Bayern wollen den nächsten Erfolg in Berlin

Aufmacherbild
 

An Berlin hat Pep Guardiola nur die schönsten Erinnerungen. Zweimal war der spanische Starcoach bisher mit dem FC Bayern in der Hauptstadt - und beide Male kehrte er mit einer wertvollen Trophäe nach München zurück.

In der 13. Runde der deutschen Bundesliga will Guardiola mit seinem Team am Samstag diesen Erfolgslauf fortsetzen. Vier Ex-Meister kämpfen dagegen am Tabellenende um Punkte.

Am 25. März 2014 machte der Rekordchampion mit einem 3:1 gegen Hertha BSC den frühesten Titelgewinn der Bundesliga-Geschichte perfekt. Keine zwei Monate später (17. Mai) konnten die Bayern nach einem dramatischen 2:0 nach Verlängerung gegen Borussia Dortmund mit dem goldenen DFB-Pokal eine Ehrenrunde drehen.

"Langeweile? In der Bundesliga? Nein!"

Am Samstag kehrt Guardiola ins Olympiastadion zurück. Erneut geht es gegen die Hertha, aber diesmal lediglich um den nächsten Schritt zur Herbstmeisterschaft, die bei bereits sieben Punkten Vorsprung auf den Tabellenzweiten VfL Wolfsburg höchstens noch eine Frage des Zeitpunktes sein sollte.

Von großer Langeweile wollte Guardiola aber nichts wissen. "Langeweile? In der Bundesliga? Nein! Warum?", lautete seine Antwort auf entsprechende Fragen.

Die Bayern müssen weiter auf viele Verletzte, darunter auch David Alaba, verzichten, können in Berlin aber wieder auf die zwei ausgeruhten Weltmeister Thomas Müller und Mario Götze setzen, die in der Champions League gegen Manchester City geschont worden waren.

Zwei Niederlagen nacheinander gab es unter Guardiola übrigens noch nie.

Vier Ex-Meister mit Abstiegssorgen

Am Sonntag kommt es zum Duell der beiden Verfolger VfL Wolfsburg (2.) gegen Borussia Mönchengladbach (3.). In der Europa League am Donnerstag hat nur Gladbach mit dem Punkt bei Villarreal Selbstbewusstsein getankt.

"Wenn wir noch eine Schippe drauflegen, können wir auch in Wolfsburg punkten", meinte Gladbach-Verteidiger Roel Brouwers.

Große Clubs, große Sorgen, heißt es dagegen für vier ehemalige Meister, die sich in oder knapp oberhalb der Abstiegszone befinden. Der Hamburger SV, Borussia Dortmund, Werder Bremen und der VfB Stuttgart gewannen insgesamt 23 deutsche Meistertitel - fünf davon in den 2000er-Jahren.

Drei der vier früheren Champions haben in der laufenden Saison schon neue Trainer angeheuert, um unten wieder herauszukommen. Nur Jürgen Klopp soll es beim BVB selbst richten.

Dortmund zu Gast in Frankfurt

"Arbeit, Arbeit - das ist unser Plan", sagte Dortmunds Coach nach dem 0:2 in der Champions League bei Arsenal London und vor dem Sonntags-Gastspiel bei Eintracht Frankfurt.

Vom "perfekten Fußball" will er nichts mehr wissen, was zählt seien allein Ergebnisse. Auswärts konnte der BVB in dieser Saison erst einen "Dreier" einfahren.

Beflügeln soll der Derby-Sieg gegen Bremen (2:0) die Profis des HSV. Dass ein weiterer Erfolg beim FC Augsburg gelingt, ist statistisch gesehen wenig wahrscheinlich: Zwei Siege nacheinander schafften die Hanseaten zuletzt vor 19 Monaten.

Manninger im Augsburger Tor

Unter der Ägide des neuen Coaches Josef Zinnbauer, seit dem 17. September im Amt, sind elf Punkte zu dem einen hinzugekommen, den Vorgänger Mirko Slomka hinterlassen hat. "Die Mannschaft sieht, dass es geht", sagte Zinnbauer.

Den HSV-Angriffen wird sich diesmal Alexander Manninger im Augsburger Tor entgegenstellen.

Der 37-jährige Salzburger steht wegen einer Verletzung von Stammtorhüter Marwin Hirz (Teilriss des hinteren Kreuzbandes) vor seinem Saisondebüt und wird wohl bis Jahresende das FCA-Gehäuse hüten.

Bremen empfängt Paderborn

Bremen setzt auf den Faktor Psychologie: Drei Tage vor dem Heimspiel gegen den SC Paderborn erhielten der neue Chefcoach Viktor Skripnik und Co-Trainer Torsten Frings jeweils Dreijahresverträge.

Illusionen, aus dem Abstiegskandidaten rasch wieder einen starken Herausforderer zu machen, hat das Gespann nicht. Schließlich flößt schon der Aufsteiger Paderborn großen Respekt ein.

"Paderborn hat fast doppelt so viele Punkte wie wir. Ich kann nicht sagen, dass wir der Favorit sind", sagte Skripnik.

Schalke will Wiedergutmachung gegen Mainz

Auf Wiedergutmachung ist Schalke aus. Nach dem 0:5-Debakel gegen Chelsea wollen die Königsblauen die Fans gegen Mainz versöhnen.

"Wir wollen das Kapitel Chelsea schließen und uns auf die nächste Aufgabe konzentrieren. Wir machen momentan zwei Schritte vorwärts und einen Schritt zurück", sagte Trainer Roberto di Matteo.

Der 1. FC Köln unter Trainer Peter Stöger ist nach den Bayern das zweitbeste Auswärtsteam. Das soll auch Bayer Leverkusen zu spüren bekommen.

"Wir werden offensiver als Monaco spielen", versprach Stöger mehr Spektakel als in der Champions League, als Leverkusen gegen Monaco (0:1) erfolglos anrannte.

Programm 13. Runde der deutschen Bundesliga:

Freitag (20.30): Freiburg - VfB Stuttgart (Harnik, Klein)

Samstag: Schalke 04 (Fuchs) - Mainz 05 (ohne Baumgartlinger/verletzt), Bayer Leverkusen - 1. FC Köln (Trainer Stöger, Wimmer), FC Augsburg (Manninger) - HSV, Hertha BSC - Bayern München (ohne Alaba/verletzt), Werder Bremen (Prödl, Junuzovic, Strebinger) - Paderborn (alle 15.30), Hoffenheim - Hannover (Almer) (18.30)

Sonntag: Wolfsburg - Mönchengladbach (Stranzl) (15.30), Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund (17.30)

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen