Italien und Uruguay duellieren sich ums Achtelfinale

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Die WM-Gruppenphase biegt auf ihre Zielgerade ein.

In der Gruppe D kommt es dabei zum Showdown zwischen Italien und Uruguay - einer der beiden Weltmeister fliegt, der andere begleitet Costa Rica ins Achtelfinale.

Um 22 Uhr geht es schließlich darum, welches Team aus Gruppe C sich neben Kolumbien für die Runde der letzten 16 qualifiziert. Sowohl die Elfenbeinküste, als auch Japan und Griechenland dürfen sich noch Chancen ausrechnen.

Die kompakte Vorschau auf die vier Spiele:

ITALIEN - URUGUAY

(Dienstag, 18:00 Uhr MESZ, Natal, Arena das Dunas, SR Marco Rodriguez/MEX)


DIE AUSGANGSLAGE:

Nach der überraschenden Niederlage gegen Costa Rica benötigt Italien gegen Uruguay mindestens einen Punkt, ansonsten muss sich die „Squadra Azzurra“ wie schon 2010 nach der Vorrunde verabschieden. Mit einem Dreier wäre sogar noch der Gruppensieg drin, vorausgesetzt die bereits ausgeschiedenen Engländer leisten gegen Costa Rica Schützenhilfe. Uruguay muss aufgrund der schlechteren Tordifferenz hingegen gewinnen, andernfalls müssen die „Celeste“ die Heimreise antreten.

DAS SAGEN DIE TRAINER:

Cesare Prandelli: „Wir sind noch im Rennen und müssen positiv denken. Das wird das wichtigste Spiel meines Lebens, es ist mit keiner anderen Partie vergleichbar, die ich bisher erlebt habe.“

Oscar Tabarez: „Diese Mannschaft hat schon oft bewiesen, dass sie unter Druck die richtigen Antworten findet. Es wird ein schweres Spiel, aber es ist machbar für uns.“



PERSONELLES:

Bei den Italienern wird es nicht nur zu personellen Änderungen kommen, auch die taktische Formation dürfte modifiziert werden. Prandelli ließ zuletzt im Training den Juve-Block um Giorgio Chiellini, Andrea Barzagli und Leonardo Bonucci spielen, was auf eine Dreierkette hinweist.

Im rechten Mittelfeld könnte der wiedergenesene Mattia De Sciglio vom AC Milan sein WM-Debüt feiern, Marco Verratti wird den weiter verletzten Daniele De Rossi im defensiven Mittelfeld ersetzen. Im Sturm spekulieren italienische Medien mit der Doppelspitze Mario Balotelli/Ciro Immobile, aber auch die etwas defensivere Variante mit Antonio Candreva oder Antonio Cassano als Partner des Milan-Angreifers ist denkbar.

Oscar Tabarez hingegen wird wahrscheinlich derselben Elf das Vertrauen schenken, die England besiegt hat. Ein kleines Fragezeichen steht noch hinter Luis Suarez, der Torjäger hat allerdings bereits angekündigt, fit für das Spiel zu sein.

DAS SAGEN DIE SPIELR:

Gianluigi Buffon: „Es ist wie ein Achtelfinale mit zwei von drei möglichen Ergebnissen, die uns reichen. Das ist gar nicht so schlecht, wie es scheint. Das ist mein zehntes großes Turnier mit Italien, nur einmal waren wir vor dem letzten Gruppenspiel qualifiziert.“

Alvaro Gonzalez: „Italien hat individuelle Klasse und ist als Mannschaft stark. Wenn sie ihr Potenzial abrufen, wird es schwer, aber wir glauben daran, dass wir es schaffen können.“


Italien

Uruguay

Hauptstadt

Rom

Montevideo

Einwohner

60,02 Mio.

3,29 Mio.

Fläche

301.338 km²

176.215 km²

Konföderation

UEFA

CONMEBOL

Weltrangliste

9.

7.

