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Fünf Gründe: Darum steigt Salzburg auf

Endspiel. Finale. Partie des Jahres.

Man kann es nennen, wie man will: Für Red Bull Salzburg steht heute gegen Slovan Bratislava (ab 18:45 Uhr LIVE bei LAOLA1) einiges am Spiel.

Bei einem Sieg gegen das slowakische Gruppen-Schlusslicht steht die Moniz-Truppe nicht nur sicher im Sechzehntelfinale der Europa League, sondern hätte auch einen äußerst durchwachsenen Herbst gerettet.

Außerdem ist jeder Erfolg hinsichtlich der Fünfjahreswertung wertvoll.

Derzeit nimmt Österreich den wichtigen 15. Platz ein, der für die Saison 2013/14 einen fünften Europacup-Startplatz zur Folge hätte.

Deshalb haben die „Bullen“ ausgezeichnete Chancen, nicht nur für sich, sondern auch für den österreichischen Fußball etwas zu tun.

LAOLA1 zeigt fünf Punkte, die für einen Aufstieg in die K.o.-Runde sprechen:

+ Formanstieg

Krise? Welche Krise? In den vergangenen vier Spielen hat Salzburg das lästige Wort wieder aus der Stadt vertrieben. Nach sieben sieglosen Liga-Partien in Folge ist der Vizemeister gegen Kapfenberg wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Dem 6:0-Schützenfest folgte das sensationelle 2:0 gegen Paris St. Germain, ein 0:0 gegen Wr. Neustadt und ein 2:1 gegen die Admira. „Die Mannschaft kann wieder auf Erfolgserlebnisse bauen. Unser Spiel steht und fällt mit dem Selbstvertrauen – und darum ist jedes Erfolgserlebnis wichtig für uns. Gerade bei internationalen Spielen kann das den Unterschied ausmachen“, ist Trainer Ricardo Moniz über den rechtzeitigen Formanstieg froh.

+ Gute Bilanz

Mit Klubs aus der Slowakei hat Salzburg bislang nur gute Erfahrungen gemacht. Alleine in dieser Saison gab es drei Aufeinandertreffen mit slowakischen Vertretern: Alle drei entschieden Schiemer und Co. für sich, ohne dabei ein Gegentor erhalten zu haben. In der Quali gegen Senica (1:0, 3:0) und im ersten Gruppenduell gegen Slovan (3:0) behielten die „Bullen“ die Oberhand. Und auch vor der Red-Bull-Ära gab es schon ein Duell mit einem slowakischen Klub: Austria Salzburg startete 1993/94 gegen Dunajska Streda (2:0, 2:0) ihren unglaublichen UEFA-Cup-Lauf, der schließlich erst im Finale endete.

+ Außer Tritt

Ein ganz großer Vorteil könnte Slovans fehlender Spielrhythmus sein. Die slowakische Meisterschaft ruht nämlich schon seit Ende November, die letzte Partie hat Slovan vor knapp zwei Wochen gegen Bilbao (1:2) bestritten. In den letzten 18 Tagen hat der Klub aus der Hauptstadt also nur ein Spiel absolviert. „Wir sind gut im Spielrhythmus und das ist gegenüber Slovan, das die Saison schon beendet hat, sicher ein Vorteil“, weiß auch RBS-Coach Moniz. Svento warnt indes, dass seine Landsmänner noch einmal alles geben könnten: „Für einige Spieler geht es noch um Verträge und sie wollen sich vor der Winterpause noch entsprechend präsentieren.“ Trotzdem betont Moniz, dass „letztlich alle Vorteile bei uns liegen.“

Kurt Vierthaler

+ Ausgangslage

Mit dem herrlichen Last-Minute-Tor von Dusan Svento gegen Paris St. Germain hat sich Salzburg eine nahezu ideale Ausgangsposition verschafft. Durch das 2:0 gegen die französische Millionen-Truppe haben die "Bullen" den Aufstieg nämlich in der eigenen Hand. Die Rechnung ist einfach: Gewinnt die Moniz-Truppe, steht sie in der K.o.-Runde. Für den Aufstieg ist aber nicht unbedingt ein Sieg nötig. Gelingt Paris im Parallel-Spiel gegen Athletic Bilbao kein voller Erfolg, reicht auch ein Unentschieden oder sogar eine Niederlage.  „Wir haben eine große Chance, die dürfen wir uns nicht nehmen lassen“, fordert Svento.

+ Europacup-Spezialist

Apropos Svento: Dass der Slowake ein wahrer Europacup-Spezialist ist, zeigt schon die Statistik. Sieben seiner 17 Pflichtspieltore für Salzburg erzielte er auf internationaler Bühne. In dieser Saison traf der 26-Jährige gegen Paris zum vielumjubelten 2:0 und im „Hinspiel“ gegen Slovan. In seiner Heimat wird Svento sicher doppelt motiviert sein: Slovan-Coach Vladimir Weiss ist nämlich gleichzeitig Teamchef der Slowakei, legt derzeit jedoch auf die Dienste von Svento keinen Wert. „Die Zeitungen in der Slowakei haben zuletzt geschrieben, ich sollte wieder ins Team zurück. Aber Weiss interessiert das nicht. Die Realität ist, dass ich derzeit leider nicht im Team bin“, erklärt der Linksfuß enttäuscht. Nun will er im „Rückspiel“ zeigen, dass Weiss damit einen großen Fehler begeht.

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