"Ich will den Abstand zu den Profis verringern"

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Hertha BSC Berlin bereitet sich vor.

Der Hauptstadt-Verein arbeitet dabei nicht nur auf irgendeine Saison hin, sondern auf das Comeback in der deutschen Bundesliga.

Nur ein Jahr musste die „Alte Dame“ nach dem überraschenden Abstieg ihr Dasein in der zweiten Liga fristen. Auf souveräne Art und Weise wurde der sofortige Wiederaufstieg samt Meistertitel fixiert.

Mittendrin statt nur dabei ist nicht nur Marco Djuricin, der am Freitag mit der U20 nach Kolumbien zur Weltmeisterschaft abgehoben ist, sondern auch Richard Strebinger – zumindest aktuell.

„Freue mich über die Chance“

Weil Maikel Aerts, der in Liga zwei im Kasten stand, mit einem Muskelfaserriss nicht mitfahren konnte, mischt der Nachwuchs-ÖFB-Goalie beim Trainingslager in Bad Waltersdorf mit.

„Es tut mir leid für ihn, aber ich freue mich natürlich über die Chance“, erzählt der Torhüter, der auch schon vergangene Saison im Trainingslager mit von der Partie war und etwa beim Gastspiel in Aue, dort wo mit einem 2:0-Sieg letztlich Platz eins fixiert wurde, auf der Bank Platz nahm.

„Ich versuche hier in Waltersdorf, möglichst viel mitzunehmen, aber es ist jedes Mal aufs Neue eine Umstellung, weil die Jungs ein ganz anderes Tempo vorgeben als in der U23.“

In der U23, also der zweiten Mannschaft Herthas, ist Strebinger de facto Nummer eins, außer ein Keeper der Kampfmannschaft benötigt Spielpraxis.

„Eigentlich will ich in Berlin bleiben“

Die Option auf den auslaufenden Vertrag des 18-Jährigen wurde im Sommer gezogen, Strebinger hat nun einen Kontrakt bis Sommer 2012.

„Dann werde ich weiterschauen, aber eigentlich will ich in Berlin bleiben“, schildert der Youngster, der im Sommer 2008 von der Akademie St. Pölten in die Vier-Millionen-Metropole wechselte.

Damals entschied er sich gegen die Blackburn Rovers. Beim Premier-League-Klub war er ebenfalls auf Probe.

„Aufgrund der besseren Trainingsmöglichkeiten“, erzählt Strebinger, der für die U20-WM kein Thema war, aber im U21-Kader zuletzt auf Abruf steht.

Wie sehen nun die nächsten Ziele aus?

„In Sachen Nationalteam stehen im Herbst die U19-EM-Quali-Spiele an, das große Ziel kann für uns am Ende nur die Qualifikation für die U20-WM sein.“

„Von Kraft kann man sicher viel lernen“

Auch bei den Berlinern soll es weiter bergauf gehen.

„Bei der Hertha möchte ich natürlich so viele Spiele wie möglich in der Regionalliga machen und gleichzeitig beim Training mit den Profis immer wieder zeigen, dass ich was drauf habe und daran arbeiten, dass der Abstand geringer wird.“

In Bad Waltersdorf schaut Strebinger Thomas Kraft, dem ehemaligen Bayern-Einser, der im Sommer in die Hauptstadt wechselte, genau zu.

„Von ihm kann ich sicher viel lernen. Man kann genau beobachten, wie er Situationen löst und mit ihnen umgeht. Als junger Spieler will man sich natürlich über so ein Trainingslager präsentieren und zeigen, dass man mithalten kann - alles für das große Ziel mittelfristig einmal zum Stammkader zu gehören.“

Es scheint, als wäre das nur noch eine Frage der Zeit.

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