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Völler vs. DFB: "Was zu viel ist, ist zu viel"

Dass Deutschland, Österreichs Gegner in der WM-Qualifikation, am kommenden Mittwoch gegen die Niederlande testet, stößt im Nachbarland nicht nur auf Gegenliebe.

So kritisierte Bayer Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler die Auswahl eines so hochkarätigen Kontrahenten in einem Kommentar für den "kicker" explizit: "Was zu viel ist, ist zu viel."

"Müssen nicht immer Niederlande sein"

"Es müssen nicht immer die Niederlande sein, es kann auch mal ein Gegner sein, der es dem Bundestrainer erlaubt, auf Spieler zurückzugreifen, die nicht so sehr beansprucht sind", meinte Völler weiter.

Eine Woche nach dem Niederlande-Test stehen für alle Nationalspieler mit ihren Clubs entscheidende Spiele in Champions-und Europa League an.

Bierhoff kontert

Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff und DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock wiesen die Völler-Kritik schnell zurück.

"Für die Weiterentwicklung unserer Mannschaft ist es enorm wichtig, sich auch außerhalb der Qualifikations- und Turnierphasen mit starken Teams zu messen", sagte Bierhoff am Donnerstag in einer Mitteilung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

Test als Stimmungsmache

In den vergangenen Jahren erlaubte Löw, der seinen Kader am Freitag bekannt gibt, einigen Protagonisten eine November-Pause und testete potenzielle Ersatzkandidaten.

Doch diesmal geht es nach EM-Frust und der Panne beim 4:4 gegen Schweden in der WM-Quali um mehr.

Ein Ausrufezeichen wie das brillante 3:0 gegen die Niederlande vor genau einem Jahr wäre ideal zur allgemeinen Stimmungsaufheiterung und würde Debatten um vermeintlich falsche Mentalität und fehlendes Führungspotenzial in der DFB-Auswahl nicht über den Jahreswechsel ziehen.

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