Läuft die Zeit des Dinos ab?

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Karlsruhe will "dem Dino die Uhr abstellen"

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Der (Noch-)Zweitligist Karlsruher SC möchte am Montagabend (19.00 Uhr) im Relegations-Rückspiel Geschichte schreiben und den Hamburger SV erstmals seit Einführung der deutschen Fußball-Bundesliga vor knapp 52 Jahren zum Abstieg verdammen.

Nach dem 1:1 im Hinspiel am Donnerstag genügt dem Club von ÖFB-Legionär Ylli Sallahi nun dafür im eigenen Stadion bereits ein torloses Remis.

Machbar

"Es ist an der Zeit, dass wir dem Dino die Uhr abstellen", hatte Karlsruhe-Verteidiger Philipp Max bereits vor dem ersten Duell mit dem HSV gefordert.

Die "Bundesliga-Uhr" auf der Nordtribüne, die die Zugehörigkeit des HSV zur Bundesliga von der ersten Spielminute des ersten Spieltags 1963 anzeigt, könnte nach exakt 51 Jahren und 281 Tagen abgestellt werden müssen.

"Es ist auf jeden Fall machbar, den Dino in die zweite Liga zu schicken", betonte KSC-Stürmer Rouwen Hennings, Schütze des wichtigen Auswärtstors in Hamburg.

Notarzt bei Olic

Der Hamburger SV blickt vor allem deshalb in den Abgrund, weil ihm vor Rückspiel im ausverkauften Wildparkstadion die Stürmer ausgingen. Vor allem um Ivica Olic müssen die Norddeutschen bangen.

Seit Wochen plagen den 35-jährigen Kroaten Rückenschmerzen, am Freitag erlitt er nach der Spritze durch einen Spezialisten einen allergischen Schock.

Mit dem Hubschrauber kam der Notarzt, mit Blaulicht wurde Olic ins Krankenhaus gebracht und eine Nacht überwacht. Neben ihm fehlte am Samstag auch Ivo Ilicevic, Torschütze zum 1:1-Endstand im Hinspiel, wegen Adduktorenbeschwerden beim HSV-Training.

Hauchdünner Strohhalm

Trainer Bruno Labbadia führte ein langes Gespräch mit dem ebenfalls angeschlagenen Torjäger Pierre-Michel Lasogga, der im Vorjahr den HSV gegen Fürth gerettet hatte.

Ein hauchdünner Strohhalm für die HSV-Anhänger ist die Relegationsgeschichte von Dennis Diekmeier: Schon 2009 und 2010 mit dem 1. FC Nürnberg und dann im Vorjahr mit dem HSV glückte ihm das Nachsitzen um die Liga-Zugehörigkeit. "Jetzt will ich mit aller Macht zum vierten Mal in der Relegation erfolgreich sein", sagte der 25-jährige Rechtsverteidiger.

Karlsruhe möchte dies verhindern und die Rückkehr ins Oberhaus nach sechs Jahren Pause perfekt machen. "Wir wollen hier einen genauso beherzten Auftritt hinlegen wie in Hamburg. Mit den eigenen Zuschauern im Rücken werden wir sicher noch einmal eine Schippe drauflegen können", erklärte Trainer Markus Kauczinski.

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