Last-Minute-Sieg für Belgien

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Belgien sichert sich das Achtelfinal-Ticket

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Der als Geheimfavorit gehandelte WM-Teilnehmer Belgien hat sein Achtelfinalticket vorzeitig sicher.

In einer über weite Strecken schwachen Partie in Gruppe H feierten die "Roten Teufel" gegen Russland am Sonntag in Rio de Janeiro einen 1:0-(0:0)-Erfolg, blieben dabei neuerlich vieles schuldig.

Spätes Tor sichert Sieg

Den Sieg stellte erst ein spätes Tor von Divock Origi (88.) sicher, Russland muss um den Aufstieg bangen.

Die Partie vor 74.700 Zuschauern im "Fußball-Tempel" Maracana steuerte bereits auf ein 0:0 zu, als Belgien mit einem späten Energieanfall die Partie noch zu seinen Gunsten wendete.

Großen Anteil an Origis Tor hatte Eden Hazard, der davor großteils abgetaucht war. Belgien kann nun entspannt ins letzte Gruppenspiel gegen Südkorea gehen, die Russen stehen ebenfalls am Donnerstag gegen Algerien hingegen schwer unter Druck.

Wilmots und Capello stellen um

Belgiens Teamchef Marc Wilmots hätte wohl schon wesentlich früher alles klargemacht.

Er stellte die beiden Matchwinner gegen Algerien, Fellaini und Mertens in die Startelf und ersetzte links in der Abwehr Vertonghen durch Vermaelen - ein Wechsel, der aufgrund einer Blessur des "Neuen" aber nach 30 Minuten wieder rückgängig gemacht wurde. Auch Kapitän Kompany stand nach seiner Leistenblessur zur Verfügung.

Russlands Trainer Fabio Capello brachte zwei neue Akteure. Kozlov und Kanunnikov spielten von Beginn an, Kerzhakov sowie Dzagoev, die beim 1:1 gegen Südkorea als Joker für Schwung gesorgt hatten, saßen vorerst auf der Bank.

Belgien spielt, Russland hat die Chancen

Dementsprechend defensiv orientiert legten die Russen ihr Spiel auch an, versuchten lediglich mit vereinzelten Nadelstichen zum Erfolg zu kommen.

Und doch hatten sie durch einen Kokorin-Kopfball knapp neben das Tor kurz vor der Pause (42.) die beste Chance in der ersten Hälfte. Auch ein Faizulin-Schuss aus 18 Metern, den Courtois parierte, konnte die Sbornaja auf ihrer Habenseite verbuchen.

Belgien tat deutlich mehr für die Offensive, hatte mit dem quirligen Mertens aber nur einen Alleinunterhalter auf der rechten Seite.

Der Mann vom SSC Napoli wurde einmal in guter Position geblockt (2.), schoss zweimal daneben (20., 22.) und fand in Akinfejew seinen Meister (36.). Lukaku, De Bruyne und Hazard waren großteils abgemeldet.

Zudem hatten die Belgier etwas Glück, als Alderweireld im Strafraum Kannunikov etwas ungeschickt attackierte (27.): Die Pfeife des Deutschen Schiris Brych blieb bei dem freilich nur schwer zu sehenden Vergehen still.

Belgien Russland
Ballbesitz 50.8% 49.2%
Zweikämpfe 53.7% 46.3%
Eckbälle 5 8
Torschüsse 12 12
Torschüsse außerhalb Strafraum 5 6
Torschüsse innerhalb Strafraum 7 6
Kopfballchancen 1 2
Abseits 7 0
Fouls 14 9

Pfiffe für die Teams

Russland eröffnete die zweite Hälfte mit deutlich mehr Schwung, kam vorerst aber auch nur zu einem verhunzten Schuss Glushakovs (52.).

Der Anfangselan flaute bald wieder ab, nach etwas mehr als 60 Minuten gellten die ersten Pfiffe durchs Maracana.

Belgien präsentierte sich nach vorne völlig harmlos, Russland trat neuerlich durch einen erfolglosen Schussversuch Glushakovs (74.) in Erscheinung.

Hazard macht den Unterschied

Die beste russische Chance in den zweiten neunzig Minuten fand der eingewechselte Eshchenko vor, der den Ball von der Strafraumgrenze aber ganz knapp am langen Eck vorbei setzte (82.).

Mirallas knallte dann einen Freistoß an die Stange (84.), kurz darauf verzog Hazard nach einem sehenswerten Strafraumdribbling (85.) und der Chelsea-Profi bereitete schließlich mit Elan und Gefühl das Siegestor durch Origi (88.) vor.

Mirallas hatte in der Nachspielzeit allein gegen Akinfeev sogar noch das 2:0 am Fuß (92.).

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