LAOLA1: Nächste Woche wirst du 28 Jahre alt, auch bekannt als bestes Fußball-Alter. Was sieht dein Plan für die Zukunft vor?

Ulmer: Für mich ist in erster Linie einmal diese Saison entscheidend. Wir liegen in der Meisterschaft vorne, sind international dabei und mir taugt es sehr hier zu spielen. Ich möchte so viel wie möglich erreichen, sprich Meisterschaft und Cup holen und international in der Europa League endlich einmal über das Sechzehntel-Finale hinaus kommen. Alles andere ist zu weit weg. Ich habe bis 2015 Vertrag, von daher habe ich auch keine anderen Gedanken. Zumal ich es hier gerade sehr genieße.

LAOLA1: Aber die Champions League hat man schon jetzt im Kopf, oder?

Ulmer: Das ist bei uns ohnehin jedes Jahr so (grinst). Heuer war es von der Auslosung her so, dass es als Vizemeister schwieriger war. Sollten wir Meister werden, dann haben wir nächsten Sommer sicher sehr große Chancen, uns erstmals für die Champions League zu qualifizieren.

LAOLA1: Du bist seit Jahren Stammspieler in Salzburg, hast aber für das ÖFB-Team nur einmal gespielt. Empfiehlt sich gerade der beste Andreas Ulmer aller Zeiten?

Ulmer: Das beurteilen andere, ich für meinen Teil fühle mich wohl, denke jedoch, dass noch mehr drinnen ist (lacht). Ich kann aber eben nur die Leistungen im Klub bringen, der Teamchef entscheidet mit seinen Assistenten. Wenn ich nicht einberufen werde, lasse ich den Kopf nicht hängen. Es geht weiter und ich hoffe, dass ich früher oder später bei entsprechend gezeigten Leistungen berücksichtigt werde. Wenn es einmal wieder der Fall sein sollte, freue ich mich darüber, dass ich mich zurückgekämpft habe.

 

Das Gespräch führte Bernhard Kastler

LAOLA1: Was hat sich für dich auf der Linksverteidiger-Position zum Positiven verändert?

Ulmer: Es ist alles schneller geworden, es geht schneller nach vorne und wir stehen auch hoch. Dort bieten wir uns an und so kommen wir auch zu Tormöglichkeiten als Außenverteidiger. Vor allem der Kombinations-Fußball nach vorne hin macht uns sehr viel Spaß.

LAOLA1: Ganz vorne trifft allzu gerne Jonatan Soriano, dessen Deutsch-Lehrer du bist.

Ulmer: (lacht) Ja, aber nur ein wenig auf dem Platz. Ich muss sagen, er hat zuletzt wirklich sehr gut gelernt und spricht schon gut Deutsch. Man kann sich mit ihm schon unterhalten. Natürlich fehlen ihm dann ab und an ein paar Wörter, da versuchen wir ihm zu helfen. So wie er uns am Platz hilft. Er ist ganz wichtig für unser Spiel und nicht wegzudenken. Er hat die Ruhe am Ball, wird nicht hektisch und findet immer gute Lösungen.

LAOLA1: Und was macht Roger Schmidt besser als die anderen Trainer zuvor?

Ulmer: Das System sagt uns zu und die sympathische Art des Trainers findet die Mannschaft recht angenehm. Jeder Spieler fühlt sich wohl und es ist auch wichtig, dass er die Ruhe ausstrahlt. Wie vergangene Saison, als es nicht so gelaufen ist. Das war ein entscheidender Punkt, weil in Salzburg früher gleich einmal alles in Frage gestellt wurde, wenn es nicht so lief.

LAOLA1: Auch nicht unwichtig: Du hast im Sommer nicht zu viele neue Teamkollegen begrüßt.

Ulmer: Es hat sich vom Spieler- und Trainerstab her nicht viel verändert, das ist das erste Mal so gewesen. Fast alle Spieler sind zumindest schon über ein Jahr im Verein und das ist sicherlich auch ein Grund, warum es positiv läuft. Wenngleich viele Bausteine dazugehören. Aber, dass es in die Richtung von Kontinuität geht, natürlich auch.

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