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Sturm will EL-Minimalziel erreichen

Meister SK Sturm Graz ist in der Europa League schon vor dem letzten Gruppenspiel gegen das punktlose Schlusslicht AEK Athen am Mittwoch (21.05 Uhr/live Sky) ausgeschieden.

Doch nicht nur deshalb ist das bevorstehende Duell um den ziemlich bedeutungslosen dritten Platz in der Gruppe L derzeit bei den Grazern nur eine Randnotiz, war am Sonntag doch der Rückzug von Chefcoach Franco Foda mit Saisonende bekannt geworden.

Störfeuer

Ausgerechnet am Tag nach dem furiosen 5:1-Heimsieg gegen die Wiener Austria in der Liga wurde die geplatzte Vertragsverlängerung mit dem Deutschen publik.

Seitdem ist eine kleine Schlammschlacht zwischen Foda und Sturm-Graz-Präsident Gerald Stockenhuber ausgebrochen.

Der Ausgang ist offen.

Der Sturm-Coach will jedenfalls seinen Vertrag bis Sommer erfüllen und dabei so viel wie möglich mit den Grazern erreichen.

"Unser erklärtes Ziel ist erreichbar"

Als erste Aufgabe gilt es, das nach der Auslosung ausgegebene europäische Saison-Minimalziel - mehr Punkte als in der Saison 2009/10 (4 nach Sieg und Remis gegen Galatasaray Istanbul) - zu erreichen.

Dafür ist allerdings wie schon im Hinspiel in Athen, als Thomas Burgstaller (87.) und Mario Haas (92.) in der Schlussphase noch einen 2:1-Erfolg perfekt gemacht hatten, ein Sieg gegen die Griechen nötig.

"Unser erklärtes Ziel ist erreichbar. Wir hatten damals vier Punkte, morgen könnten es sechs werden", sagte Foda.

Anleihe bei Austria-Spiel

Ein Sieg liege durchaus im Bereich des Möglichen.

"Wir brauchen nur Anleihe nehmen beim Austria-Spiel. Wir müssen von Anfang an defensiv kompakt stehen und schnell nach vorne spielen", kannte der Sturm-Coach das Erfolgsrezept.

Erneut sollen Roman Kienast und Liga-Toptorschütze Darko Bodul, der auf seinen ersten Europa-League-Treffer hofft, für die nötigen Tore sorgen.

"Wir wissen, dass AEK im Angriff zwar gut aufgestellt ist, defensiv aber immer wieder Probleme hat", sagte Foda.

AEK gut drauf

Genauso wie die Steirer lieferte auch der griechische Tabellenführer eine gelungene Generalprobe ab.

Die Athener, bei denen seit Anfang Oktober Nikos Kostenoglu das Trainerzepter schwingt, behielten gegen PAS Ioannina mit 2:1 die Oberhand und fixierten damit schon den fünften Ligasieg in Folge.

Eine packende Partie ist trotzdem eher nicht zu erwarten, hat doch für beide Teams nun wohl die nationale Meisterschaft Priorität.

Sturm muss am Samstag in der letzten Runde vor der Winterpause zu Herbstmeister Ried, AEK gastiert am Sonntag bei Atromitos Athen.

Kainz: "Werden alles geben"

"Es geht zwar in der Europa League nicht mehr um den Aufstieg, sehr wohl aber um Prämien für den Verein und Punkte für die UEFA-Fünf-Jahres-Wertung. Wir nehmen das Spiel daher genauso ernst wie jenes gegen Ried", versprach Foda.

Das unterstrich auch Florian Kainz. "Wir spielen für die Fans und da werden wir alles geben, um die drei Punkte zu holen", erklärte der 19-jährige Mittelfeldspieler.

Goalie Christian Gratzei, Imre Szabics, Andreas Hölzl, Ferdinand Feldhofer, Jürgen Säumel und Trainersohn Sandro Foda sind nicht fit.

Hinter dem Einsatz des verkühlten Manuel Weber steht noch ein kleines Fragezeichen.

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