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Präsident mahnt Nationalspieler zu Respekt

Der französische Präsident Francois Hollande findet zum Nationalfeiertag harte Worte für die "Equipe Tricolore".

"Wenn man Mitglied der französischen Nationalmannschaft ist, muss man das Trikot respektieren, das Publikum respektieren, die gegnerische Mannschaft respektieren", sagte Hollande am Samstag in einem TV-Interview anlässlich des 14. Juli.

"Es sind nicht die Ergebnisse, die man beurteilt, sondern das Verhalten. Wenn man das Trikot der französischen Nationalmannschaft trägt, muss man sublimiert sein", betonte Hollande, der ein großer Fußball-Fan ist und fügte in Bezug auf die Militärparade auf den Champs-Elysees hinzu:

"Sehen Sie sich die Militärs an, die aufmarschiert sind. Sie verdienen nicht notgedrungen viel, und sie sind dazu bereit, ihr Leben zu opfern. 83 Soldaten sind in Afghanistan gestorben."

Vorbild Spanien

Allerdings sei es "nicht bloß eine Geldfrage".

"Die Spanier, die die EM gewonnen haben, werden sehr gut bezahlt, aber haben Sie gesehen, wie sie kollektiv gespielt haben? (...) Spanien geht es wirtschaftlich nicht gut, aber die Mannschaft hat dem Land sicher gut getan, all jenen, die leiden."

Als Spieler der Nationalmannschaft müsse man "auch an all jene denken, die leiden", so Hollande.

Schlechtes Bild bei der EURO

Im Rahmen der EM, bei der die Franzosen im Viertelfinale ausschieden, hatten sich zahlreiche Akteure der "Bleus" Ausraster und Undiszipliniertheiten geleistet.

Der Verband (FFF) leitete gegen Samir Nasri, Hatem Ben Arfa, Jeremy Menez und Yann M'Vila Disziplinarverfahren ein. Diese sollen am 27. Juli verhandelt werden.

Schon bei der WM 2010 hatten sich die Franzosen mit einer Meuterei im eigenen Team blamiert.

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