Austria erobert in Alkmaar einen Punkt

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Die Wiener Austria ist am Donnerstag in der dritten Runde der für eine couragierte Leistung mit einem Remis bei AZ Alkmaar belohnt worden.

Den möglichen Sieg in den Niederlanden verspielten die Wiener allerdings nach 2:0-Führung durch ein Eigentor von Dirk Marcellis (18.) und einen Treffer von Alexander Gorgon (29.) in der Schlussphase.

Peter Hlinka traf ins eigene Tor (80.), Pontus Wernbloom per Kopf (83.).

Weiterhin Dritter

Mit vier Punkten aus drei Spielen liegt die Austria in Gruppe G weiter auf dem dritten Tabellenplatz, die Aufstiegschancen in Gruppe G sind aber weiter intakt. Tabellenführer ist nach einem 4:1 in Malmö der ukrainische Vertreter Metalist Charkiw.

Alkmaar folgt mit fünf Zählern auf Platz zwei. Die Niederländer, die zuvor alle sieben Heimspiele der Saison gewonnen hatten, gastieren in zwei Wochen in Wien.

Vor der Pause zwei Tore

Die Austria erwischte Alkmaar vor 17.000 Zuschauern auf dem falschen Fuß. Erst köpfelte Marcellis einen Corner von Zlatko Junuzovic am kurzen Eck ins eigene Tor. Die Wiener lagen damit im dritten Gruppenspiel zum dritten Mal in Führung.

Gorgon legte mit links im Nachschuss noch einen drauf, nachdem der erste Versuch von Tomas Jun abgeblockt worden war. Hlinka rutschte einen Querpass vor dem einschussbereiten Jozy Altidore ins eigene Netz, der Ausgleich gelang Wernbloom nach einem Corner.

Austria-Trainer Karl Daxbacher setzte wie zuletzt auf ein 4-2-3-1-System mit dem Niederländer Nacer Barazite als Solostürmer. Für Kapitän Roland Linz blieb damit erneut nur die Ersatzbank.

Altidore auf der Bank

Anstelle des gesperrten Alexander Grünwald begann im zentralen Mittelfeld neben Florian Mader Routinier Hlinka. Alkmaar-Trainer Gertjan Verbeek verzichtete mit dem US-Amerikaner Altidore vorerst ebenfalls auf einen namhaften Angreifer.

Alkmaar startete leicht feldüberlegen, fiel nach dem 0:1 aber immer weiter zurück. Ein Schuss von Roy Beerens (6.) über das Tor und einer daneben von Spielmacher Rasmus Elm (23.) waren die einzige Ausbeute.

Die Austria agierte aus einer gestaffelten Abwehr, fuhr immer wieder gefährliche Konter. Barazite wurde am Strafraum von Niklas Moisander zu Fall gebracht, den scharfen Junuzovic-Freistoß parierte AZ-Keeper Alvarado (14.).

Glück hatten die Wiener, weil ein frühes Foul von Mader an Beerens nicht mit Elfmeter bestraft wurde (6.). Bei einem Gegenstoß von Adam Maher musste sich Austria-Keeper Pascal Grünwald mit einer Faustabwehr auszeichnen (39.).

Alkmaar in Hälfte zwei überlegen

Nach Seitenwechsel legten die Niederländer einen Gang zu, schnürten die Austria phasenweise am eigenen Sechzehner ein, kamen trotz einiger gefährlicher Flanken aber selten zu zwingenden Torchancen.

Grünwald musste bei einem Schuss von Beerens eingreifen (68.), Pontus Wernbloom brachte den Ball aus wenigen Metern nicht im Tor unter (71.). Auf der Gegenseite wurde ein Treffer von Jun zurecht wegen Abseits aberkannt (70.).

Moisander sieht Gelb-Rot

Alvarado entschärfte einen sehenswerten Schuss von Barazite (77.), dann folgte der Doppelschlag der Niederländer, die ihren Kapitän Niklas Moisander in der Nachspielzeit noch mit Gelb-Rot verloren.

Alkmaar hat von seinen 45 Europacup-Heimspielen seit 1977 weiterhin nur zwei verloren. Die Austria wurde für ihre Effektivität auf internationaler Ebene aber zumindest mit einem Punkt belohnt.

Bereits vor Anpfiff wurde Alkmaars Joey Didulica, der seine Karriere beendet, verabschiedet. Die 750 mitgereisten Austria-Fans feierten den Torhüter, der von 2003 bis 2006 in Wien gespielt hat, euphorisch. Euphorischer wären sie nur bei drei Punkten gewesen.

AZ Alkmaar - FK Austria Wien 2:2 (0:2)
Alkmaar, AFAS-Stadion, 17.000, SR Tudor/Rumänien

Tore: 0:1 (18.) Marcellis (Eigentor), 0:2 (29.) Gorgon, 1:2 (80.) Hlinka (Eigentor), 2:2 (83.) Wernbloom

Gelb-Rote Karte: Moisander (91./wiederholtes Foulspiel)

Gelbe Karten: Wernbloom, Poulsen

Alkmaar: Alvarado - Marcellis, Moisander, Klavan, Poulsen - Wernbloom, Elm, Maher (74. Altidore) - Beerens (69. Lewis), Benschop, Gudmundsson (81. Ortiz)

Austria: P. Grünwald - Klein, Margreitter, Ortlechner, Suttner - Hlinka, Mader - Gorgon, Jun, Junuzovic - Barazite (87. Linz)

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