Versöhnung im Traditions-Duell

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Liverpool-ManUnited im Zeichen von Versöhnung

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Die Rivalität zwischen Liverpool und Manchester United zählt zu den erbittertsten im englischen Fußball.

Dennoch steht das Duell der beiden Traditionsclubs am Sonntag ganz im Zeichen von Eintracht und Versöhnung.

Vor der ersten Partie an der Anfield Road seit der Veröffentlichung des Hillsborough-Reports, der die Liverpool-Fans von der Verantwortung für die Katastrophe mit 96 Toten vor 26 Jahren freisprach, werden beide Vereine gemeinsam der Opfer von Sheffield gedenken.

96 Luftballons und Handshake

Die Kapitäne Steven Gerrard und Nemanja Vidic werden vor dem Anpfiff 96 Luftballons steigen lassen, außerdem dürfte es zum Handshake zwischen Liverpool-Stürmer Luis Suarez und United-Verteidiger Patrice Evra kommen.

Suarez wurde im Vorjahr trotz Unschuldsbeteuerungen wegen rassistischer Beschimpfungen gegen Evra für acht Partien gesperrt.

In Anlehnung an diesen Vorfall skandierten die United-Fans am vergangenen Wochenende beim 4:0 gegen Wigan in Sprechchören hämisch in Richtung Liverpool: "Es ist nie eure Schuld, ihr seid immer nur die Opfer."

Unterstützung nur partial

Dies wurde von Teilen des Liverpool-Anhangs als Anspielung auf Hillsborough verstanden, was die Emotionen neuerlich hochgehen ließ.

Deshalb war United-Coach Alex Ferguson im Vorfeld der Partie um Deeskalation bemüht. "Es wird ein sehr emotionaler Tag, und wir werden Liverpool mit aller Kraft unterstützen", sagte der Schotte.

Diese Unterstützung beschränkt sich jedoch auf den nicht-sportlichen Bereich, denn im Duell zwischen dem früheren und dem aktuellen Rekordmeister geht es für beide Teams um viel:

Rooney vor Comeback

Die "Red Devils", bei denen Wayne Rooney nach überstandener Verletzung sein Comeback feiern dürfte, würden mit einem Sieg die Tabellenspitze übernehmen, sofern Chelsea am Samstag daheim gegen Stoke City Punkte abgibt.

Liverpool wiederum könnte mit einem Sieg über United den schlechtesten Saisonstart seit 101 Jahren vergessen machen.

Die Statistik macht dem derzeitigen Tabellen-17. Mut, schließlich hat er seit Dezember 2007 in der Liga vor eigenem Publikum gegen Manchester United nicht mehr verloren.

Zweiter Schlager in Manchester

Im zweiten Schlager der fünften Premier-League-Runde trifft Manchester City im Etihad Stadium auf Arsenal und kann dabei wieder auf Sergio Aguero zählen.

Der argentinische Teamspieler hat seine Knieverletzung ausgeheilt und gilt als großer Hoffnungsträger des Meisters, zumal Samir Nasri wegen einer Muskelblessur ausfällt.

Im Moment liegen die "Citizens" aufgrund des schlechteren Torverhältnisses unmittelbar hinter Arsenal auf Rang vier.

Die "Gunners" präsentierten sich zuletzt beim 6:1 gegen Southampton, am Samstag Gegner von Andreas Weimanns Aston Villa, gut in Schuss und nötigten daher auch City-Coach Roberto Mancini Respekt ab.

"Arsenal kann in dieser Saison um den Titel mitspielen", meinte der Italiener.

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