Teenager auf der Überholspur

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Teenager auf der Überholspur: Bundesliga

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Blutjung, aber schon Profis bei absoluten Spitzenklubs.

Im internationalen Fußball hat sich so manch ein Spieler unter 20 einen Namen gemacht.

LAOLA1 präsentiert: Teenager auf der Überholspur. Wir starten unsere Serie mit der Bundesliga.

David Alaba (FC Bayern)

"Er wird in ein oder zwei Jahren ein Topspieler", ist sich Jupp Heynckes sicher und sieht in David Alaba ein "Juwel". Auch  Freund und Mitspieler Franck Ribery glaubt, dass der 19-Jährige "eine ganz große Karriere vor sich hat". Bereits in der Hinrunde stellte der jüngste ÖFB-Teamspieler aller Zeiten unter Beweis, dass er bereits eine wichtige Stütze im Kader des FC Bayern eingenommen hat. 15 Liga-Einsätze (zwei Tore) sowie vier in der Champions League und drei im DFB-Pokal (ein Tor) sprechen eine klare Sprache.

Julian Draxler (Schalke 04)

Der DFB vegibt seit 2005 jährlich die Fritz-Walter-Medaille für die besten Nachwuchsspieler des Jahres. In diesem Jahr wurde Julian Draxler in der Kategorie U18 ausgezeichnet. Zu Recht, gilt er doch als größte Zukunftshoffnung des FC Schalke 04. Sein Stern ging bereits 2010/11 auf, inzwischen ist er aus der Mannschaft nicht mehr wegzudenken. In der Hinrunde kam der 18-jährige Mittelfeldspieler zu 16 Einsätzen (drei Assists) in der Bundesliga, auch im Pokal (zwei Spiele, ein Tor) und in der Europa League (sechs Spiele, ein Tor) stand er regelmäßig auf dem Platz.

Mario Götze (Borussia Dortmund)

Würde man 100 Experten nach dem größten deutschen Talent fragen, würden wohl mindestens 99 Mario Götze als Antwort wählen. Passgenauigkeit, Übersicht, Ballgefühl - der 19-Jährige ist längst ein Erfolgsgarant der Dortmunder Borussia. Jürgen Klopp gewährte ihm 14 Ligaspiele im Herbst, dabei gelangen ihm je fünf Tore und Assists. Auch im Nationalteam reift der Edeltechniker immer mehr zu einem Leistungsträger heran. Inzwischen kann er auf zwölf Einsätze (zwei Tore) im Teamdress der Deutschen zurückblicken.

Bernd Leno (Bayer Leverkusen)

Spricht man von Shootingstars der Hinrunde, führt kein Weg an Bernd Leno vorbei. Rene Adler verletzte sich, Fabian Giefer und David Yelldell konnten nicht überzeugen - Bayer Leverkusen sah sich daher genötigt, im Torwart-Bereich zu reagieren. Leno wurde vom VfB Stuttgart zunächst ausgeliehen. Nach  sensationellen Leistungen, in denen er die Werkself mehrfach vor Niederlagen bewahrte, wollte ihn Bayer fest verpflichten. Ein wochenlanger Vertragspoker begann, letztendlich ließen ihn die Schwaben für kolportierte acht Millionen Euro Ablöse nach Leverkusen ziehen.

Kyriakos Papadopoulos (Schalke 04)

Vor nicht allzu langer Zeit ließ Erzrivale Dortmund mit dem "Kinderriegel" Hummels/Subotic in der Innenverteidigung aufhorchen. Inzwischen setzt Schalke 04 auf die jüngste Paarung der Liga. Gemeinsam mit Joel Matip versucht Kyriakos Papadopoulos, den Angriff des Gegners erst gar nicht zum Abschluss kommen zu lassen. Dabei agierte der Grieche höchst abgeklärt und raubte seinen Gegenspielern den Nerv. Speziell nach dem Trainerwechsel (Stevens für Rangnick) blühte der Nationalspieler auf und zeigte eine ungewöhnliche Reife für einen 19-Jährigen.

Heung-Min Son (Hamburger SV)

Schon im Sommer 2010 geigte Korea-Bomber Heung-Min Son in der Vorbereitung auf und begeisterte Trainer und Fans gleichermaßen. Ein Mittelfußbruch warf den Angreifer weit zurück, nur selten konnte er in der Folge sein Potenzial abrufen. Auch in diesem Sommer lief der in Chuncheon geborene Son zu Höchstform auf und erarbeitete sich dadurch einen Stammplatz beim Hamburger SV. Kleinere Wehwehchen und ein kleines Leistungstief kosteten ihm diesen jedoch im Laufe der Herbstsaison wieder. Drei Treffer sind für einen Stürmer eben zu wenig. Gelingt es Son, sein komplettes Leistungsvermögen abzurufen, wird HSV-Coach Fink jedoch nicht länger an ihm vorbeikommen.

Marc-Andre ter Stegen (Bor. M'gladbach)

Analog zur Entwicklung Lenos gestaltet sich jene von Marc-Andre ter Stegen. In Gladbach ist er zur uneingeschränkten Nummer eins gereift und begeisterte Woche für Woche mit konstant starken Leistungen. Imposant, wie der 19-Jährige selbst in Drucksituationen stets kühlen Kopf bewahrt. Im Vergleich mit Leno scheint das "Fohlen" sogar einen Tick voraus zu sein. Sowohl bei der U17-Europameisterschaft 2007, die der DFB mit dem Titel abschloss, als auch zuletzt in der U20-Nationalmannschaft stand ter Stegen im Tor, während sein Konkurrent die Bank drücken musste.

Bjarne Thoelke (VfL Wolfsburg)

Da hat Wolfsburg-Trainer Felix Magath wieder einmal ein Talent aus dem Hut gezaubert. Selbst vielen Liga-Insidern war Bjarne Thoelke vor der Saison kein Begriff. Doch Magath, wäre nicht Magath, würde er nach schlechten Leistungen der - von ihm gekauften - Arrivierten nicht beinhart aussortieren, um einen Nobody ins kalte Wasser zu schmeißen. So geschehen am neunten Spieltag, als Thoelke erstmals zum Einsatz kam. Der 19-Jährige wusste seinen Coach zu überzeugen und gehört seither fest zum Kader der "Wölfe". Zum Stammpersonal inzwischen nicht mehr, nach ein, zwei durchschnittlichen Vorstellungen rotierte Magath seinen Schützling wieder aus der Startelf.

Gökhan Töre (Hamburger SV)

Ein Haken hier, ein Dribbling dort - wer den HSV regelmäßig beobachtet, weiß sofort: Es kann nur von Gökhan Töre die Rede sein. Der 19-jährige Türke kam im Sommer von den Amateuren des FC Chelsea und schlug ein wie eine Granate. Selbst beim missglückten Saisonstart der Rothosen - der Bundesliga-"Dino" stand wochenlang auf einem Abstiegsplatz - war Töre stets einer der (wenigen) Aktivposten im Spiel der Norddeutschen. Mit der Verpflichtung von Thorsten Fink wurde das HSV-Spiel besser, zugleich legte auch Töre noch eine Schippe drauf. Mit sechs Assists ist er teamintern klar die Nummer eins.

 

Christoph Nister

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