Steigende Popularität

Doch der nationale Football-Verband legte sich quer und pochte auf die Abhaltung des Spiels zwischen den Western Bulldogs und den Fremantle Dockers. "Das ist politisches Geplänkel. Man spürt ein bisschen die Angst der anderen Sportarten, dass ihnen der Fußball den Rang abläuft. Denn der Fußball wird in Australien immer populärer", meinte Janko.

Ob der Ex-Salzburg-Goalgetter auch künftig seinen Beitrag zur Popularitätssteigerung des Fußballs in "down under" leistet, lässt Janko vorerst offen. Der Angreifer hat sich zwar schon entschieden, ob er das angeblich mit 1,4 Millionen australischen Dollar (991.712,12 Euro) dotierte Verlängerungsangebot um ein Jahr annimmt, wartet aber noch mit der offiziellen Bekanntgabe.

"Der Verein hat beschlossen, dass alle Verhandlungen auf Eis gelegt und erst nach dem Finale wieder aufgenommen werden. Dafür habe ich vollstes Verständnis. Der Fokus kann nur auf dem Spiel am Sonntag liegen, nicht auf der Bekanntgabe von Zukunftsentscheidungen."

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