Doppel-Premiere im Revier-Derby

Aufmacherbild
 

Das erste Mal von Tuchel und Breitenreiter

Aufmacherbild
 

Nach dem torlosen Remis bei Eintracht Frankfurt und dem damit verbundenen ersten Punkteverlust der laufenden Meisterschaft ist Meister Bayern München auf die Eröffnung einer neuen Siegesserie erpicht. Nachzügler Stuttgart kommt dafür am Samstag gerade recht in die Allianz Arena. Im Fokus der 12. Runde steht aber auch das Revier-Derby am Sonntag zwischen Dortmund und Schalke.

Der mit fünf Punkten Rückstand erste Bayern-Verfolger ist in der klar besseren Situation als die Schalker. Nicht nur in der Liga ist es für die "Königsblauen" zuletzt nicht sehr gelaufen, der Rückstand auf die BVB-Truppe beträgt für den hinter Wolfsburg Vierten sechs Zähler. Auch das 1:1 am Donnerstag bei Sparta Prag drückte auf die Stimmung. Die Dortmunder haben den Aufstieg in der Europa League dagegen schon sicher.

"Die Luft wird knistern"

Für beide Trainer - Thomas Tuchel bei Dortmund, Andre Breitenreiter bei Schalke - ist es die erste Auflage des Traditionsduells. "Die Luft wird knistern", gab sich Tuchel überzeugt. Er muss aber auf Marco Reus verzichten, der Teamspieler erlitt in der Europa League einen Muskelfaserriss im Adduktorenbereich. Dortmund hat bei 24:4 Toren sechs Siege en suite. Bei Schalke ist es nur ein Erfolg aus sieben Partien, 7:13 lautet die Trefferbilanz.

Vor dem Revierderby befand die Polizei, dass ihr vorgeschlagenes Sicherheitskonzept von den Klubs nur unzureichend umgesetzt worden sei. Neben der organisierten Anreise der Gäste-Anhänger mit Bussen, war u.a. vorgesehen, Eintrittskarten zu personalisieren, Problem-Fans auszuschließen und das Kontingent für Schalke-Fans auf 4.000 Tickets zu reduzieren. Tatsächlich schickte der BVB 6.500 Karten nach Gelsenkirchen.

Bayern im Südgipfel gegen Stuttgart

Bei den Bayern hat Startrainer Pep Guardiola trotz der 5:1-Gala mit Tor von ÖFB-Teamspieler David Alaba in der Champions League gegen Arsenal sowie 21 Punkten Vorsprung auf Stuttgart Respekt vor den Schwaben. Der Spanier nannte es sogar ein "Mysterium", dass die Mannschaft von Kollege Alexander Zorniger nach elf Spieltagen mit zehn Zählern nur auf dem 15. Tabellenplatz rangiere.

"Sie verdienen mehr Punkte", sagte Guardiola. Er müsse intensiv mit seinem Team über den VfB reden. Mit Umstellungen ist zu rechnen. Zorniger wiederum lässt sich von Guardiolas Aussagen nicht blenden und weiß sehr wohl, wer Favorit ist. "Man muss akzeptieren, dass Pep Guardiola ein unglaublich kluger Kopf ist und wir beziehungsweise die Liga das Pech hat, dass er auch noch unglaublich kluge Spieler hat."

Stoppt FCI Gladbachs Höhenflug?

Interessant wird auch die Samstag-Partie Mönchengladbach gegen Ingolstadt. Ingolstadt-Coach Ralph Hasenhüttl sieht den Gegner ob seines Erfolgslaufs in der Favoritenrolle. "Sie haben alles weggeschossen mit drei, vier Toren Unterschied", sagte Hasenhüttl und konstatierte: "Die Qualität ist gigantisch." Sechs Siege in Folge haben die Gladbacher unter ihrem Neo-Coach Andre Schubert mittlerweile auf dem Konto.

Der steirische Coach will aber mit seiner Truppe dagegenhalten. "Wir müssen es besser machen als die anderen Mannschaften zuletzt, ob Hertha oder Schalke. Alle haben es nicht geschafft, gegen Gladbach einen Punkt mitzunehmen - und jetzt kommt der FC Ingolstadt", sagte Hasenhüttl.

Sein Landsmann und Kollege Peter Stöger gastiert zeitgleich mit dem 1. FC Köln im Rhein-Derby bei Bayer Leverkusen.

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen