Unter Dach und Fach: Peter Stöger neuer Köln-Trainer

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Der Kaugummi ist gekaut, der Drops gelutscht!

Jetzt ist es amtlich: Peter Stöger wird neuer Trainer des 1. FC Köln.

Der Transfer-Poker um den Meistermacher der Wiener Austria hat nach zähen Verhandlungen doch noch ein Happy-End gefunden – und zwar für alle Seiten.

Alle sind glücklich

Für Stöger, dem von der Austria zuletzt ein neuer Drei-Jahres-Vertrag mit verbesserten Bezügen angeboten wurde, erfüllt sich der Traum vom Trainer-Engagement im Ausland.

Die Kölner, die am Montag ohne Übungsleiter in die Vorbereitung gestartet waren und dafür mit medialem Spott und Hohn überschüttet wurden, haben endlich einen Nachfolger für Holger Stanislawski.

Und die Violetten vom Verteilerkreis dürfen sich über 700.000 Euro Ablöse freuen.

„Über Summen rede ich nicht“, wollte und will sich Austria-Manager Markus Kraetschmer an den Zahlenspielen nicht beteiligen.

Aus Köln gibt es den in solchen Fällen üblichen Kommentar: „Es wurde Stillschweigen vereinbart!“

Köln-Boss reist noch einmal an

Nachdem Transfer-Manager Jörg Jakobs am Montag via FC-Homepage verlautbart hatte, dass die Rheinländer „einen Plan B im Hinterkopf“ hätten, kam noch einmal Bewegung in die Sache, die am Dienstag zur Chef-Sache wurde.

Nachdem Stöger mit seinem Management am Vormittag Druck auf die Austria-Führung gemacht und auf eine Einigung gedrängt hatte, reisten am Nachmittag Köln-Präsident Werner Spinner und Geschäftsführer Alexander Wehrle noch einmal nach Wien, um den Deal unter Dach und Fach zu bringen.

Laut „Express“ hätte das Duo beinahe seinen Flug verpasst. Am Abend ging es nach der insgesamt vierten Verhandlungsrunde zurück in die Dom-Stadt.

Austria braucht neuen Trainer

Noch ohne den neuen Trainer, da Kraetschmer aufgrund der AG-Struktur zunächst den Austria-Aufsichtsrat über das Ergebnis der Verhandlungen informieren musste, aber mit einer Einigung.

„Köln hat sich bewegt und ein deutlich verbessertes Offert abgegeben. Wir sind jetzt an einem Punkt angekommen, wo es eine Entscheidung geben kann“, verlautbarte der Chef-Verhandler der Wiener.

Der Aufsichtsrat beschloss nach einem weiteren Gespräch zwischen der Austria-Führung und Stöger in den Abendstunden den Transfer des Meistermachers einstimmig.

Kraetschmer muss nun in den nächsten Tagen zahlreiche weitere Gespräche führen, gilt es doch einen neuen Trainer zu finden.

Stöger kein Ersatzkandidat

In Köln ist man froh, dass es mit der Verpflichtung von Peter Stöger doch noch geklappt hat.

„Uns ging es darum, nicht irgendeinen Trainer zu präsentieren, sondern einen, der wirklich zum FC passt und hier langfristig arbeiten kann und will“, so Wehrle.

Dass Stöger nicht erste Wahl gewesen sei, will der Geschäftsführer so nicht gelten lassen.

„Es ist kein Geheimnis, dass wir mit Mike Büskens und Roger Schmidt gesprochen haben, aber sie waren von Anfang an nicht die einzigen auf unserer Liste. Peter Stöger ist kein Ersatzkandidat, sondern der Trainer, den wir haben wollten.“

Weichen werden gestellt

Auf Stöger, der noch am Mittwoch am Geißbockheim präsentiert wird, kommt viel Arbeit zu.

Einerseits gilt es den Trainerstab zusammenzustellen, dem wahrscheinlich sein Austria-Co Manfred Schmid angehören wird, andererseits geht es darum am Transfermarkt aktiv zu werden.

Der 47-Jährige führte bereits Vorgespräche mit Kölns Transfer-Manager Jakobs.

Mit dem 20-jährigen Maximilian Thiel von Wacker Burghausen wurde bereits ein Spieler verpflichtet.

Das Stöger-Versprechen

Weitere sollen folgen: „Marcel Risse hat großes Interesse zu uns zu kommen, aber er hat das von der Trainer-Entscheidung abhängig gemacht. Mit Anthony Ujah, der ebenfalls abwarten wollte, werden wir jetzt die Gespräche weiterführen“, so Jakobs.

Philipp Hosiner und Markus Suttner, die beiden heißesten Transfer-Aktien der Austria in diesem Sommer, werden dagegen nicht zum 1. FC Köln wechseln.

Denn eines hat Peter Stöger, der bereits im Flieger sitzt, versprochen: „Ich nehme keinen Spieler von der Austria mit!“

 

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