WM-Teilnahmen

18

12

Teamchef

Cesare Prandelli

Oscar Tabarez

COSTA RICA - ENGLAND

(Dienstag, 18.00 Uhr MESZ, Belo Horizonte, Mineirao-Stadion, SR Djamel Haimoudi/ALG)


DIE AUSGANGSLAGE:

Wer hätte gedacht, dass diese Partie für England nur noch ein Schaulaufen vor dem Heimflug sein würde, während Costa Rica um den Gruppensieg kämpft? Den Mittelamerikanern reicht für dieses Husarenstück in der "Weltmeister-Gruppe" ein Punkt. Den wollen sie auch unbedingt einfahren, um bei der zweiten Achtelfinal-Teilnahme nach 1990 Kolumbien als Gegner zu vermeiden. Für England hat die Begegnung nach den beiden bitteren Niederlagen gegen Italien und Uruguay nur Freundschaftsspiel-Charakter, in dem viele bisherige Reservisten eine Chance bekommen.

DAS SAGEN DIE TRAINER:

Jorge Luis Pinto: "Die Veränderungen bedeuten nicht, dass die Gruppenphase für uns schon vorbei ist, wir wollen trotzdem gewinnen. Wir sind noch nicht fertig. Wir werden noch drei, vier Matches hier haben. Da bin ich mir sicher."

Roy Hodgson: "Ich will allen unseren Spielern etwas Einsatzzeit geben, das haben sie sich verdient. Diese Spieler spielen, weil ich an sie glaube, weil sie gut sind. Und nicht, weil sie unsere Zukunft sind. Wir wollen zeigen, dass wir mithalten können. Wir werden ein anderes Team als in den ersten beiden Spielen sehen."



PERSONELLES:

Entgegen seinen Gewohnheiten hat Hodgson seine Startelf schon einen Tag vor dem Spiel verraten und in dieser finden sich zahlreiche neue Akteure. Frank Lampard fungiert noch einmal als Kapitän, der Routinier wird nach der WM wohl zurücktreten. Gespannt sein darf man auf das WM-Debüt von Linksverteidiger Luke Shaw. Der erst 18-Jährige zählt zu jenen Akteuren, denen die Zukunft bei den "Three Lions" gehören soll. Auch auf Seiten Costa Ricas wird es das eine oder andere neue Gesicht zu beobachten geben, weil Teamchef Pinto einigen etablierten Kräften eine Pause gönnen will. Gut möglich, dass Leistungsträger wie Joel Campbell oder Bryan Ruiz diesmal nur auf der Bank sitzen werden.

DAS SAGEN DIE SPIELR:

Celso Borges: „Wir haben Geschichte wiederholt, aber jetzt wollen wir uns endgültig verewigen. Darum geht es."

Frank Lampard: "Ich weiß noch nicht, ob ich weiter machen werde. Ich werde meine Entscheidung erst nach der Rückkehr nach Hause treffen, muss auch meine Vereins-Zukunft erst klären. Hier ist nicht der richtige Ort und der richtige Zeitpunkt dafür."


Costa Rica

England

Hauptstadt

San Jose

London

Einwohner

4,30 Mio.

53,49 Mio

Fläche

51.100 km²

130.395 km²

Konföderation

CONCACAF

UEFA

Weltrangliste

28.

10.

WM-Teilnahmen

4

14

Teamchef

Jorge Luis Pinto

Roy Hodgson

JAPAN - KOLUMBIEN

(Dienstag, 22.00, Cuiaba, Arena Pantanal, SR Pedro Proenca/POR)

 

DIE AUSGANGSLAGE:

Für Japan geht es im letzten Gruppenspiel gegen Kolumbien um den Verbleib im Turnier. Im Duell mit den bereits fix für das Achtelfinale qualifizierten Südamerikanern zählt für die "Blauen Samurai" nur ein Sieg, aber selbst dann ist man auf Schützenhilfe angewiesen. Bei einem Remis oder einem Sieg der Griechen im Parallelspiel gegen die Elfenbeinküste würde - drei Punkte für Japan vorausgesetzt - schlussendlich das Torverhältnis entscheiden. Gewinnen hingegen die Ivorer, hilft Japan, das bei einem Punkt hält, auch ein voller Erfolg nichts mehr.

DAS SAGEN DIE TRAINER:

Alberto Zaccheroni: "Wir sind nicht damit zufrieden, wie wir uns hier präsentiert haben. Wir dachten, dass die Gruppe sehr ausgeglichen ist und sich kein Team vorzeitig für die Runde der letzten 16 Mannschaften qualifiziert. Jetzt spielen wir gegen eins der gefährlichsten Teams der Gruppe."

