Janko stellt sich zum Saisonstart nicht auf Stammplatz ein

Aufmacherbild
 

Teamstürmer Marc Janko geht mit hohen Erwartungen in seine erste Saison beim FC Basel.

Der Schweizer Meistertitel ist für den Serienchampion fast schon Pflicht. Dazu will Janko auch international reüssieren. Zu Saisonstart am Sonntag (13.45 Uhr) gegen den FC Vaduz stellt sich der 32-jährige Niederösterreicher aber noch auf eine Reservistenrolle ein.

Janko hat noch Aufholbedarf

Gemeinsam mit Mittelfeld-Neuzugang Zdravko Kuzmanovic von Inter Mailand wird Janko langsam an die volle Belastung herangeführt. "Wir haben noch ein bisschen Aufholbedarf. Ziel ist es, bei den ersten Champions-League-Qualispielen bei 100 Prozent zu sein", erklärte der Angreifer im Gespräch mit der APA. Wie sein Ex-Klub Salzburg steigt auch Basel Ende Juli in den Bewerb ein.

Das abschließende Testspiel am Mittwoch gegen Bayer Leverkusen (2:1) ließ Janko wegen einer leichten Muskelverhärtung aus. Am Wochenende dürfte er auf der Bank Platz nehmen. Sein Vertreter im Sturmzentrum ist Supertalent Breel Embolo.

Dem 18-Jährigen, der bereits im Schweizer Nationalteam gespielt hat, wird eine große Karriere vorausgesagt. "Er ist extrem schnell und robust. Er könnte ein Großer werden", meinte auch Janko.

"Will nichts geschenkt"

Der Österreicher rechnet daher als Nachfolger von Klublegende Marco Streller, der seine Karriere beendet hat, nicht mit einem unumstrittenen Stammleiberl.

"Er ist 18 und hat viel Potenzial. Ich gehe davon aus, dass er gefördert wird. Ich habe aber das Selbstvertrauen, dass ich sicher auch auf meine Spiele kommen werde", betonte Janko. Konkurrenz sei im Profifußball immer da. "Ich muss arbeiten, aber ich will auch gar nichts geschenkt."

Mit dem Spielsystem hat sich Janko bereits angefreundet. Basels 4-2-3-1 scheint wie auf ihn zugeschnitten. "Ich glaube, ich passe hier sehr, sehr gut hin. Selten habe ich mich bei einem Club so schnell wohlgefühlt", erklärte der Globetrotter, für den die Schweiz nach einem Jahr in Sydney bereits die fünfte Auslandsstation darstellt. Janko: "Ich will meine Fußstapfen hinterlassen. Hier habe ich alle Voraussetzungen dafür."

Meistertitel ist Pflicht

Die Erwartungen sind allerdings hoch. Alles andere als der siebente Meistertitel in Folge wäre für Basel eine Enttäuschung. "Das ist ähnlich wie bei den Bayern", meinte Janko. "Wenn wir das nicht werden, ist es eine verlorene Saison. Das ist schon eine gewisse Drucksituation, für mich aber nichts Neues. Ich spiele lieber um den Meistertitel als gegen den Abstieg."

Als Hauptkonkurrenten sieht Janko die beiden Zürcher Klubs sowie die Young Boys Bern. "Aber der Titel führt immer über Basel", meinte der neue Goalgetter. "Wir sind der große Favorit - trotz der Abgänge."

Einmal mehr haben die "Bebbi" im Sommer mehrere Stützen verloren. In den vergangenen Jahren ist es dem Club aber immer wieder gelungen, das zu kompensieren. "Ich hoffe, dass die Serie heuer nicht reißt."

Nationalteam spielte bei Wechsel eine Rolle

Dann könnte Janko nächsten Sommer möglicherweise mit dem fünften Meistertitel seiner Karriere zur EM nach Frankreich reisen. Das Nationalteam hatte er auch bei seinem Wechsel im Hinterkopf. "Woche für Woche auf höchstmöglichem Niveau gefordert zu werden, war einer der Gründe, warum ich unbedingt zum FC Basel wollte."

Zwar hat Janko auch als Australien-Legionär im Teamtrikot seine Leistung gebracht (in den drei bisherigen Länderspielen des Jahres 2015 hat er immer getroffen), Tempo und Trainingsbelastung seien beim Schweizer Meister aber höher.

"Das wird zwangsläufig auch die Fitness steigern", meinte Janko. "Dann muss ich nicht mehr in der 75. oder 80. Minute mit Krämpfen vom Platz." Auch nicht im ÖFB-Team.

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen