Scharner "zutiefst enttäuscht"

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Heynckes lobt Alaba: "Er hat gute Nerven"

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Jungstar David Alaba strotzt vor dem Länderspiel gegen die Elfenbeinküste nur so vor Selbstvertrauen.

Der 20-Jährige hat sich mittlerweile bei Bayern München sogar zum Elfmeterschützen aufgeschwungen.

Beim 2:0-Sieg am Samstag gegen Eintracht Frankfurt traf der Linksfuß sicher ins rechte Eck (77.).

Die Bayern sind damit sieben Punkte vor dem ersten Verfolger Schalke 04 weiter auf Titelkurs.

"Er hat gute Nerven"

Umringt von Stars wie Franck Ribery oder Arjen Robben schnappte sich Alaba den Ball. Auch Thomas Müller musste sich hinten anstellen. Weil der WM-Torschützenkönig nicht von Beginn an spielte, hatte Jupp Heynckes Alaba als ersten Schützen ausgegeben.

"David hat immer verwandelt, wenn er bisher geschossen hat. Er hat gute Nerven", begründete der Bayern-Trainer. "Das war wichtig in dieser Phase."

Müller steckt zurück

Müller stellte sein Ego zurück, um ein Gerangel um den Elfmeter zu vermeiden. "Ich habe gesehen, dass der David sehr zielstrebig mit dem Ball in der Hand in Richtung Elfmeterpunkt geht", begründete der DFB-Teamspieler.

"Wir haben uns abgesprochen. Rausgekommen ist, dass ich es versuche", schilderte Alaba. Mittlerweile kann sich der Wiener auch gegen große Namen behaupten. Dabei ist er erst Mitte Oktober von einer dreimonatigen Verletzungspause wegen eines Mittelfußbruches zurückgekehrt.

Boateng verletzt

Die Bayern verloren gegen Frankfurt Innenverteidiger Jerome Boateng, der mit einem Muskelfaserriss vermutlich einige Wochen ausfallen dürfte. Dafür ist die Tabellenführung mit dem vierten Pflichtspielsieg in Serie gefestigt.

Zehn Punkte haben die Münchner bereits auf den Sensationsaufsteiger gut, elf auf den viertplatzierten Meister Dortmund. "Wir haben etwas gebraucht, um ins Spiel zu kommen", meinte Alaba. "Frankfurt hat richtig gut gespielt, aber wir haben gut dagegengehalten.“

"Super Charakter"

Erster Verfolger bleibt Schalke. Die Gelsenkirchner rangen Werder Bremen nach Rückstand mit 2:1 nieder, erhielten dafür Sonderlob von Trainer Huub Stevens. "Der Charakter des Kaders ist wirklich super", erklärte der ehemalige Salzburg-Coach.

"Ein erkämpfter und wichtiger Sieg. Die Mannschaft hat gefightet bis zum Schluss", ergänzte ÖFB-Kapitän Christian Fuchs, der im Gegensatz zu seinen Werder-Kollegen Marko Arnautovic, Zlatko Junuzovic und Sebastian Prödl mit einem Erfolgserlebnis beim Nationalteam einrückte.

Scharner "zutiefst enttäuscht"

Für den ÖFB kein Thema mehr ist Paul Scharner. Der Niederösterreicher verpatzte sich sein Startelfdebüt beim HSV mit einem Ausschluss bereits in Minute 35.

"Ich bin von mir zutiefst enttäuscht", gestand der 32-Jährige nach Gelb-Rot gegen Freiburg (0:0). Der Defensiv-Allrounder war für den erkrankten Innenverteidiger Michael Mancienne ins Team gerutscht. Scharner: "Im Endeffekt waren es drei Fouls, zwei Gelbe Karten - was soll man da sagen?"

Fink sieht Lernbedarf

Scharner war nach sechs Jahren in England erst im Sommer zum HSV gewechselt, musste sich nach einem Innenbandriss im rechten Knie aber hinten anstellen. "Vielleicht muss Paul noch lernen, dass in Deutschland schneller gepfiffen wird", meinte HSV-Trainer Thorsten Fink.

"Mir tut es leid für die Kollegen", betonte Scharner. "Ich habe meine Chance bekommen und nach 35 Minuten verspielt. Ich glaube nicht, dass ich übermotiviert war." Auf die nächste wird er wieder einige Zeit warten müssen.

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