Jose Pekerman: „Es könnte einige Veränderungen geben. Ich muss daran denken, was das Beste für das ganze Team ist.“

PERSONELLES:

Beide Teams haben kaum Personalsorgen. Bei Japan sollte Makoto Hasebe trotz seiner Knieprobleme spielen können. Gelb-vorbelastet sind Hasebe und Sakutaro Morishige. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Superstar Shinji Kagawa. Zaccheroni könnte den schwächelnden Manchester-United-Spieler wie beim 0:0 gegen die Griechen erneut nicht von Beginn an bringen.

Kolumbien muss auf Angreifer Carlos Bacca verzichten, Abwehrchef Mario Yepes ist angeschlagen. Gelb-gefährdet ist nur Carlos Sánchez. Zudem ist zu erwarten, dass Pekerman einige Spieler für das anstehende Achtelfinale schont. Sollte Goalie Farid Mondragon für David Ospina zum Einsatz kommen, würde er drei Tage nach seinem 43. Geburtstag den Kameruner Roger Milla als ältesten Spieler der WM-Historie übertrumpfen.

DAS SAGEN DIE SPIELER:

Shinji Kagawa: "Wir werden nur unseren Stil spielen. Obwohl wir bisher nicht die erhofften Ergebnisse geholt haben, halten wir an dem fest, woran wir glauben."

James Rodriguez: "Ich glaube, wir können alle sehr glücklich sein. Das einzige, was ich will, ist der Mannschaft beim Gewinnen zu helfen."

 

GRIECHENLAND - ELFENBEINKÜSTE

(Dienstag, 22:00, Fortaleza, Estadio Castela, SR Carlos Vera/VEN)


DIE AUSGANGSLAGE:

Die Elfenbeinküste kann am Dienstag Historisches schaffen und erstmals in der Geschichte ins Achtelfinale einer Weltmeisterschaft einziehen. Damit dies gelingt, müssen die Ivorer gegen die noch torlosen Griechen gewinnen, auch ein Unentschieden könnte reichen, wenn Japan nicht hoch gegen Kolumbien gewinnt. Die Griechen sind nicht nur bei diesem Turnier noch ohne Treffer - in den letzten acht WM-Spielen gelang den Hellenen nur ein einziges Mal ein Tor. Und doch - auch Griechenland hat bei einem Sieg noch die Chance, in die K.o.-Runde einzuziehen - Vorraussetzung dafür ist allerdings, dass Japan nicht gegen Kolumbien gewinnt, da die Asiaten das bessere Torverhältnis haben.

DAS SAGEN DIE TRAINER:

Fernando Santos: "Wir müssen im letzten Spiel gar nicht viele Tore schießen. Eins reicht, wenn Kolumbien und Japan unentschieden spielen. Bitte lass Japan nicht gewinnen, Kolumbien!"

Sabri Lamouchi: "Es ist wichtig, nicht nur auf Didier Drogba fixiert zu sein. Als Yaya Touré zur WM-Vorbereitung kam, war er müde und verletzt. Er wird stärker, aber die Elfenbeinküste ist nicht Manchester City."



PERSONELLES:

Griechenland muss im Spiel gegen die Elfenbeinküste auf den gesperrten Kapitän Konstantinos Katsouranis verzichten. Altstar Georgios Karagounis darf hingegen nach zwei Joker-Auftritten von Anfang an spielen.

Bei den Ivorern ist Didier Zokora gesperrt, zudem ist Ya Konan angeschlagen. Yaya und Kolo Toure stehen fünf Tage nach dem Tod ihres Bruders Ibrahim auf dem Feld und wollen nichtsdestotrotz die WM zu Ende spielen.

Japan

Kolumbien

Hauptstadt

Tokio

Bogota

Einwohner

126,66 Mio.

46,41 Mio.

Fläche

377,385 km²

1.138.748 km²

Konföderation

AFC

CONMEBOL

Weltrangliste

46.

8.

WM-Teilnahmen

5

5

Teamchef

Alberto Zaccheroni

Jose Pekerman

Griechenland

Elfenbeinküste

Hauptstadt

Athen

Abidjan

Einwohner

10,82 Mio.

20,15Mio.

Fläche

131.957 km²

322.461 km²

Konföderation

UEFA

CAF

Weltrangliste

12.

23.

WM-Teilnahmen

3

3

Teamchef

Fernando Santos

Sabri Lamouchi

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