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Lampard sagt am Sonntag "hello again"

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Eine gesunde Beziehung mit der Ex beizubehalten stellt ja so manchen vor gröbere Probleme. Viele legen gar keinen Wert darauf.

Wenn die Liebe 13 Jahre andauerte, ehe man getrennte Wege geht, bleibt dann aber doch eine tiefe Verbundenheit.

Deswegen wird das erste Aufeinandertreffen Frank Lampards mit Chelsea am Sonntag zwar seltsam, aber weder peinlich noch unangenehm. Denn „Lamps“ und seine „Blues“ haben sich im Guten getrennt.

Manchester statt Melbourne

Der 36-Jährige hätte seine Karriere gerne in London ausklingen lassen. An der Stamford Bridge wollte man dem Rekord-Torschützen des Klubs aber keinen neuen Vertrag mehr geben. Plan B sah vor, seinen fußballerischen Herbst in New York beim örtlichen City FC ausklingen zu lassen – ein paar Jährchen im Big Apple, auch nicht schlecht.

Da die neue Saison in der Major League Soccer erst im kommenden Jänner startet, wollten die New Yorker Lampard allerdings Spielpraxis verschaffen. Problem stellt das grundsätzlich keines dar, gehört der Klub doch der in Besitz der Abu Dhabi United Group stehenden City Football Group, die sich auch die Vereine Melbourne City FC und Manchester City hält. Eigentlich sollte Lampard nach Down Under gehen, darauf hatte der Mittelfeldspieler aber wenig Lust und legte ein Veto ein.

Er wollte lieber zurück in seine englische Heimat und landete so in Manchester. Nun trägt er Himmelblau statt Dunkelblau und tritt erstmals seit seiner Zeit bei West Ham United wieder gegen Chelsea an.

Mourinho: "Er kann auch mein Nachfolger werden"

Seinen Legenden-Status im Westen Londons soll das unerwartete Engagement bei einem der größten Rivalen nicht trüben. „Sein Platz in Chelseas Geschichte ist unantastbar. Für die Zukunft ist nichts verbaut. Er kann eines Tages zurückkommen“, stellt sein Ex-Coach Jose Mourinho vor dem Wiedersehen klar und unterbreitet gar ein Angebot: „Wenn er Trainer werden will, kann er auch mein Nachfolger werden.“

Der Portugiese gibt aber zu, von dem Wechsel nach Manchester überrascht gewesen zu sein. „Das hatte ich nicht erwartet. Hätte man mir das vor vier oder fünf Jahren gesagt, hätte ich es nicht geglaubt. Auch als er vor ein paar Monaten in New York unterschrieben hat, kam mir das nicht in den Sinn. Aber es ist sein Leben und seine Entscheidung, so ist Fußball“, sagt „The Special One“.

Drogba erwartet positive Reaktionen

Besonders Didier Drogba freut sich auf das Treffen mit seinem alten Spezi. „Ich bin wirklich glücklich ihn wieder zu sehen“, sagt der Ivorer, der von 2004 bis 2012 gemeinsam mit Lampard bei Chelsea kickte und drei Meistertitel sowie die Champions League gewann.

„Durch das, was er gemacht hat, ist er ein Chelsea-Spieler. Für mich ist er Teil der Geschichte dieses Vereins und ich denke, er gehört immer noch zu uns“, bekräftigt Drogba die tiefe Verbundenheit.

Pfiffe von den Chelsea-Fans wird es seiner Meinung nach nicht geben, denn „sie wissen, was er für diesen Klub gegeben hat. Deswegen bin ich mir sicher, die Reaktionen werden positiv sein."

 

Christoph Kristandl

Klub Zeit Spiele Tore Assists
West Ham 1995-2001 155 24 20
Swansea (Leihe) 1995/1996 9 1 -
Chelsea 2001-2014 626 208 152
ManCity ab 2014 1 - -
England 1999-2014 106 29 11
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