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"Wir müssen uns hohe Ziele stecken"

Der SK Sturm steuert auf einen perfekten Start in das Spieljahr 2013/14 zu.

Nach dem 3:1-Testspielsieg gegen PSG und der überzeugenden Vorstellung beim 5:0 im ÖFB-Cup gegen das Team Wiener Linien korrigierten sogar Wettanbieter die Meisterquote nach unten. Statt dem 15-fachen Einsatz bekäme ein Glücksspieler „nur“ noch den zehnfachen.

Ehe aber noch die erste Partie der Bundesliga-Saison gespielt ist, wartet auf die Grazer eine ganz besondere Challenge: Europa-League-Qualifikation im knapp 3.000 Kilometer entfernten Kopavogur.

„Es wird eine sehr lange Anreise, aber ich glaube, wir gehen sehr gut vorbereitet in das Spiel“, erklärt Andreas Hölzl vor der Partie gegen Breidablik UBK (ab 21:15 Uhr im LIVE-Ticker!) im Gespräch mit LAOLA1.

Bereit für das Unbekannte

Das Wissen des Tirolers über den Verein aus der isländischen 30.000-Einwohner-Stadt, der nach einem Götterpalast der nordischen Mythologie benannt ist, hielt sich bis vor kurzem in Grenzen:

„Ich wusste nichts, muss ich gestehen, ich habe nur gehört, dass sie sehr körperbetont spielen. Darauf heißt es, vorbereitet zu sein und dagegenzuhalten.“

Nach der sonntäglichen Regeneration wurde von Seiten des Betreuerteams der Fokus auf das Europacupspiel gelegt, Analyse einiger Video-Sequenzen inklusive. „Ich glaube, der Trainer hat uns sehr gut vorbereitet, sodass wir auf jeden Gegenspieler richtig eingestellt sein werden“, ist Hölzl beruhigt.

„Müssen uns hohe Ziele stecken“

Angesprochener Coach heißt Darko Milanic und bringt laut dem Mittelfeldspieler als vierfacher Meistermacher von NK Maribor eine neue Siegermentalität ins Training. „Er impft uns das regelrecht ein und gibt uns eine klare Linie vor, der wir folgen.“

Dazu gehört auch die allgemeine Zielsetzung. „Die Erwartungshaltungen in Graz sind immer sehr hoch“, weiß der Flügelspieler, „es ist ein Riesen-Fanpotential, eine unglaubliche Fanbasis da. Wir sind uns bewusst, dass wir uns hohe Ziele stecken müssen und das werden wir auch tun.“

Zunächst heißt das, im Hinspiel gegen Breidablik die Basis für den Aufstieg in die nächste Runde zu legen. Angesichts des erneuten Umbruchs im Team inklusive eines neuen Trainers mit neuen Vorstellungen kein allzu leichtes Unterfangen.

„Am Anfang war es eine Umstellung“, relativiert Hölzl, „aber wir kommen von Tag zu Tag, von Woche zu Woche besser in das System hinein.“

Zurück im rechten Mittelfeld

Im System Milanic ist der Rechtsfuß wieder auf die Position zurückgehrt, für die er einst im Jahre 2008 vom FC Wacker verpflichtet wurde.

„Ich glaube, ein jeder sieht, dass ich mich rechts im Mittelfeld weitaus wohler fühle als rechts hinten“, bestätigt der gebürtige Brixener, der mit Rückkehrer Patrick Wolf um einen Platz in der Startelf kämpft, und ergänzt: „Ich kann in der Offensive meine Torgefährlichkeit ausspielen und Eins-gegen-Eins-Dribblings angehen.“

Hölzl blickt zurück: „Voriges Jahr war es eine Idee des Trainers, mich auf der rechten Abwehrseite aufzustellen. Einige Male ist das gutgegangen, andere Male nicht so gut.“

Im Grunde genommen könnte letzter Satz die Zusammenfassung der Performance der gesamten Mannschaft in der abgelaufenen Saison sein.

Diese sei nun aber „abgehakt“. Bevor steht eine neue Spielzeit, die mit einer guten Leistung in Island um ein weiteres Kapitel in Richtung perfekter Auftakt erweitert werden könnte.

Dann kann man am Sonntag beruhigt bei Hölzls Ex-Klub aus Innsbruck in die Meisterschaft starten. Wohl mit noch niedrigerer Quote.

Christian Eberle

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