Meilensteine und Schützlinge

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Ein 25-jähriges Märchen mit 197 Protagonisten

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"A Fairytale" - so beschreibt der "Sir" himself seine 25 Jahre andauernde Regentschaft beim weltweit bekanntesten Klub Englands, Manchester United.

Als Alexander Chapman Ferguson im Alter von 44 Jahren die "Red Devils" übernahm und am 8. November 1986 erstmals auf der Trainerbank Platz nahm, wusste noch keiner, dass der in Glasgow geborene Schotte eine der prägendsten Persönlichkeiten in der englischen Fußball-Geschichte werden sollte.

Spieler kamen und gingen, ein Erfolg reihte sich an den anderen, der Verein wechselte Besitzer und Angestellte - nur Ferguson war nicht von seinem Stuhl loszueisen. Selbst, als alles nach einer Trennung aussah, hielt sich der Manager im Sattel.

Das Viertel-Jahrhundert war aber von überwiegend positiven Ereignissen geprägt. Viele Meilensteine pflasterten den Weg des akribisch arbeitenden Fußball-Verrückten. Vier davon blieben in besonderer Erinnerung:

8. November 1986: Oxford United - Manchester United 2:0

Seine erste Elf! Am 6. November trat Ferguson seinen Dienst in Old Trafford an, zwei Tage später stand er zum ersten Mal an der Seitenlinie im Blickpunkt. Das große Blitzlichtgewitter blieb aus, schließlich hatte der damalige Kick nicht viel mit dem heutigen Glamour der Premier League zu tun. Gerade einmal 13.545 Zuschauer fanden sich am alten "Manor Ground" ein und durften einen Sieg der Heimmannschaft bejubeln. Das Debüt verlief somit alles andere als vielversprechend. Einen guten Eindruck hinterließen die damaligen Spieler nicht beim Trainer. Der Fitnesszustand und die fehlende Siegermentalität schockten den Aberdeen-Neuzugang, dafür war die Trink-Kultur weit verbreitet. Der erste Schritt auf einer langen Odyssee durch die Weiten des Fußball-Universums.

15. Mai 1991: Manchester United - FC Barcelona 2:1

Rund viereinhalb Jahre nach seinem Amtsantritt durfte Ferguson seinen ersten internationalen Titel bejubeln - im Pokal der Pokalsieger. Und das, obwohl seine "Roten Teufel" bis dahin auf nationaler Ebene nur den Cup und den Supercup (beide Titel im Jahr 1990)  einfahren konnten. Das Fundament für die großen Erfolge der 90er Jahre war aber bereits gelegt. Noch heute schwärmt der Man-United-Coach von Spielern wie Mark Hughes, Bryan Robson, Brian McClair oder Paul Ince. Sie verhalfen dem damals 49-Jährigen zum bis dato größten Triumph, noch dazu gegen den langjährigen und immer noch unangenehmen Konkurrenten FC Barcelona. Stürmer Hughes, der später als Trainer bei Blackburn, Man City und Fulham tätig war, sorgte mit beiden Treffern seines Teams für einen Freudentag. Der Anschlusstreffer von Ronald Koeman zum 2:1-Endstand zugunsten Uniteds konnte den Triumph nicht mehr verhindern.

26. Mai 1999: Manchester United - Bayern München 2:1

"I can't believe it. I can't believe it. Football. Bloody hell" - nur ein Zitat von Ferguson nach dem wohl nervenaufreibendsten Endspiel aller Zeiten. Bis zur 91. Minute sahen die "Red Devils" im Finale der Champions League gegen Bayern München wie der sichere Verlierer aus, ehe zwei "Joker" stachen. Nachdem Mario Basler die Deutschen bereits in der 6. Minute in Führung gebracht hatte, wechselte der Coach für die Schlussphase Teddy Sheringham und Ole Gunnar Solskjaer ein. Zwei Entscheidungen, die sich wahrlich als Glücksgriff erwiesen. Binnen weniger Sekunden gelangte der FC Bayern von Europas Thron ins Tal der Tränen, nachdem der englische Stürmer und sein norwegischer Angriffs-Partner eiskalt zuschlugen und das Team von der Insel zum 2:1-Erfolg führten. Der damalige Kader war mit Top-Spielern gespickt: Angefangen von David Beckham bis hin zu Jaap Stam. Roy Keane und Paul Scholes fehlten 1999 im Finale.

21. Mai 2008: Manchester United - Chelsea 1:1 (6:5 i.E.)

Der bisher letzte Coup auf internationaler Bühne gelang Manchester United 2008 in Moskau. Von den damals im Einsatz befindlichen Akteuren zählen Rio Ferdinand, Nemanja Vidic, Patrice Evra, Michael Carrick, Ryan Giggs, Wayne Rooney und Nani noch heute zu Fergusons Stamm. Im CL-Endspiel bewies der Traditionsverein zudem Nervenstärke. Cristiano Ronaldo (26.), heute bei Real Madrid tätig, brachte die "Red Devils" auf Kurs, doch Frank Lampard (45.) glich noch vor der Pause aus. Da weder im zweiten Durchgang, noch in der Verlängerung Tore fielen, musste der Sieger im Elfmeterschießen ermittelt werden. Während auf Seiten Manchesters Tevez, Carrick, Hargreaves, Nani, Anderson und Giggs verwandelten, wurde Ronaldo beinahe zum tragischen Helden, denn er scheiterte an Cech. Beim Rivalen aus London ließen Terry und Anelka aus und hievten United erneut auf den Thron in Europas Königsklasse.

Ferguson kommt bei Ex-Spielern ins Schwärmen

Abgesehen von den großen Spielen in der Laufbahn von Alex Ferguson machten die Profis, die er unter seine Fittiche nehmen durfte, sein Leben so lebenswert.

Angesprochen auf die Spielerpersönlichkeiten, die er zwischen 1986 und 2011 betreuen durfte, gerät der Schotte ins Schwärmen. Auch wenn der eine oder andere immer wieder seinen Frust über Niederlagen zu spüren bekam.

Das wohl bekannteste Beispiel: Ferguson warf David Beckham bei einer Kabinenansprache einen Fußballschuh an den Kopf. Der "Schuhwurf" machte medial die Runde, "Becks" lief daraufhin mit einem blauen Auge herum.

Im Großen und Ganzen schätzte er jedoch seine Schützlinge, die ihn als Respektperson schlechthin sahen.

197 Spieler unter Ferguson im Einsatz

"Die Liste ist unglaublich, wenn ich mich an die ersten Jahre mit Bryan Robson, Norman Whiteside, Brian McClair, Mark Hughes, Paul Ince, Roy Keane, Eric Cantona erinnere. Was für eine Auswahl an Spielern. Sie waren fantastische Spieler."

Die Akteure, die der Perfektionist im Laufe der Jahre groß rausbrachte, lesen sich wie das Who-is-Who der 80er, 90er und 2000er Jahre.

Ausgehend vom Ausgangskader, den Ferguson 1986/87 zur Verfügung hatte, "verbrauchte" die Trainer-Ikone insgesamt 197 Spieler, die unter ihm zum Einsatz kamen.

LAOLA1 verschafft einen Überblick, welche Spieler die vergangenen 25 Jahre bei Manchester United prägten:

Alexander Karper

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