No "Van", no Fun?

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Den Niederländern fehlt das "Van"

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Egal ob aus den Teamcamps, von den Trainingsplätzen, direkt aus dem Stadion oder vom Geschehen rundum des Turniers - hier findest du täglich die kuriosesten und wichtigsten WM-Splitter.

Die Sperre von Kapitän Robin van Persie gegen Chile macht es möglich: Erstmals seit fast zwei Jahrzehnten werden die Niederlande am Montag ein Spiel ohne einen Akteur bestreiten, dessen Nachnamen mit "Van" beginnt. Zuletzt war dies 1996 im Freundschaftsspiel gegen China der Fall, seither sind laut Angaben des "Algemeen Dagblad" 221 Partien vergangen. Zumindest an der Seitenlinie wird mit Trainer Louis van Gaal ein Vertreter mit typisch niederländischem Namen zu finden sein.


Der deutsche Fußball-Teamspieler Thomas Müller kann sich über einen Sieg seines Galopprennpferdes "El Tren" in Bremen freuen. Der dreijährige Hengst gewann am Sonntag in der Vahr mit Jockey Jozef Bojko im Sattel beim dritten Start schon sein zweites Rennen. "El Tren" gehört einer Besitzergemeinschaft der Fußballer Müller, Claudio Pizarro und Tim Borowski. 5.000 Euro betrug die Siegprämie für das von Andreas Wöhler in Gütersloh trainierte Pferd.

 

Neunmal schoss Edin Dzeko bei der Weltmeisterschaft auf das Tor, einen Volltreffer landete er für Bosnien-Herzegowina aber nicht. Kein Spieler ist bei der WM nach Angaben des Sportdaten-Dienstleisters Opta bisher so ineffektiv im Abschluss wie der einstige Torschützenkönig der deutschen Fußball-Bundesliga. Pech für Dzeko: Beim 0:1 gegen Nigeria wurde ihm ein regulärer Treffer aberkannt.

 

Ein US-Tourist kann nun doch noch das WM-Spiel in Manaus zwischen der Schweiz und Honduras besuchen. Der 51-Jährige vergaß in einem Taxi ein ganzes Paket an Dokumenten mit Ausweis und zwei Tickets für das Spiel vom Mittwoch. Fahrer Roberto Ramos fand das kostbare Gut in seinem Wagen. Der 39-Jährige sorgte dafür, dass der Tourist wieder zu seinem Besitz kam. "Das ist meine Einstellung", begründete Ramos seine ehrliche Art. "Ich bin ihm sehr dankbar. Er hat mir mein Leben gerettet", meinte der schusselige US-Amerikaner überglücklich.

 

Auf diesen Edel-Fan wären sicher auch andere stolz: Superstar Rihanna hat sich als Anhängerin der deutschen Fußball-Nationalmannschaft geoutet. Insbesondere scheint ihr Herz für Stürmer Miroslav Klose zu schlagen. Nach Kloses Treffer zum 2:2 im WM-Spiel gegen Ghana twitterte Rihanna begeistert: "My nigga Klose" - was soviel bedeutet wie "Mein Kumpel Klose". Wenig später sendete sie ein gemeinsames Foto der beiden mit der Überschrift: "Da German bae" - "Das deutsche Babe".

 

Wie Miroslav Klose erzielte auch Brasiliens einstiger Stürmerstar Ronaldo sein 15. WM-Tor gegen Ghana - im nächsten Spiel schied Ronaldo mit der Selecao aus. 2006 traf er in Dortmund beim WM-Achtelfinale Brasiliens in Dortmund zum 1:0 beim 3:0-Sieg. Im folgenden Viertelfinale in Frankfurt war beim 0:1 gegen Frankreich dann Schluss. Auch für die deutsche Mannschaft könnte die WM in Brasilien nach dem nächsten Spiel beendet sein. Durch das 2:2 gegen Ghana ist am Donnerstag beim Vorrunden-Abschluss gegen die USA ein Unentschieden nötig, um ein frühes Aus sicher zu vermeiden.

 

Diese WM-Erinnerungen halten vermutlich das ganze Leben lang: Begeistert vom stürmischen Offensivfußball seiner "Elftal" hat sich der niederländische Sänger Andre Pronk zwei neue Tattoos in den Rücken stechen lassen. Eines zeigt das etwas grantige Konterfei von Bondscoach Louis van Gaal, direkt darunter fliegt Stürmer Robin van Persie wie beim 1:1 gegen Spanien zum Kopfball.

 

Der kolumbianische Torhüter Faryd Mondragon hat im WM-Quartier der "Seleccion" in Cotia seinen 43. Geburtstag gefeiert. "Wenn mich vor zwei oder drei Jahren jemand gefragt hätte, ob ich mich mit 43 Jahren bei der Weltmeisterschaft sehe, wäre ich ehrlich gewesen und hätte Nein gesagt", erklärte der älteste WM-Spieler am Samstag. Mondragon saß bisher nur auf der Ersatzbank, sollte ihn Trainer Jose Pekerman für das Spiel am Dienstag gegen Japan aufstellen, wäre Mondragon der älteste Spieler, der jemals bei einer WM zum Einsatz kam. Derzeit hält den Rekord der Kameruner Roger Milla, der 1994 bei der WM in den USA mit 42 Jahren spielte.


Einige Kinder und Jugendliche haben beim Training von Brasiliens Team auf dem Übungsgelände "Granja Comary" in Teresopoliden den Zaun am Camp überklettert und sind den Sicherheitskräften entwischt. Die Spieler um Stürmerstar Neymar waren schon auf dem Weg in die Kabine, ein paar gaben den jungen Fans noch Autogramme und sprachen mit ihnen. Am Rande des Trainingsplatzes der Selecao stehen mittlerweile an die tausend Zuschauer, obwohl diese eigentlich ausgeschlossen sind. Doch zu der Nobel-Anlage gehören auch einige Privathäuser nahe der beiden Rasenplätze, und deren Bewohner kann der brasilianische Verband schlecht verbannen. Sie schleppen Tag für Tag mehr Freunde und Familienangehörige an, die sich an den Zäunen drängen. Ansonsten ist das "Granja Comary" weiträumig abgesperrt.


Die nigerianischen Medien haben im Rahmen der Partie ihrer Nation gegen Bosnien (1:0-Sieg für die Afrikaner) ihren Protest gegenüber Boko Haram zum Ausdruck gebracht. Radiojournalist Eneka Odikpo hatte unter Kollegen, Fans und sogar Team-Offiziellen 250 T-Shirts mit dem Aufdruck "The World Unites Against Boko Haram" verteilt. Die militante Islamistengruppe ist in Nigeria für zahlreiche blutige Anschläge und Entführungen von Mädchen verantwortlich.


Messis Tor ist knapp an die Rote Karte von Pepe herangekommen. In der Minute nach dem entscheidenden Tor des argentinischen Superstars am Samstag gegen Iran wurden auf Twitter 256.246 Nachrichten gesendet. Den Rekord bei dieser WM hält aber nach wie vor Pepe, der Portugiese "kassierte" beim Ausschluss im Spiel gegen Deutschland 261.026 Tweets.

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