Parma-Spieler proben den Aufstand

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Die Spieler des von der Pleite bedrohten italienischen Erstligisten FC Parma wollen nicht zum Auswärtsspiel bei CFC Genua am Sonntag antreten.

"Wir werden nicht nach Genua fahren, wir haben beantragt, die Partie zu verschieben", sagte Kapitän Alessandro Lucarelli am Freitag.

Spieler drohen mit Streik

"Falls sie das nicht genehmigen, sind wir bereit zu streiken, was bedeutet, dass wir das Spiel 0:3 am grünen Tisch verlieren." Zuvor hatte sich ein Sponsor bereit erklärt, die Kosten für die Busfahrt und die Unterkunft der Mannschaft zu zahlen.

Bereits am vergangenen Sonntag war das Heimspiel des Tabellenletzten der Serie A gegen Udinese Calcio abgesagt worden, weil dem Klub Geld für Strom und Sicherheitsdienst fehlte.

Der italienische Ligaverband arbeitet weiter an einer Lösung, wie der Klub die Meisterschaft regulär beenden kann, auch andere Vereine wollen helfen.

Solidarität der Kollegen

Die Spieler des Klubs bekommen seit Monaten kein Gehalt, zuletzt wurde auch die Ausstattung der Kabinen gepfändet. Auch ihre Trikots müssen die Fußballer nach Angaben von Lucarelli mittlerweile selbst waschen.

Die italienische Spielergewerkschaft (AIC) hatte am Donnerstag angekündigt, alle Profis würden aus Solidarität mit dem FC Parma am kommenden Spieltag 15 Minuten später zu den Partien antreten.

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