"Es war ein direktes Gespräch mit offenen Karten"

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Nach vier Jahren endet im Sommer das Engagement von Andreas Ivanschitz bei Mainz 05.

Dies gab Thomas Tuchel am Dienstag bekannt. Der Trainer des deutschen Bundesligisten traut es dem ÖFB-Legionär nicht zu, auch in den kommenden Jahren eine Führungsrolle in seinem Team einzunehmen.

"Ich war sehr überrascht"

Am Mittwoch meldet sich auch der 29-Jährige in einer Aussendung zu Wort.

"Ich war sehr überrascht, als ich die Entscheidung, dass mein auslaufender Vertrag im Sommer nicht verlängert wird, in einem Gespräch mit Thomas Tuchel und Co-Trainer Arno Michels, erfahren habe", bedauert Ivanschitz.

Vorwürfe macht der Burgenländer seinem bisherigen Arbeitgeber jedoch keine:

"Es war ein direktes Gespräch mit offenen Karten, in dem mir Thomas Tuchel seine Planungen für die kommenden Jahre, bei denen ich seiner Meinung nach nicht mehr die Rolle wie bisher gespielt hätte, dargelegt hat. Das muss ich professionell akzeptieren, obwohl ich mir eine Vertragsverlängerung durchaus vorstellen hätte können."

Absoluter Stammspieler

Nach drei Jahren in Griechenland bei Panathinaikos Athen heuerte Ivanschitz im Sommer 2009 beim "Karnevalsverein" an - in den ersten beiden Jahren auf Leihbasis.

Bislang bestritt der frühere Rapidler 99 Bundesliga-Spiele für die Mainzer, in denen er 21 Treffer erzielte.

In der laufenden Saison gehört Ivanschitz zum absoluten Stamm. In 27 Runden stand er 25 Mal in der Startelf, versäumte insgesamt nur eine Partie und traf sechs Mal.

Keine finanziellen Differenzen

Gerüchten, wonach ein Verbleib in Mainz am Geld gescheitert sei, tritt der 61-fache ÖFB-Teamspieler entschieden entgegen:

"Spekulationen über finanzielle Differenzen zwischen Mainz 05 und mir kann es nicht geben, da es in dieser Hinsicht keine Verhandlungen gab!"

Wo Ivanschitz seine Karriere fortsetzen wird, steht in den Sternen. In den vergangenen Tagen wurde er immer wieder mit Werder Bremen in Verbindung gebracht, wo mit Sebastian Prödl, Zlatko Junuzovic und Marko Arnautovic drei Nationalteamkollegen unter Vertrag stehen.

"Noch mehrere Jahre auf internationalem Topniveau"

"Ich fühle mich mit 29 nach wie vor topfit, bin hochmotiviert und überzeugt, noch mehrere Jahre auf internationalem Topniveau spielen zu können. In diesem Sinne werde ich ab Sommer eine neue sportliche Herausforderung annehmen und hoffe, ein für meine Familie und mich passendes Gesamtpaket in einer starken Liga zu finden", lässt sich Ivanschitz alle Optionen offen.

Bis zum Saisonende gilt seine Konzentration ohnehin dem aktuellen Arbeitgeber: "Beim Verein und den Mainzer Fans möchte ich mich für die großartige Unterstützung in vier sportlich sehr erfolgreichen Jahren bedanken. Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich bis zur letzten Spielminute alles für den FSV Mainz 05 geben werde.

An sportlichen Zielen mangelt es nicht. Der Underdog, bei dem mit Julian Baumgartlinger ein weiterer ÖFB-Legionär engagiert ist, rangiert derzeit auf dem starken sechsten Rang, der einen Europa-League-Startplatz bedeutet.

Auf Platz vier, der zur Qualifikation für die Champions League berechtigt, fehlen derzeit nur drei Zähler.

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