Offiziell: Mario Götze wechselt zum FC Bayern

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Der Transfer-Hammer ist perfekt: Mario Götze wechselt im Sommer von Borussia Dortmund zum FC Bayern.

"Wir sind natürlich über alle Maßen enttäuscht, betonen aber, dass sich sowohl Mario, als auch sein Berater absolut vertragskonform verhalten haben", bestätigt Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke die Gerüchte über einen Wechsel.

Der 20-Jährige hat bei den Münchnern einen mehrjährigen Kontrakt unterschrieben und soll künftig sieben statt bisher fünf Millionen Euro Jahressalär erhalten.

Ausstiegsklausel

Der Transfer kommt trotz eines ursprünglich bis 2016 laufenden Kontrakts des vermeintlich größten deutschen Talents, zustande, da dieser eine Ausstiegsklausel beinhaltete. Diesen Vertrag verlängerte Götze übrigens erst Ende März - davor war er bis 2014 an die Dortmunder gebunden.

Dank der Klausel war es Götze möglich, die Borussia, bei der er seit 2001 tätig ist und die Nachwuchsausbildung genoss, um 37 Millionen Euro zu verlassen.

Damit avancierte der Youngster zum teuersten Transfer, der jemals innerhalb der Bundesliga durchgeführt wurde. Bislang war dieser Rekord Mario Gomez (für 35 Millionen Euro vom VfB Stuttgart zum FC Bayern) vorbehalte.

Viele Versuchungen

Dass der Nationalspieler ausgerechnet zum großen Liga-Rivalen wechselt, erstaunt zahlreiche Experten und Fans, galt er doch stets als Kind des Ruhrpotts.

Interesse von internationalen Top-Klubs, darunter der FC Arsenal sowie die beiden Manchester-Klubs United und City, gab und gibt es seit langem, bislang widerstand Götze sämtlichen Versuchungen, Dortmund zu verlassen.

"Spanische Verhältnisse"

Indes könnte die Debatte um "spanische Verhältnisse", die Bayern-Präsident Uli Hoeneß losgetreten hatte, neu entfachen.

Der 61-Jährige warnte kürzlich davor, dass mit dem FCB und dem BVB zwei Klubs die Bundesliga über Jahre dominieren und sich eine Zwei-Klassen-Gesellschaft wie in La Liga (Real, Barca) entwickeln könnte.

Wer muss weichen?

Spannend gestaltet sich auch die Frage, auf welcher Position Pep Guardiola Götze einplant. Der gebürtige Memminger (Bundesland Bayern) kann sowohl auf der Zehn als auch auf dem (rechten) Flügel spielen.

Eine weitere Option wäre, Götze die "Messi-Rolle" als falsche Neun einzuräumen. So oder so scheint es, dass die ohnehin bestens besetzte Bayern-Offensive mit dem 20-Jährigen ein Überangebot an Weltklasse-Spielern in den eigenen Reihen hat.

Anzunehmen, dass der eine oder andere die Münchner im Sommer verlassen wird.

 

chn

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