Dank Arbeitssieg ist nun alles möglich

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Erst in der 60. Minute gab es in der mäßig besuchten Bullen-Arena so etwas wie Erlösung.

Ausgerechnet 1,71m-Mann Leonardo sorgte mit einem Kopfballtor für den Knotenlöser.

Der Brasilianer nickte zum 1:0 ein, die „Bullen“ gingen letztlich mit einem 3:0-Erfolg vom Platz. Damit war der dritte österreichische Sieg des Abends in trockenen Tüchern.

Feiertag für Österreich

„Der 29. September geht wohl als Feiertag für Österreich ein“, sagte Simon Cziommer mit einem schelmischen Grinsen.

Salzburgs Sieg war aber ein hartes Stück Arbeit. Vor allem in Hälfte eins ging bei den Hausherren nicht viel.

„Leider hat es bis zur 60. Minute gedauert, bis wir das Heft in die Hand genommen haben. Erst nach dem Führungstreffer waren wir lockerer“, so RBS-Trainer Ricardo Moniz.

„Spieler müssen mehr Verantwortung übernehmen“

Wie so oft brauchten die Hausherren lange, bis sie einen vermeintlich leichten Gegner im Griff hatten.

Für Moniz eine Konsequenz von zu wenig Eigenverantwortung.

„Wenn die Jungs unabhängig vom Trainer ambitioniert sind, dann haben wir es geschafft. Es kann nicht sein, dass sie erst nach einer Halbzeitansprache aufwachen. Derzeit ist einfach alles zu flach, die Spieler müssen mehr Verantwortung übernehmen.“

Alles möglich

Das taten sie dann auch in Hälfte zwei. Mit herrlich herausgespielten Toren machten die Mozartstädter alles klar.

„Mich freut es, dass wir nicht nur gewonnen, sondern mit tollen Aktionen das Spiel für uns entschieden haben. Schade, dass so wenig Zuschauer das gesehen haben“, meinte Cziommer.

Für die weitere Ausgangsposition war der Sieg der „Bullen“ äußerst wichtig. Mit den ersten drei Zählern ist die Moniz-Truppe nun punktegleich mit Gruppen-Favorit Paris St. Germain Dritter.

Spitzenspiel in Wien

„Wir haben gewusst, dass wir zu Hause gewinnen müssen, sonst wäre der Zug abgefahren. Aber die Pflichtsiege sind oft die schwierigsten. Slovan Bratislava ist nicht so eine schlechte Mannschaft, doch wir haben hervorragend gespielt und verdient gewonnen“, war Fränky Schiemer erleichtert.

Viel Zeit zum Genießen bleibt den Salzburgern aber nicht. Schon am Sonntag geht es im Spitzenspiel der Runde bei Austria Wien weiter.

Und die Veilchen haben so wie Salzburg genug Selbstvertrauen im Europacup getankt.

 

Kurt Vierthaler

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