Djuricin darf nicht zur Austria

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Hertha-Machtwort: Marco Djuricin bleibt in Berlin!

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Es ging hoch her, Mitte der Woche, bei der Mitgliederversammlung von Hertha BSC Berlin.

Der folgenschwere Platzsturm vom Relegations-Spiel gegen Fortuna Düsseldorf wurde heiß diskutiert.

Danach sprach sich die Mehrheit der 3.199 anwesenden Mitglieder gegen weitere juristische Schritte nach den Ausschreitungen und also den Gang vor das Ständige Schiedsgericht aus.

Zwar ist das Votum nicht bindend, es ist aber davon auszugehen, dass der Hauptstadt-Klub nächste Saison in der zweiten Liga kickt – und dort einen Neuanfang startet.

"Djuricin bleibt bei Hertha"

Um Thomas Kraft, Peter Niemeyer und Fabian Lustenberger soll eine neue, junge Mannschaft aufgebaut werden.

Mit dem österreichischen U21-Teamspieler Marco Djuricin. Denn entgegen einer Meldung der „B.Z.“ wird der 19-Jährige nicht zur Wiener Austria wechseln.

Seit die „Ente“ den Weg in die Zeitung und auf die diversen Internet-Portale fand, klingelt das Telefon von Djuricin-Manager Alexander Sperr unaufhörlich.

„Stand heute ist, dass Marco Vertrag bei Hertha BSC hat und beim Verein bleibt. Das wird auch der Stand in zwei Wochen sein“, so der Spielerberater im Gespräch mit LAOLA1.

Absage und zweiter Anlauf

Die „Alte Dame“ erteilt den Violetten also eine Absage.

„Austria hat letzte Woche offiziell bei Manager Michael Preetz angefragt, ist den korrekten Weg gegangen, da Marco ja noch zwei Jahre Vertrag in Berlin hat. Preetz hat aber bereits einen Tag später per Mail abgesagt.“

FAK-Vorstand Thomas Parits nahm nach LAOLA1-Informationen noch einen zweiten Anlauf, aber keine Chance.

Luhukay setzt auf zwei Spitzen

Sperr hat die schlechte Nachricht von finalen "Nee" der Berliner noch nicht überbracht, weiß aber nach einem Telefonat mit Manager Preetz bereits, dass „die Hertha bei der Mission Wiederaufstieg stark auf Marco baut.“

Der neue Trainer Jos Luhukay möchte ein 4-4-2-System spielen lassen und setzt damit anders als Vorgänger Otto Rehhagel auf zwei Stürmer.

„Das System mit nur einer Spitze war tödlich, aber in einem 4-4-2 kann er seine Stärken voll ausspielen.“

Vertrauen und Rückennummer

Marco Djuricin, der zur Zeit beim U21-Nationalteam weilt, das nächsten Dienstag in der EM-Qualifikation auf Luxemburg trifft, hat bereits das Vertrauen und die „Beförderung“ zu den Profis von Luhukay ausgesprochen bekommen.

Auch wurde seine Rückennummer in die erste Mannschaft aufgenommen.

Jetzt liegt es am Spieler selbst, die Chance zu nützen. „Es ist wichtig, dass er eine Top-Vorbereitung macht und vom ersten Tag an Gas gibt. Marco muss das Beste daraus machen“, so Sperr, der aber natürlich weiß, dass die aktuelle eine Win-Win-Situation für seinen Schützling ist.

"Wäre für 15 bis 20 Tore gut"

„Hertha ist immer noch ein Top-Verein und wird alles daran setzen, möglichst schnell wieder in die Bundesliga zurückzukehren. Und wenn er da als 19-Jähriger seinen Teil beitragen kann, wäre das natürlich sensationell.“

Aber auch die Wechsel-Variante Austria Wien wäre für Manager Sperr eine reizvolle gewesen.

„Das hätte auch sehr gut gepasst! Mit dem neuen Trainer Peter Stöger wäre es eine perfekte Konstellation gewesen, in der Marco sicher für 15 bis 20 Tore gut gewesen wäre.“

 

Stephan Schwabl

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