Rassismus-Vorwürfe gegen Mario Balotelli

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Mario Balotelli sorgt wieder einmal für Gesprächsstoff.

Der aktuell wegen einer Oberschenkelverletzung nicht einsatzfähige Liverpool-Stürmer steht nach schwachen Leistungen in dieser Saison bereits seit längerem in der sportlichen Kritik.

Nun wird dem Italiener ein Bild zum Verhängnis, das er über seine Social-Media-Kanäle verbreitete.

Antirassismus ging nach hinten los

Am Montagabend teilte Balotelli auf seinem Instagram-Profil und Twitter-Account ein Bild der Video-Spiel-Figur Super Mario mit dem Text:

Sei nicht rassistisch! Sei wie Mario. Er ist ein von Japanern kreierter italienischer Installateur, der Englisch spricht und wie ein Mexikaner aussieht. ... wie ein schwarzer Mann springt und Münzen sammelt wei ein Jude.

Eigentlich habe er das mittlerweile gelöschte Bild als humoristischen, antirassistischen Post gemeint, beteuert Balotelli am Dienstag und entschuldigt sich bei allen, die sich dadurch beleidigt fühlten.

"Ich verstehe nun, dass es aus dem Kontext gerissen den gegenteiligen Effekt haben kann", zeigt sich der 24-Jährige einsichtig und stellt klar: "Nicht alle Mexikaner haben einen Schnurrbart, nicht alle schwarzen Menschen springen hoch und nicht alle jüdischen Menschen lieben Geld."

"Ich habe einen Cartoon von jemandem anderen verwendet, weil Super Mario enthalten war und ich dachte, es sei lustig und kein Angriff."

Gary Lineker verteidigt ihn via Twitter und meint, er bezweifle stark, dass Balotellis Retweet bewusst rassistisch oder antisemitisch war. "Nur extrem naiv", so das Urteil des Ex-Kickers.

FA ermittelt

Noch am Dienstag reagierte Balotelli auf die Kritik, die auf ihn einprasselte und erklärte, dass seine Mutter selbst jüdisch sei.

Auch sportlich könnte sich die Aktion auswirken. Der englische Fußballverband FA leitete eine Untersuchung gegen den "Reds"-Stürmer ein.

Christoph Kristandl

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