"Solche Dinge dürfen einfach nicht sein"

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„Das war die schlimmste halbe Stunde meines ganzen Lebens.“

Alexander Grünwald konnte nach dem Schlusspfiff wieder lachen. In den Minuten davor war ihm ganz und gar nicht danach zumute.

Durch die Gelb-Rote Karte, die sich der Austrianer in der 50. Minute abholte, machte er das Rückspiel gegen Olimpija Ljubljana erst wieder so richtig spannend.

Nervös auf und ab

Bis zu seinem Ausschluss waren die Violetten mit 2:0 in Führung gelegen, durch einen Doppelschlag glichen die Slowenen aus, ehe es am Ende für die Wiener doch noch zu einem 3:2-Sieg reichte.

Nervös sei er in der Kabine auf und ab gegangen. Auf einem Fernseher habe er das Spiel mitverfolgen können, berichtet der Blondschopf.

„Und beim Elfmeter (Anm.: das 3:2) habe ich sogar kurz rausgeschaut“, verrät der 22-Jährige.

Kritik schon in der Pause

Es war vor allem die erste Gelbe Karte in der 40. Minute, die Karl Daxbacher aufregte. Der russische Referee Alexey Eskov  entschied auf Handspiel des Austrianers. Der schoss den Ball weg und beschwerte sich beim Unparteiischen.

„Ich habe ihn deswegen schon zur Halbzeit heftig kritisiert. Solche Dinge dürfen einfach nicht sein. Man muss als Spieler so eine Entscheidung hinnehmen“, echauffiert sich der FAK-Coach. Er weist zudem darauf hin, dass auch schon im Hinspiel Peter Hlinkas Sperre aus einer ähnlichen Aktion resultierte.

"Zweite Gelbe nicht gerechtfertigt"

Die zweite Gelbe Karte sah Grünwald wegen eines Foulspiels. „Ich finde nicht, dass sie gerechtfertigt war“, meint der Kicker.

Weil? „Ich habe im ganzen Spiel ein Foul gemacht und dafür Gelb gesehen. Wenn der Schiedsrichter ein bisschen Fingerspitzengefühl beweist, verwarnt er mich nur.“

Keine Vorwürfe

Sein Teamkollege Markus Suttner sieht das nicht so eng: „Wir machen ihm keine Vorwürfe. Er ist engagiert, aber eben ein bisschen ungestüm hingegangen.“

Fakt ist, dass der violette Rückkehrer, der in der ersten Spielhälfte eine durchaus ansprechende Leistung bot, eine mannschaftsinterne Strafe zahlen muss.

Nachdem der Aufstieg aber trotz seiner Gelb-Roten geglückt ist, stört ihn das nicht sonderlich: „Die Strafe zahle ich gerne.“

Harald Prantl/Martin Wechtl

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