Hoffenheim holt den BVB von Wolke sieben

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Zwei Vereine mit österreichischen Legionären haben in der noch jungen Saison der deutschen Fußball-Bundesliga den besten Start erwischt. Nach den Partien vom Samstagnachmittag führte FSV Mainz 05 vor Hannover 96 die Tabelle an. Sowohl der Club von Andreas Ivanschitz und Julian Baumgartlinger als auch der Verein von Emanuel Pogatetz hält nach zwei Runden bei sechs Punkten.

Der FSV Mainz, für den in der 74. Minute Baumgartlinger für Ivanschitz auf das Feld kam, siegte in Freiburg 2:1, Pogatetz spielte beim 2:1-Auswärtssieg von Hannover in Nürnberg durch. Bayern München feierte beim VfL Wolfsburg einen Last-Minute-Sieg, Meister Borussia Dortmund verlor in Hoffenheim 0:1.

Mainz wieder mit Blitzstart

Neue Mannschaft, altes Phänomen heißt es in Mainz. Die Rheinhessen haben schon wieder einen Blitzstart hingelegt. Das 2:1 beim SC Freiburg war der zweite Sieg im zweiten Spiel, vor einem Jahr waren dem Verein sogar sieben Auftakterfolge in Serie gelungen. Die Treffer für die Mainzer erzielten Marcel Risse im Anschluss an einen Ivanschitz-Eckball (64.) und Eric Choupo-Moting (79.).

Auch Hannover knüpft an die starke Leistung der vergangenen Saison an. Mohammed Abdellaoue (16.) und Konstantin Rausch per Foulelfmeter (27.) sorgten für eine gelungene Generalprobe für das Play-off-Hinspiel zur Europa League gegen den FC Sevilla.

Hoffenheim entzaubert den BVB

Nur eine Woche nach der Auftakt-Gala ist dagegen Titelverteidiger Borussia Dortmund von 1899 Hoffenheim (Ibertsberger auf der Bank) entzaubert worden. Bei seinem Angstgegner musste der Meister eine 0:1-Niederlage und den ersten Rückschlag in der noch jungen Saison hinnehmen. Vor 30.150 Zuschauern sorgte Sejad Salihovic mit einem Freistoß-Knaller aus 30 Metern in der 9. Minute für den verdienten Hoffenheimer Sieg.

Bereits nach zehn Minuten riss es Meistertrainer Jürgen Klopp von seiner Bank - aber nicht etwa vor Begeisterung. Technische Fehler und Fehlpässe in sonst nicht gekannter Häufigkeit brachten ihn auf die Palme. Zudem agierten seine Spieler viel zu lässig und blieben in den Zweikämpfen oft nur zweiter Sieger.

Götze und Co. glänzten nicht

Vom "magischen Dreieck" Mario Götze, Shinji Kagawa und Ilkay Gündogan war nichts zu sehen. Die BVB-Jungstars wurden im Mittelfeld stets von zwei Gegenspielern attackiert und konnten keine Akzente setzen. Für Götze, der die Fans am Mittwoch beim 3:2-Länderspielsieg der DFB-Auswahl gegen Brasilien noch verzaubert hatte, war der Arbeitstag schon nach 54 Minuten beendet. Kurz darauf holte Klopp auch Gündogan vom Feld, für Kagawa war in der 75. Minute Schluss.

Bayern hat dank Luiz Gustavo in letzter Minute einen Fehlstart verhindert. Der Brasilianer erzielte beim 1:0 in Wolfsburg in der 91. Minute den ersten Saisontreffer des Rekordmeisters, der zum Auftakt gegen Mönchengladbach verloren hatte. Ohne den mit Rückenproblemen fehlenden Arjen Robben - und auch ohne Österreichs Jungstar David Alaba -, aber erstmals mit Franck Ribery in der Startelf, ließen die Bayern im Duell mit ihrem früheren Coach Felix Magath über weite Strecken die entscheidenden Ideen nach vorne vermissen. Der Ex-Bayern-Trainer tobte stattdessen an der Seitenlinie, als das Schiedsrichter-Team dem Kopfballtreffer von Patrick Helmes (39.) zu Unrecht die Anerkennung verweigerte.

Schalke 04 fertigte mit Christian Fuchs den 1. FC Köln mit 5:1 ab.

Remis in Gladbach

Nach dem überraschenden Auftaktsieg bei Bayern München hat Borussia Mönchengladbach den besten Bundesligastart seit 16 Jahren verpasst. Der Tabellen-16. der vergangenen Saison musste sich am Samstag ohne den verletzten Abwehrchef Martin Stranzl gegen den VfB Stuttgart mit einem 1:1 begnügen, bleibt damit aber im neunten Pflichtspiel in Serie unbesiegt. Vor 48.322 Zuschauern im Borussia-Park erzielte Filip Daems (67./Foulelfmeter) die Führung für die Gastgeber. Cacau glich für die Stuttgarter (71.), für die Martin Harnik durchspielte, aus.

Da es in der Partie zwischen den beiden in der ersten Runde erfolgreichen Teams keinen Sieger gab, ist Mainz (Ivanschitz, Baumgartlinger) zumindest bis Sonntag Tabellenführer. Dahinter folgen mit Hannover (Pogatetz), Stuttgart (Harnik) und Gladbach (Stranzl) weitere Clubs mit österreichischen Legionären. Am Sonntag könnte Werder Bremen (Sebastian Prödl) mit einem Sieg in Leverkusen die Führung übernehmen.

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