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Europa-League-Playoff: ÖFB-Klubs kennen Gegner

Die drei ÖFB-Vertreter kennen ihre Gegner für das Playoff der Europa League.

Vizemeister Red Bull Salzburg hat es in der letzten Quali-Runde mit Omonia Nikosia zu tun. Die Zyprer waren schon letztes Jahr Gegner in der CL-Quali. Damals setzten sich die "Bullen" durch (1:1, 4:1).

Die Wiener Austria trifft auf den rumänischen Vertreter Gaz Metan, der Mainz überraschend ausschalten konnte. Cupsieger Ried zieht das Hammerlos PSV Eindhoven. Spieltermine sind am 18. und 25. August.

Austria Wien - Gaz Metan Medias

Das Los in der vierten und letzten Runde der Qualifikation (Play-off) zur Europa League führt FK Austria Wien nach Siebenbürgen.

Im Kampf um den Einzug in die Gruppenphase treffen die Violetten am 18. August in der Generali Arena und 25. August in Cluj (Klausenburg) auf CS Gaz Metan Medias, den siebenten der rumänischen Fußball-Liga 2010/11.

Der Club hat zuletzt mit der Eliminierung von FSV Mainz 05, den Arbeitgeber der ÖFB-Legionäre Andreas Ivanschitz und Julian Baumgartlinger, für Schlagzielen gesorgt.

Informant Baumgartlinger

Von Baumgartlinger, der erst in diesem Sommer vom Verteilerkreis zu den Rheinhessen gewechselt ist, wird sich Austria-Trainer Karl Daxbacher Informationen über die Rumänien einholen.

Außerdem wird er zu seinem Kollegen Thomas Tuchel Kontrakt aufnehmen und sich über ihn DVDs besorgen. Tuchel meinte nach dem überraschenden K.o.: "Wir hatten in beiden Spielen ein unglaubliches Chancenplus. Aber wir sind selbst schuld, dass wir ein Elferschießen zugelassen haben."

Daxbacher warnt

Daxbacher weiß auch nicht viel über den Verein aus dem über 53.000 Einwohner zählenden Ort Medias in Zentralrumänien. "In Österreich hätte ihn mit Sicherheit kein Mensch gekannt, aber nach der Überraschung gegen die Mainzer ist jeder Fußball-Interessierte aufmerksam geworden", glaubt der 58-Jährige, der dennoch warnte, den Gegner gering zu schätzen.

"Wer einen deutschen Club, der als Mannschaft der Saison gelobt wurde, rauswirft, der muss stark. Das macht mich vorsichtig", meinte der violette Feldherr.

50:50-Chance

Für ihn ist die Aufgabe "machbar", und er spricht von einer grundsätzlichen 50:50-Chance. "Wäre es Mainz geworden, hätten wir sicher nicht gesagt, es steht fifty-fifty, da wären wir Außenseiter gewesen", sagte Daxbacher, dessen Team bei der Auslosung gesetzt war und auch unangenehmere Gegner wie Roter Stern Belgrad oder Young Boys Bern mit ihrem Kunstrasen hätte ziehen können.

Ein Livebild von dem kommenden Gegner macht sich Co-Trainer Sepp Michorl, wenn er in Cluj am 12. August Maz Metan und auch den Spielort kennenlernt.

"Sind nach dem Mainz-Schicksal gewarnt"

"Wir sind nach dem Mainz-Schicksal gewarnt, niemand von uns wird die Rumänen auf die leichte Schulter nehmen. Aber unser Ziel bleibt, so wie 2009/10 wieder in die Gruppenphase einzuziehen", meinte Austria-Vorstand Markus Kraetschmer.

Gaz Metan hatte auf den Weg ins Play-off in der zweiten Quali-Runde KPS Kuopio ausgeschaltet. In Finnland verloren die Männer von Trainer Cristian Pustai 0:1, daheim gewannen sie 2:0, wobei der Österreicher Oliver Drachta als Schiedsrichter fungierte. Die Mainzer scheiterten nach zwei 1:1 im Elferschießen 3:4.

Nur Siebenter in Liga

Der nächste Austria-Gegner, der in der Saison 2010/11 mit 14 Zählern Rückstand auf Meister Otelul Galati nur Siebenter der Liga geworden war, kam nur deshalb in den Europacup, weil Vereinen, darunter Vizemeister FC Timisoara, nach Insolvenz die Lizenz entzogen worden war.

In der laufenden Saison ziert der Club nach zwei Niederlagen (1:2/h gegen FC Brasov und 0:5/h Dinamo Bukarest) das Tabellenende (18. Platz).

Tausch des Heimrechts

Ursprünglich hätten die Rumänen, die elf Legionäre in ihrem Sold stehen haben, die erste Partie daheim austragen sollen. Da das Stadion von Medias aber den UEFA-Anforderungen für diese Europacup-Phase nicht entspricht und nach Cluj (Klausenburg) ausweichen muss, kam es zur Kollision.

Die dort in der Champions League erprobten Arena ist für 18. August durch Steaua Bukarest gegen CSKA Sofia "blockiert". Die Hauptstädter weisen den besseren UEFA-Koeffizienten gegenüber Medias auf und haben daher Vortritt.

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