Stürmer, Fußball-Botschafter, Teamchef

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Julio Cesar Dely Valdés.

Langjährigen Kennern des spanischen Fußballs ist dieser klangvolle Name noch ein Begriff.

Von 1997 bis 2003 sorgte der Stürmer in den Strafräumen von Sevilla bis Bilbao für Gefahr und verpasste 1999 im Dress von Real Oviedo mit 19 Treffern nur knapp die Torjägerkrone.

Bei seinem letzten Verein in La Liga, dem FC Malaga, machte er als Co-Trainer auch Erfahrungen auf dem Gebiet, das ihn nun mit seiner alten fußballerischen Heimat konfrontiert.

Dely Valdes ist mittlerweile nämlich Teamchef seines Geburtslandes Panama und fordert mit der Auswahl am Mittwoch den amtierenden Welt- und Europameister.

>>> Panama vs. Spanien, Mittwoch, 22:30 Uhr LIVE auf LAOLA1.tv <<<

Erinnerungen an damals

„Diese Partie ist ein Geschenk, das Spiel muss man genießen. Die beste Nationalmannschaft aller Zeiten als Gegner zu haben, ist etwas, dass nicht jeden Tag passiert“, erklärt der 45-Jährige vor dem freundschaftlichen Test.

Die Tatsache, dass der Angreifer nach seinem Profi-Debüt 1987 dem Fußballsport knapp 20 Saisonen aktiv treu blieb, bedingte, dass er sogar noch selbst gegen einige der heutigen Spanien-Stars selbst antrat.

„Ich spielte gegen Xavi und Iniesta, als der gerade angefangen hatte. Und gegen Casillas. Ich habe ihm sogar ein Tor geschossen. Eine Ehre, dem besten Torhüter des Planeten einen reinzumachen“, finden die Lobeshymnen kein Ende.

Der Fußball am Vormarsch

An eine Überraschung gegen den Favoriten, der einigen seiner Stammkräfte die Reise nach Mittelamerika erspart, glaubt Dely Valdes nicht: „Spanien hat immer eine große Verantwortung, wo immer sie auch spielen. Die Titel, die sie verdienterweise tragen, müssen sie auf die beste Art verteidigen.“ Dennoch ist Panama bei weitem kein chancenloser Fußballzwerg mehr.

Im FIFA-Ranking belegt das Mitglied der CONCACAF-Region aktuell Platz 46 und liegt damit vor Mannschaften wie Venezuela (48), Nigeria (57), Kamerun (62) und nicht zuletzt Österreich (68).

"Beste Nationalmannschaft aller Zeiten"

Erfolge beim Gold-Cup, dem nord- und mittelamerikanischen Gegenstück zur EURO, sorgen dafür, dass Fußball im knapp 3,5 Millionen Einwohner zählenden Land ständig an Bedeutung gewinnt.

Eine Entwicklung, an welcher der ehemalige Legionär in Uruguay (Nacional), Italien (Cagliari), Frankreich (PSG) und eben Spanien mitverantwortlich ist.

Helden einer Fußball-Nation

„Früher waren wir zu viert, die Fußball gespielt haben. Es ist ein Wunder, dass jemand den Sprung ins Ausland geschafft hat“, erinnert sich Dely Valdes an die späten 80er Jahre.

1986 wechselte mit Rommel Fernandez, bis zu seinem frühen Unfalltod 1993 unter anderem bei Teneriffa, Valencia und Albacete aktiv, der erste Panamaer nach Europa und ebnete so nachfolgenden Generationen den Weg.

„Der Wechsel von Rommel und auch meiner waren sehr wichtig für das Wachsen des panamaischen Fußballs. Jetzt haben wir mehr als 20 Spieler im Ausland“, freut sich der Teamchef über den Fundus an Legionären.

„In Sachen Zuschauerzuspruch glaube ich, dass wir Baseball und Basketball, die Haupt-Sportarten unseres Landes, bereits eingeholt haben.“

Gelingt am Mittwochabend wider Erwarten die Sensation, übernimmt der Fußball wohl endgültig die Führung.

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Christian Eberle

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