Otto Rehhagel soll Hertha vor dem Abstieg bewahren

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Nun soll's "König Otto" in Berlin richten. Der 73-jährige Otto Rehhagel wird neuer Trainer von Hertha BSC.

Das Engagement des ehemaligen Europameister-Coaches von Griechenland bis zum Saisonende ist beschlossene Sache.

Beim Auswärtsspiel gegen den FC Augsburg in der kommenden Woche soll er nach fast zwölfjähriger Abstinenz sein Comeback auf der Trainerbank in der deutschen Fußball-Bundesliga geben.

Rückkehr nach 39 Jahren

In der Partie am Samstagnachmittag im Berliner Olympiastadion gegen Spitzenreiter und Titelverteidiger Borussia Dortmund (0:1) betreute noch das Interimsgespann Rene Tretschok und Ante Covic die Mannschaft.

Sie hatten das Team nach dem Rauswurf des erfolglosen Trainers Michael Skibbe übernommen. Der war wiederum geholt worden, nachdem die lange Zeit erfolgreiche Zusammenarbeit mit Markus Babbel nach einem Streit vor Weihnachten beendet worden war.

Rehhagel ist damit bereits der vierte Verantwortliche für das Team in dieser Saison und kehrt damit an eine alte Wirkungsstätte zurück. Der gebürtige Essener gehörte 1963 zur Hertha-Mannschaft beim ersten Bundesliga-Spiel der Berliner.

Kommt der Libero?

Nach dem 1000. Meisterschafts-Match von Hertha gegen Dortmund übernimmt er nun als Trainer das Zepter.

Die Frage ist nur wie? Rehhagel gibt sich gern unantastbar, Rehhagel referiert. Und Rehhagel schreckt auch vor traditioneller Taktik nicht zurück.

Beim sensationellen EM-Triumph 2004 mit den personell sicherlich nicht top-besetzten Griechen ließ er seine Hellenen mit einer für viele Experten antiquierten Ausrichtung und einem Libero antreten.

Der Erfolg gibt ihm recht

Aber: Der Erfolg gab Rehhagel recht. Die Liste seiner Meriten ist lang. Dreimal wurde Rehhagel als Trainer deutscher Meister. Mit dem 1. FC Kaiserslautern gelang ihm dabei sogar Historisches: Er stieg erst mit den Pfälzern auf und schnappte sich dann den Titel.

Mit seinem langjährigen Arbeitgeber Werder Bremen gewann Rehhagel zudem den Europacup der Cupsieger. Drei DFB-Pokalsiege hat er ebenfalls auf seinem Erfolgskonto.

Bei der Hertha geht es indes ums Überleben. Ein erneuter Abstieg wäre verheerend. Für den Verein und vor allem auch für Manager Michael Preetz, der zusammen mit Präsident Werner Gegenbauer die Verhandlungen geführt haben soll. Ein weiterer Fehlgriff wäre für Preetz fatal.

Der ehemalige Profi und aktuelle Geschäftsführer steht nach dem schwungvollen Trainerrochaden in der Hauptstadt schwer in der Kritik. Doch auch er dürfte im Hofstaat von "König Otto" etwas durchatmen können. Zumindest vorübergehend.

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