Seine Teamkollegen schlagen in dieselbe Kerbe. "Wir arbeiten sehr gerne mit dem Trainer, er leistet hervorragende Arbeit", hält etwa Christian Schwegler fest, der unter Schmidt aufblühte.

Alan: "Wie ein Papa"

"Wir sind am richtigen Weg und es wird immer besser. Uns macht das sehr viel Spaß", ist auch Andreas Ulmer vom Trainer-Team begeistert.

Im Prinzip könnte in der Winterpause das Thema erledigt sein und damit die nötige Ruhe für das entscheidende Frühjahr gesichert sein. Denn dass es ohne Vertragsverlängerung vermehrt zu Spekulationen rund um die Person Schmidt kommen könnte, liegt augenscheinlich auf der Hand.

Der Fall erinnert an ÖFB-Teamchef Marcel Koller, der auch merklich sehr gute Arbeit verrichtete, die Verantwortlichen aber mit der Vertragsverlängerung zuwarteten. Bis es fast zu spät war. Der Schweizer blieb letztlich, weil er sich gegen seine Heimat entschied.

Schmidt: "Thema gibt es momentan nicht "

Schmidt will auch bleiben. Weil der 46-Jährige gerne länger wo im Amt ist, sich etwas aufbaut und dort auch die Ernte einfahren will. Wäre also ein neuer Vertrag im Winter nicht auch beruhigend für ihn?

"Das Thema gibt es im Moment für mich nicht. Der Verein hat sich klar positioniert und wenn er meint, diese Gespräche irgendwann zu führen, dann wird er mich das wissen lassen. So lange mache ich meine Arbeit, so gut, ich kann", gibt sich Schmidt wie immer professionell.

Aber was sagt Ralf Rangnick? Hat sich mit dem Aufstieg in die K.o.-Phase etwas verändert?

Gegenüber LAOLA1 hält der Deutsche nach der Rückkehr aus Lüttich am Flughafen fest: "Bis jetzt sind zwei Zwischenziele erreicht, nämlich, dass wir im Cup und in der Europa League überwintern. Ich habe mit Roger intensiv gesprochen und wir wollen beide keine Zwischenziele erreichen, sondern unsere zu Saisonbeginn definierten Ziele erfüllen: Meister und Cupsieger zu werden und natürlich auch in der Europa League möglichst weit kommen. Wir sehen die Entwicklung der Mannschaft und dass der Trainer mit seinem Stab einen erheblichen Anteil daran hat. Trotzdem, und so ist das mit Roger auch besprochen, werden wir uns erst konkret damit auseinandersetzen, wenn wir mit großer Wahrscheinlichkeit unsere Ziele erreichen werden."

Sauer: "Mit oder ohne gefragt"

Dass im Frühjahr Schmidts gute Arbeit auch für andere Klubs, vor allem aus der deutschen Bundesliga, interessant sein könnte, stört die Verantwortlichen, wie etwa Geschäftsführer Jochen Sauer, nicht.

"Er wäre mit oder ohne Vertrag gefragt", vertritt der Deutsche dieselbe Linie wie sein Sportdirektor.

Das Beispiel Stöger

Rangnick bringt in diesem Kontext ein prominentes österreichisches Beispiel.

"Peter Stöger ist mit der Wiener Austria Meister geworden, hätte Champions League gespielt und ist dennoch gegangen, dabei hatte er noch ein Jahr Vertrag. Selbst wenn wir jetzt mit Roger Schmidt den Vertrag verlängern würden, wäre das keine Garantie für seinen Verbleib."

Salzburg lässt sich auch ob der offenen Thematik von einer möglichen Unruhe im Frühjahr nicht aus dem Konzept bringen. So hält Rangnick noch einmal klipp und klar fest.

"Wir sind im engen Austausch und werden konkret darüber sprechenWir werden uns wie im Sommer, als wir das Weitermachen vereinbart haben, nicht drängen lassen und uns in aller Ruhe zusammensetzen."

 

Bernhard Kastler

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