Teenager auf der Überholspur: Premier League

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Blutjung, aber schon Profis bei absoluten Spitzenklubs.

Im internationalen Fußball hat sich so manch ein Spieler unter 20 einen Namen gemacht.

LAOLA1 präsentiert: Teenager auf der Überholspur. Diesmal: Premier League.

Ross Barkley (Everton)

Noch pendelt das 18-jährige Eigengewächs zwischen Premier-League-Team und den Reserves (jeweils fünf Einsätze), trotzdem wird Ross Barkley zugetraut, Evertons „next big thing“ zu werden. Womöglich wäre der variabel einsetzbare, zweikampf- und passstarke Mittelfeldspieler auch schon weiter, wenn er sich im Oktober des Vorjahres während eines U19-Länderspiels keinen dreifachen Beinbruch zugezogen hätte. Was die „Toffees“ weniger freuen wird: Chelsea hat schon die Fühler nach Barkley ausgestreckt, allerdings verlängerte der Youngster erst im Dezember.

Carl Jenkinson (Arsenal)

Jung, und in der Öffentlichkeit unbekannt – kurz gesagt: Carl Jenkinson ist ein typischer Wenger-Transfer. Der 19-Jährige kam im Sommer für eine kolportierte Ablösesumme von einer Million Euro von Charlton Athletic zu Arsenal und das, obwohl er nur acht Pflichtspiele für seinen Ex-Klub absolvierte. Ursprünglich war der glühende „Gunners“-Fan als Back-Up eingeplant, wurde dann wegen Johan Djourous Verletzung in der CL-Quali gegen Udine ins kalte Wasser geworfen. Nachdem sich auch Bacary Sagna verletzte, hätte Jenkinson zu regelmäßigen Einsätzen kommen sollen, zog sich dann aber selbst einen Ermüdungsbruch zu. Währenddessen durfte mit Ignasi Miquel das nächste Teen-Abwehrtalent der Wenger-Truppe am 21. Spieltag gegen Swansea (2:3) zum ersten Mal in der Liga durchspielen.

Phil Jones (Manchester United)

Nach seiner tollen Saison für die Blackburn Rovers griff ManUnited für Phil Jones tief in die Tasche (ca. 20 Millionen Euro). Der Defensiv-Allrounder kommt regelmäßig zu Einsätzen und wurde auch schon für das A-Team der „Three Lions“ nominiert. Jones spielt nicht fehlerlos, deutete aber an, dass er in Zukunft ganz wertvoll werden kann. Überraschendes Lob gab es im Oktober vom Stadtrivalen. City-Spieler Micah Richards im „Guardian“: „Phil Jones wird eines Tages Kapitän der englischen Nationalmannschaft werden. Er hat alles: Schnelligkeit, Spielintelligenz und er ist gut am Ball.“

Pajtim Kasami (Fulham)

Pajtim Kasami wechselte im Sommer von Palermo zu Fulham. Die „Cottagers“ griffen für ihre Verhältnisse relativ tief in die Tasche, von gut 3,5 Millionen Euro ist die Rede. Aufgrund der Doppelbelastung – Fulham erhielt einen Fair-Play-Platz in der EL-Quali – kommt der Offensivallrounder aus der Schweiz schon auf einige Spielminuten, ein Torerfolg blieb ihm bisher verwehrt. Allerdings fiel der U17-Weltmeister von 2009 schon durch eine Undiszipliniertheit auf: Im Carling-Cup verschoss er gegen Chelsea (3:4) einen Elfer, den er gar nicht ausführen sollte.

Romelu Lukaku (Chelsea)

Halb Europa buhlte um Belgiens Jahrhundert-Talent Romelu Lukaku. Im Sommer entschied sich der 18-Jährige für einen Wechsel von Anderlecht zu Chelsea, auch weil der bullige Stürmer, der an Didier Drogba erinnert, seit seinem ersten London-Besuch ein Fan der „Blues“ ist. Bisher kam Lukaku in der Premier League nur zu sporadischen Einsätzen, im CL-Kader für die Gruppenphase fehlte er ganz. Allerdings baut Andre Villas-Boas die Westlondoner schrittweise um. Lukakus Zeit wird noch kommen.

Alex Oxlade-Chamberlain (Arsenal)

Nach langem hin und her konnte sich Arsenal im August die Dienste von Alex Oxlade-Chamberlain sichern. Southampton soll über 12 Millionen Euro Ablöse kassiert haben. Da der Offensiv-Mann wie Theo Walcott bei den „Saints“ ausgebildet wurde, haben Vergleiche nicht lange auf sich warten lassen. Oxlade-Chamberlains Stärken sind seine Schnelligkeit und Dribblings. Diese durfte er für die „Gunners“ noch nicht allzu oft unter Beweis stellen, scorte aber schon in der Champions League und im Liga-Cup.

Apostolos Vellios (Everton)

Obwohl Apostolos Vellios bei Iraklis Thessaloniki noch kein Stammspieler war, wechselte der griechische Nachwuchs-Nationalspieler im Jänner dieses Jahres in die Premier League zu Everton. Dass der Stürmer anfangs nicht viel Spielpraxis bekam, war zu erwarten. Mittlerweile hat sich Vellios gemausert, hat schon zwei Startelf-Einsätze und drei Tore in der wohl stärksten Liga der Welt zu Buche stehen. Trainer David Moyes ist mit dem 19-Jährigen sehr zufrieden, es wird ihm zugetraut, dass er sich in der ersten Elf festspielt.

Connor Wickham (Sunderland)

Mit 16 Jahren debütierte Connor Wickham für Ipswich, 64 weitere Championship-Spiele sollten folgen, ehe der Stürmer im Sommer für neun Millionen Euro zu Sunderland wechselte. Zunächst kam der 1,90-Mann nur zu Joker-Einsätzen, da er im 4-5-1 der „Black Cats“ nicht an Nicklas Bendtner vorbeikam. Ab der 9. Runde stellte Trainer Steve Bruce dann auf ein 4-4-2 um, was Wickham zu seinen ersten Starteinsätzen und auch zum ersten Tor (beim 2:2 gegen Aston Villa am 10. Spieltag) verhalf. Allerdings musste Bruce Ende November seinen Stuhl räumen.

Máté Esterházy

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