Nächste Bewährungsprobe fürs FAK-Erfolgssystem

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Vier Tage nach dem Triumph im Wiener Derby hat die Austria am Donnerstag in Rumänien die Gruppenphase der Europa-League im Visier.

Die zuletzt in Hochform spielenden Favoritner gehen ab 19.00 Uhr in Cluj Napoca mit einem 3:1-Vorsprung ins Play-off-Rückspiel gegen Gaz Metan Medias.

"Wir brennen auf die Gruppenphase, wollen weiter Gas geben und Spaß am Fußball haben", meinte Zlatko Junuzovic, der mit Nacer Barazite, Tomas Jun und Roland Linz das in Österreich derzeit gefürchtete Offensiv-Quartett der Violetten bildet.

"Fangen bei 0:0 an"

"In unseren Köpfen fangen wir bei 0:0 an. Wir wollen versuchen, ein Auswärtstor zu machen", sagte Junuzovic. Auch Tormann Pascal Grünwald forderte vollste Konzentration, um den Mainz-Bezwinger endgültig aus dem Bewerb zu verabschieden:

"Wir haben uns eine gute Ausgangsposition geschaffen. Aber das Ergebnis ist auch gefährlich. Wir dürfen uns nicht zu sicher sein und müssen an die Leistung im Derby anschließen."

Auch Medias mit 3:0-Sieg

Medias hat wie die Austria die Generalprobe 3:0 gewonnen, am Montag wurde Vointa Sibiu abgefertigt. "Die Rumänen scheinen ebenfalls in Fahrt zu kommen", meinte Karl Daxbacher, der seine Erfolgself wohl nicht verändern wird.

Der Austria-Trainer weiß, dass sich der Gegner diesmal nicht mehr im und rund um den eigenen Strafraum verbarrikadieren wird.

Kein echter Heimvorteil

"Zu Hause und angesichts des Rückstands müssen sie mehr tun. Dadurch sollten sich für uns Räume öffnen", sagte Daxbacher zuversichtlich.

Einen echten Heimvorteil hat Medias nicht. Aufgrund der Nicht-UEFA-tauglichen Heimarena muss Medias fürs Match gegen die Austria ins mehr als 100 Kilometer entfernte Cluj Napoca (Klausenburg) auswandern.

Das 4-2-3-1-System

Daxbachers Team überzeugte in den jüngsten Spielen mit einem 4-2-3-1-System, das die Gegner mit Pressing, Offensivgeist und Kurzpassspiel schlecht aussehen ließ.

"Dieses System kommt unseren Gedanken am nächsten. Wir versuchen, den Gegner unter Druck zu setzen. Das wollen wir durchziehen", meinte Daxbacher, der dieses System im Falle des Aufstiegs auch in der Gruppenphase und personenunabhängig praktizieren möchte.

Nächste Hitzeschlacht

"Umso öfter wir es spielen, umso besser sollte es funktionieren. Auch die Spieler glauben dran, das ist sehr wichtig", weiß der Niederösterreicher. "Angesichts der Hitzewelle haben die Austrianer in den vergangenen Tagen ihre Trainings in die Abendstunden verschoben.

In Cluj-Napoca wird es am Spieltag ebenfalls bis zu 32 Grad Celsius heiß, die Austrianer bleiben jedoch angesichts der eindrucksvollen Leistung in der Derby-Hitzeschlacht am vergangenen Sonntag cool.

Medias will "Wunder schaffen"

Gelassen sollen Daxbachers Spieler auch die jüngsten guten Partien und das mediale Lob verarbeiten.

Erfahrungen aus der vergangenen Saison könnten helfen, dass kein Akteur die Bodenhaftung verliert. "Da sind wir hochgelobt worden, der Titel ist sich aber dann nicht ausgegangen. Wenn wir daraus gelernt haben, wäre es gut", erinnerte Daxbacher.

Medias-Trainer Cristian Pustai sieht sein Team nach dem 1:3 in Wien als klarer Außenseiter. "Aber wir wollen das Wunder schaffen, 2:0 gewinnen und in die Gruppenphase aufsteigen", sagte Pustai. Sollte die Wende ausbleiben, würde die Austria zum fünften Mal nach 2004, 2006, 2007 und 2009 in der Gruppenphase des zweitwichtigsten Europacup-Bewerbs stehen.

Mögliche Aufstellungen:

Gaz Metan Medias - Austria Wien

(Cluj Napoca, Stadionul Dr. Constantin Radulescu, 19 Uhr SR Göcek/TUR)

Medias: Plesca - Lazar, Trtovac, Buzean, Markovic - Hoban, Breeveld - Miclea, Petre, Bawab - Roman

Ersatz: Vatca - Akaki, Bozesan, Bratu, Vukadinovic, Todea, Zaharia, Litu, Khubutia, Miclea

Austria: P. Grünwald - Klein, Margreitter, Ortlechner, Suttner - Hlinka, A. Grünwald - Barazite, Jun, Junuzovic - Linz

Ersatz: Lindner - Mader, Stankovic, Liendl, Rogulj, Gorgon, Leovac, Tadic, Koch

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