Die Hoffnung stirbt zuletzt

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"Wollen frech auftreten und etwas mitnehmen"

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Das Selbstvertrauen stimmt.

Bayer Leverkusen ist vor dem Schlager bei Tabellenführer Bayern München (So., 17:30 Uhr LIVE im LAOLA1-Ticker) durchaus guter Dinge.

Zwar beträgt der Rückstand auf die Münchner vor dem neunten Spieltag bereits zwölf Punkte, doch die Werkself ist seit 15. September ungeschlagen und konnte vor allem beim 4:0-Sieg gegen Rapid in der Europa League überzeugen.

Dass das Duell mit dem deutschen Rekordmeister natürlich nicht mit jenem gegen die Wiener zu vergleichen ist, ist allen bewusst.

„Wir spielen gegen eine Mannschaft, die bisher alle Spiele gewonnen hat. Wir werden wie jedes Jahr versuchen, dort etwas zu holen. Dass wir Fußball spielen können, haben wir auch gegen Rapid wieder gezeigt. Zwar gegen ein anderes Kaliber, aber die Bayern werden uns sicherlich so respektieren, wie es sich gehört. Da bin ich mir sicher, dazu kenne ich die Bayern gut genug“, erklärt Sportdirektor Rudi Völler im Gespräch mit LAOLA1.

Mit breiter Brust nach München

Nach zwei Unentschieden in der Liga (Stuttgart und Mainz, Anm. d. R.) sei der klare EL-Erfolg unter der Woche genau zur rechten Zeit gekommen.

„Wenn man auswärts als Sieger vom Platz geht, tut es immer gut. Wenn man dabei auch noch ein paar Tore macht, ist es sicher nicht verkehrt. Wir gehen jedenfalls mit breiter Brust an die Sache in München ran. Es wird aber eine riesen Aufgabe und schwierig. Wir wollen frech auftreten und etwas mitnehmen“, so Lars Bender.

Der 23-Jährige, der im Sommer das Interesse der Bayern auf sich zog, hat auch eine genaue Vorstellung, wie man in der Allianz-Arena auftreten muss.

„Es ist wichtig, gegen ihre Offensiv-Stärke defensiv kompakt zu stehen. Alle müssen da mitziehen. Wenn nur einer einen Schritt zu wenig macht, geht das ganz schnell nach hinten los. Nach vorne müssen wir schnell umschalten. Dann können wir den einen oder anderen Nadelstich setzen und vielleicht zu einem Tor kommen.“

„Dürfen keine Angst haben“

Trotz der guten Stimmung gibt es an der Ausgangslage nichts zu rütteln. „Wir sind am Sonntag Außenseiter, aber ich denke, wenn wir selbstbewusst auftreten, wird es auch schwer für die Bayern. Von daher dürfen wir uns nicht verstecken und keine Angst haben, weil sonst werden wir dort abgeschossen“, gesteht Gonzalo Castro.

Die Bilanz sieht jedenfalls alles andere als rosig aus. Leverkusens letzter Auswärtssieg in München datiert von der Saison 1989/90 (!). Am 21. Oktober 1989 – also vor etwas mehr als 23 Jahren – feierten die Rheinländer einen 1:0-Erfolg.

„Es wird einmal Zeit“

Geht es nach Stefan Kießling, soll die Negativserie am Sonntag endlich beendet werden. „Ich habe noch nie in München gewonnen, deswegen wird es einmal Zeit. Wir wollen dort gewinnen, ganz klar. Aufgrund der letzten Spiele müssen wir eine Schippe drauflegen, vor allem auch, weil die Bayern sehr gut drauf sind. Wir müssen hochkonzentriert hineingehen.“

Vor den bisherigen Auftritten der Bayern zieht der  28-jährige Stürmer seinen Hut. „Sie haben bis jetzt eine überragende Saison gespielt. Es wird ganz schwer, die Bayern zu stoppen und zu schlagen. Da gehört ein Sahnetag dazu.“

„Müssen alle an einem Strang ziehen“

Der siebenfache Saison-Torschütze will aber nicht in Ehrfrucht erstarren, vertraut vielmehr in die eigene Stärke.

„Wir haben eine gute Mannschaft und können auch guten Fußball spielen. Wir müssen es nur über 90 Minuten schaffen. Da ist jeder gefragt, der dann auf dem Platz steht. Es müssen alle an einem Strang ziehen. Das müssen wir gemeinsam anpacken. Dann bin ich mir sicher, dass wir auch die Bayern schlagen können.“

Und Karim Bellarabi abschließend: „ Zur Zeit sind die Bayern schwer zu besiegen. Aber man weiß ja, dass im Fußball alles möglich ist.“

Martin Wechtl / Alexander Karper

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