Drama um Referee Babak Rafati

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Die deutsche Bundesliga steht unter Schock.

Das Spiel der 13. Runde zwischen dem 1. FC Köln und dem FSV Mainz 05 wird abgesagt. Ursprünglich sollte die Partie am Samstag, um 15:30 Uhr, über die Bühne gehen.

Der Grund dafür ist laut "Sky" ein Selbstmordversuch des für dieses Spiel angesetzten Referees Babak Rafati.

Aufgeschnittene Pulsadern

Der Schiedsrichter soll in der Früh in seinem Hotel mit aufgeschnittenen Pulsadern aufgefunden worden sein.

"Ich weiß, dass er lebt", sagte der Kölner Geschäftsführer Claus Horstmann nach Angaben von "bild.de". Wie "Sky" berichtete, sei Rafatis Zustand kritisch, er werde in einem Kölner Krankenhaus behandelt.

"Ich bin sehr geschockt"

Die Kölner Polizei hatte nach der Absage einen Einsatz in einem Hotel bestätigt, ohne genauer darauf einzugehen. DFB-Präsident Theo Zwanziger sagte seinen geplanten Besuch beim EM-Qualifikationsspiel der Frauen gegen Kasachstan in Wiesbaden ab, um sich in Köln persönlich ein Bild über die Hintergründe zu machen.

Betroffen reagierte die Konkurrenz auf die Kunde aus Köln. Hannovers Trainer Mirko Slomka sagte im TV-Sender "Sky": "Ich bin sehr geschockt, zumal Babak Rafati Hannoveraner ist und ich ihn sehr gut kenne. Wenn ein Spiel abgesagt wird, ist etwas Dramatisches vorgefallen."

"Der Fußball ist Nebensache"

Schalkes Trainer Huub Stevens meinte vor dem Anpfiff gegen den 1. FC Nürnberg, was er gehört habe, sei "unglaublich". Der Niederländer zeigte Verständnis für die Spielabsage: "Ich habe immer gesagt, die Gesundheit geht vor. Der Fußball ist Nebensache."

Der Hannoveraner ist seit 1997 Schiedsrichter des DFB und hat in der höchsten Spielklasse bisher 84 Spiele geleitet.

Wann das Spiel nachgetragen wird, steht noch nicht fest.

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