Uruguay legte Einspruch gegen Suarez-Strafe ein

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Eine Woche nach der Sperre von Stürmerstar Luis Suarez hat Uruguays Fußball-Verband Einspruch gegen die Strafe eingereicht und erhält dabei Unterstützung von FIFA-Vize Julio Grondona.

Der Weltverband bestätigte am Donnerstag, dass sich nun die FIFA-Berufungskommission mit dem Fall beschäftigen werde.

Kein Zeitlimit

Ein Zeitlimit für eine Entscheidung gibt es für das Gremium aber nicht, womit Suarez vorerst weiter für insgesamt vier Monate von allen Fußball-Aktivitäten verbannt bleibt.

Suarez war nach seiner Beißattacke gegen Giorgio Chiellini im WM-Spiel gegen Italien (1:0) von der FIFA-Disziplinarkommission außerdem auch noch für neun Pflichtländerspiele gesperrt worden.

Der einflussreiche argentinische Verbandspräsident Grondona kritisierte am Donnerstag die Sanktion als übereilt und forderte ein maßvolleres Urteil.

"Wer über Luis Suarez entschieden hat, tat dies hastig", sagte der Stellvertreter von FIFA-Chef Joseph Blatter dem Radiosender Cadena Cope. Es sei eine Angelegenheit, die gründlich analysiert werden müsse. "Die Berufungskommission muss bei seiner Beschwerde berücksichtigen, den Betroffenen zu rehabilitieren anstatt ihn zu töten."

"Es ging um Gerechtigkeit"

Claudio Sulzer, Leiter der Disziplinarkommission, betonte, dass es im Fall des Wiederholungstäters nicht darum gegangen sei, "ein Exempel zu statuieren. Es ging darum, Gerechtigkeit walten zu lassen", sagte Sulzer.

Allerdings ist es Suarez schon derzeit möglich, medizinische Tests zu absolvieren - damit stünde einem Wechsel zum FC Barcelona arbeitsrechtlich nichts im Wege.

Sollte allerdings die Sperre aufrecht bleiben, wäre der 27-Jährige nicht nur für die komplette Copa America 2015 gesperrt, sondern würde auch mindestens in den ersten beiden Qualifikationsspielen Uruguays für die WM-Endrunde 2018 in Russland fehlen.

Zudem müsste sein alter oder neuer Club die ersten Partien in der Champions League auf den Torschützenkönig der vergangenen Premier-League-Saison verzichten.

Barca will Suarez

Dass Suarez weiterhin für den Liverpool FC aufläuft, erscheint derzeit immer unwahrscheinlicher. Englischen Medienberichten zufolge legte "Barca" den "Reds" zuletzt ein Angebot in Höhe von 88 Millionen Euro vor.

Zudem sollen die Katalanen bereit sein, den chilenischen Teamstürmer Alexis Sanchez nach Liverpool ziehen zu lassen. Ein erstes Treffen in Liverpool zwischen Vereinsvertretern wurde als produktiv beschrieben.

Zuletzt hatte sich schon Barcelonas Sportdirektor Andoni Zubizarreta auffallend positiv über Suarez nach dessen öffentlicher Entschuldigung bei Chiellini geäußert.

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