Erpresser verlangte 200.000 Euro

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Der ehemalige FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß ist erpresst worden.

In einem mehrseitigen Erpresserschreiben wurden ihm für seine bevorstehende Haft erhebliche Schwierigkeiten angedroht, wie das Polizeipräsidium in Rosenheim am Dienstag mitteilte.

Dabei habe der Verfasser des Briefes angegeben, er habe Einfluss auf den Haftverlauf, egal in welchem bayerischen Gefängnis Hoeneß die Haft verbüßen müsse.

Der Erpresser verlangte einen sechsstelligen Bargeldbetrag, angeblich 200.000 Euro. Die Polizei nahm ihn bei der geplanten Geldübergabe am Samstagabend in München fest.

Der Ermittlungsrichter erließ Haftbefehl. Der Mann sitzt nach Polizeiangaben in Untersuchungshaft. Über die Erpressung hatte zuvor die "Bild"-Zeitung berichtet.

"Drohungen hatten Hand und Fuß"

Der Tatverdächtige ist nach Polizeiangaben ein vorbestrafter 50-Jähriger, der bereits Gefängnisstrafen verbüßt hat.

"Die Drohungen hatten schon Hand und Fuß", sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern in Rosenheim am Dienstag.

"Darum haben wir sie auch so ernst genommen." Der Brief war in Hoeneß' Haus in Bad Wiessee eingegangen. Die Familie informierte die Polizei.

Hoeneß muss wegen Steuerhinterziehung von 28,5 Millionen Euro ins Gefängnis. Das Landgericht München hatte den 62-Jährigen im März zu einer Haftstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt.

Zur Frage, wann Hoeneß die Haft antreten muss, halten sich die Behörden bedeckt.

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