Jetzt erst recht!

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Jetzt erst recht!

 

Die Selecao im Halbfinale der Heim-Weltmeisterschaft und niemand kann sich richtig freuen.

Eine seltsam verhaltene Stimmung machte sich nach dem knappen Sieg gegen Kolumbien in Brasilien breit. Zu tief saß der Schock des Neymar-Ausfalls und die Sperre von Kapitän Thiago Silva, der im Semifinale gegen Deutschland ebenfalls fehlen wird.

In den Augen vieler Brasilianer sind die Ausfälle der beiden gegen die DFB-Elf nicht zu kompensieren und die WM damit praktisch gelaufen.

"Ohne Neymar und Thiago Silva gegen die Deutschen?", winkt Daniel ab. Auch für ihn war es das mit den Titelambitionen der Scolari-Truppe.

Was den Brasilianern bleibt, ist die Hoffnung auf das "jetzt erst recht". Die Verletzung von Neymar, der laut brasilianischem Fernsehen einer dauerhaften Lähmung nur um Zentimeter entging, schweißt die ohnehin eingeschworene Mannschaft noch fester zusammen.

"Wenn Neymar nicht zum Pokal geht, geht der Pokal zu Neymar", sagte Silva am Samstag und versprach, für den 22-Jährigen den Titel zu holen.

Was den Brasilianern also bleibt, ist der Glaube an den Willen ihres Teams. Und natürlich der Aberglaube. So wie bei Daniel, dessen Füße während der WM Argentinien-Flip-Flops zieren.

Mit jenen in den brasilianischen Nationalfarben funktionierte es bei den letzten beiden Weltmeisterschaften nämlich nicht nach Wunsch und so soll "der Fluch seiner Füße" nun dem Erzfeind zum Verhängnis werden.

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