Crespo verabschiedet sich aus Parma

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Hernan Crespo zieht einen Schlussstrich.

Der Argentinier hatte Tränen in den Augen, als er am Donnerstag seinen Abschied vom FC Parma verkündete.

Der 36-Jährige hat seinen Vertrag mit dem Serie-A-Klub aufgelöst.

„Ich wollte Parma nicht zur Last fallen. Und es ist nicht schön, auf der Bank oder der Tribüne zu sitzen“, begründet der Stürmer seine Entscheidung.

Nur 65 Minuten

In den Plänen von Roberto Donadoni hat Crespo keine Rolle mehr gespielt. Lediglich 65 Minuten war er in der laufenden Meisterschaft im Einsatz.

Das Gefühl, gebraucht zu werden, hat der „Gaucho“ nicht mehr: „Die Mannschaft ist in ruhigen Gewässern und hat in den letzten sechs Monaten gezeigt, dass sie ohne mich überleben kann.“

Innige Beziehung zu Parma

Nichtsdestoweniger fällt dem 64-fachen Internationalen der Abgang von den „Gialloblu“ schwer. Kein Wunder, nimmt der Klub aus der Region Emilia-Romagna doch eine wichtige Rolle in der Karriere des Goalgetters ein.

Im Sommer 1996 war Parma - damals noch AC - Crespos erste Station in Europa. Für vier Millionen Euro wurde er von River Plate verpflichtet. Vier Jahre und ebensoviele Titel (2x Supercup, 1x Cup, 1x UEFA-Cup) später wurde er für stolze 55 Millionen Euro an Lazio Rom verkauft.

Es folgten Engagements bei Inter, Chelsea, Milan und dem FC Genoa, ehe der Routinier im Winter 2009/10 wieder zum FC Parma zurückkehrte. Während seiner Laufbahn hat der Südamerikaner insgesamt rund 121 Millionen Euro Ablöse gekostet.

Indien-Engagement nicht fix

Daran, die Fußballschuhe an den Nagel zu hängen, denkt Crespo aber noch nicht: „Ich will weiterspielen, weil ich es genieße.“

Erst am Montag wurde vermeldet, dass der Oldie bei einer Fußballer-Auktion in Neu Delhi den Höchstpreis von 840.000 Euro erzielt hat. Der Klub Barasat hat ihn ersteigert.

Von einem definitiven Engagement in Indien weiß der Kicker aber nichts. „Sie haben mich eingeladen, bei ihrer Meisterschaft mitzuspielen. Aber ich habe noch nichts unterschrieben und werde auch nicht notwendigerweise dorthin gehen“, meint Crespo.

Er habe auch noch Angebote aus China, Katar und den USA.

Der Schlussstrich ist also kein endgültiger…


Harald Prantl

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