Frankreich startet mit breiter Brust gegen Honduras

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In Frankreich hat man nach starken WM-Tests wieder zu träumen begonnen.

Bei der Endrunde in Brasilien muss die "Equipe Tricolore" beweisen, dass sie auch ohne ihren verletzten Superstar Franck Ribery reüssieren kann.

Die Zuversicht vor dem Auftakt am Sonntag (21.00 Uhr MESZ) in Porto Alegre gegen Honduras ist groß. Vor der physischen Spielweise der Mittelamerikaner sind die Franzosen aber gewarnt.

Keine Unstimmigkeiten mehr

Die Unstimmigkeiten der Vergangenheit sollen endgültig der Vergangenheit angehören.

Frankreichs Teamchef Didier Deschamps hat aus dem zerstrittenen Haufen wieder eine Einheit geformt - eine, die stark genug sein soll, um auch den Ausfall von Ribery zu verkraften.

Ohne den Flügelspieler von Bayern München fertigten die Franzosen zuletzt bei der WM-Generalprobe Jamaika mit 8:0 ab.

Stürmerstar Karim Benzema kann zugunsten von Olivier Giroud im Zentrum auf den linken Flügel ausweichen, dazu kommt Youngster Antoine Griezmann als zusätzliche Alternative.

Es muss auch ohne Ribery gehen

"Es liegt an uns, zu zeigen, dass wir auch ohne Franck Ribery erfolgreich sein können. Das französische Team ist ein Kollektiv", betonte Deschamps. Das war nicht immer so.

Unvergessen sind der Trainingsboykott bei der WM 2010. Auch die EM 2012 war von internen Querelen begleitet.

Mittlerweile hat die junge Garde Einzug gehalten - allen voran Paul Pogba. Der exzentrische Mittelfeldspieler von Juventus Turin hat seinen Wert für die Mannschaft zuletzt heruntergespielt.

"Ich bin kein Star und werde niemals ein Star sein", erklärte der 21-Jährige, der den kampfstarken Honduranern im zentralen Mittelfeld mit Blaise Matuidi und Yohan Cabaye Paroli bieten soll. Pogba: "Wir können hier den Titel holen."

Der Respekt vor Honduras, immerhin vor Mexiko Dritter der Mittelamerika-Qualifikation, ist allerdings da.

"Sie haben Fähigkeiten für den Kampf. Sie sind gerüstet, das wissen wir", versicherte Deschamps, der sich auf ein Geduldsspiel gegen einen defensiven Gegner einstellt - und einige Härte.

"Wenn jemand die Grenze überschreitet, wird das sanktioniert. Da mache ich mir keine Sorgen."

Honduras wartet auf ersten Sieg

Lediglich auf ihre Physis wollen sich die Honduraner um die England-Legionäre Maynor Figueroa (Hull City), Wilson Palacios (Stoke City) und Roger Espinoza (Wigan Athletic) nicht reduzieren lassen.

"Wir sind nicht Frankreich, Brasilien, Argentinien oder England", sagte Mittelfeldspieler Espinoza. "Nur weil wir klein sind, sagen die Leute, dass wir zu hart spielen. Das machen sie doch nur, um den Schiedsrichter zu beeinflussen."

Die Honduraner wollen bei ihrer dritten WM-Teilnahme endlich den ersten Sieg einfahren. 2010 in Südafrika hatte es nur zum Abschluss gegen die Schweiz, auch diesmal dritter und letzter Gruppengegner, einen Punktegewinn gegeben (0:0).

Die Ansprüche der Franzosen, 1998 im eigenen Land Weltmeister, sind andere. "Träumen ist erlaubt", titelte die Sportzeitung "L'Equipe" schon zu Wochenbeginn.

Frankreich - Honduras
21.00 Uhr MESZ, Porto Alegre, Estadio Beira-Rio, SR Ricci/Brasilien

Frankreich: 1 Lloris - 2 Debuchy, 4 Varane, 5 Sakho, 3 Evra - 6 Cabaye, 14 Matuidi, 19 Pogba - 8 Valbuena, 9 Giroud, 10 Benzema

Ersatz: 16 Ruffier, 23 Landreau - 13 Mangala, 15 Sagna, 17 Digne, 21 Koscielny, 12 Mavuba, 18 Sissoko, 22 Schneiderlin, 7 Cabella, 11 Griezmann, 20 Remy

Teamchef: Didier Deschamps

Honduras: 18 Valladares - 21 Beckeles, 5 Bernardez, 3 Figueroa, 7 Izaguirre - 17 Najar, 19 Garrido, 8 W. Palacios, 15 Espinoza - 11 Bengtson, 13 Costly

Ersatz: 1 Lopez, 22 Escober - 2 Chavez, 4 Montes, 6 J. C. Garcia, 9 J. Palacios, 10 M. Martinez, 12 Delgado, 14 Boniek, 20 Claros, 23 Chavez, 16 R. Martinez

Teamchef: Luis Suarez

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