Ried-Kapitän nach Akut-OP am Weg der Besserung

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Jubel, Trubel, Heiterkeit in Bröndby.

Die SV Ried schaffte das „Quali-Wunder“ und schaffte nach 0:4-Rückstand noch den Aufstieg ins Play-off der UEFA Europa League.

Nach dem Schlusspfiff lagen sich die Spieler in den Armen, feierten mit den mitgereisten Fans, danach galten ihre Gedanken aber auch Kapitän Oliver Glasner.

Schwindelgefühle beim Mittagessen

Der klagte am Donnerstag nach dem Abschlusstraining plötzlich über heftige Kopfschmerzen.

Zu viele Kopfbälle in der letzten Einheit vor dem so wichtigen Spiel, nachdem er sich gegen Rapid eine Gehirnerschütterung zugezogen hatte.

Beim Mittagessen kamen Schwindelgefühle und Orientierungsschwierigkeiten dazu.

Verschlechterung binnen Stunden

Glasner wurde zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht – und musste dort bleiben.

Denn die neurologische Abklärung und bildgebende Diagnostik mit Computertomographie hatte ein sogenanntes Subduralhämatom, also eine Blutung zwischen Gehirn und harter Hirnhaut ergeben.

Der Verteidiger wurde umgehend in die neurochirurgische Spezialklinik des Rigshospitals in Kopenhagen transferiert.

Dort kam es im Laufe von Stunden zu einer Verschlechterung und zu zunehmenden Beschwerden.

Operation gut verlaufen

Eine weitere Computertomographie zeigte eine Zunahme des Blutgerinnsels, weshalb noch am Abend ein neurochirurgischer Akuteingriff mit der Entfernung des Gerinnsels durchgeführt wurde.

„Der Eingriff verlief äußerst erfolgreich. Oliver war nach der Operation wieder gut ansprechbar“, so Mannschaftsarzt Dr. Freund.

Nach Auskunft der verantwortlichen Intensivmedizinerin befindet sich der Kapitän der Innviertler „in gutem Zustand“, die Behandlung verläuft plangemäß.

"Wach und ansprechbar"

Glasner soll noch am Freitag die Intensivstation des Rigshospitals in Kopenhagen verlassen können.

"Oliver geht es den Umständen entsprechend gut. Er ist wach uns ansprechbar und hat auch schon mit seiner Familie telefoniert", berichtete der Rieder Physiotherapeut Gebhartl, der bei Glasner in der dänischen Hauptstadt geblieben ist.

Die Tests des Anästhesisten seien sehr gut verlaufen. "Wenn es weiter so positiv verläuft, kann er noch heute die Intensivstation verlassen", meinte Gebhartl, der zumindest bis Sonntag in Kopenhagen bleiben wird.

Rückflug wohl erst in einer Woche

Glasners Rückflug nach Österreich wird entsprechend des Risikos von Nachblutungen wohl erst in einer Woche möglich sein.

 "Die Kette der medizinischen Versorgung hat zum Glück sehr, sehr gut funktioniert", sagte Gebhartl über die Arbeit der dänischen Mediziner.

Der neurochirurgische Akuteingriff war notwendig geworden, weil sich Glasners Zustand am Donnerstag ab 20.00 Uhr stetig verschlechtert hatte.

Die Operation hatte dann laut Gebhartl etwa um 23.00 Uhr begonnen und rund zwei Stunden gedauert.

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