Personalsorgen bei Bayern

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Geschwächte Bayern reisen zum Nord-Süd-Gipfel

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Der FC Bayern München will seinem perfekten Saisonstart einen weiteren Erfolg hinzufügen. Am Samstag peilt der überlegene Spitzenreiter der deutschen Bundesliga bei Werder Bremen den neunten Sieg im neunten Spiel an.

Allerdings stehen Trainer Pep Guardiola für den Nord-Süd-Gipfel nur 13 Feldspieler zur Verfügung. Werder-Coach Viktor Skripnik hat trotz schwieriger Zeiten eine Jobgarantie.

Personalsorgen bei Bayern

Neben den Langzeitverletzten fehlen den Bayern, die derzeit sieben Punkte vor Borussia Dortmund liegen, auch Arjen Robben (nach Adduktorenverletzung im Aufbautraining) und Kingsley Coman (muskuläre Probleme im Oberschenkel). Exklusive der zwei Torhüter blieben ihm nur 13 Feldspieler übrig, zählte Guardiola auf. Und von diesen schleppten Arturo Vidal und Javi Martinez kleinere Blessuren mit nach Bremen.

Vor allem ein Einsatz von Vidal, der erst am Donnerstag von der Länderspielreise mit Chile nach München zurückgekehrt war, ist eher unwahrscheinlich. Dafür bekam Juan Bernat nach seiner Adduktorenblessur Grünes Licht von der medizinischen Abteilung. Ein zarter Hoffnungsschimmer: Holger Badstuber trainierte am Donnerstag erstmals seit seiner im April erlittenen Oberschenkelverletzung wieder mit der Mannschaft.

"Das ist ein Problem", meinte Guardiola, der aber gelernt habe, "mit der Situation umzugehen". Immerhin sei damit die Wahl der Aufstellung nicht so kompliziert wie sonst, bemerkte der Trainer mit einem Grinsen. David Alaba dürfte nach seinem Mittelfeld-Intermezzo beim ÖFB-Team wieder in der Innenverteidigung zum Einsatz kommen.

Bremen seit 2010 ohne Punkt

Lange war der Bundesliga-Klassiker zwischen den Bayern und Bremen ein Duell auf Augenhöhe. Zuletzt aber gab es für Zlatko Junuzovic und Co. gegen den deutschen Rekordmeister nichts mehr zu holen.

Im Gegenteil: Unter den neun Niederlagen in Serie in der Bundesliga (Tordifferenz: 6:40) waren auch böse Schlappen wie ein 0:6 vor fast genau einem Jahr in München und ein 0:7 im Dezember 2013 daheim. Letztmals einen Punkt gegen Bayern erkämpfte Bremen im September 2010.

Nach vier Niederlagen in Serie bleibt Viktor Skripnik nur der Appell an den Willen seines Teams. "Wir müssen kämpfen, kratzen und beißen", meinte der Werder-Coach. Die Bremer, die um ihren erkrankten Abwehrchef Jannik Vestergaard bangen, bemühen sich, eine Trainerdiskussion um den Ukrainer angesichts des enttäuschenden 14. Tabellenplatzes von sich zu weisen.

"Auch wenn wir 0:12 gegen die Bayern verlieren, wird Viktor unser Trainer bleiben", sagte Geschäftsführer Thomas Eichin dem "kicker".

Köln baut auf Heimstärke

Am Sonntag kommt es in Stuttgart zu einem brisanten Duell mit reichlich österreichischer Beteiligung. Der Tabellenletzte VfB hofft mit den ÖFB-Teamspielern Martin Harnik und Florian Klein auf den zweiten Saisonsieg.

Als Gegner kommt der starke Aufsteiger FC Ingolstadt mit Ramazan Özcan, Markus Suttner und Lukas Hinterseer in seinen Reihen und Ralph Hasenhüttl auf der Trainerbank. Robin Dutt, Sportvorstand der Stuttgarter, sprach seinem Coach Alexander Zorniger im Vorfeld ebenfalls das Vertrauen aus.

Derweil will Köln seinen Nimbus im eigenen Stadion wahren. Seit 14 Heimspielen ist der FC saisonübergreifend ungeschlagen. Am Sonntag gastiert Hannover 96 in der Domstadt, der Tabellenvorletzte ist in dieser Spielzeit auswärts noch sieglos. Dennoch warnte Köln-Trainer Peter Stöger, der personell aus dem Vollen schöpfen kann, man dürfe den Gegner nicht auf die leichte Schulter nehmen.

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