Ukraine sucht weiterhin die EM-Form

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Die ukrainische Nationalmannschaft nimmt die Heim-EM ohne jüngstes Erfolgserlebnis in Angriff.

Vier Tage nach der 2:3-Niederlage gegen Österreich musste sich die Truppe von Teamchef Oleg Blochin in Ingolstadt der Türkei mit 0:2 (0:1) geschlagen geben.

Die Tore für die Türken erzielten Caner Erkin (30.) und Mustafa Pektemek (70.).

Ein Erfolgserlebnis gab es hingegen für die Schweden, die in Stockholm gegen Serbien einen 2:1-(1:1)-Sieg feierten.

Nicht in EM-Form

Vor 11.000 Zuschauern präsentierten sich die Ukrainer einmal mehr nicht in EM-Form.

Blochin hatte allerdings wichtige Stammkräfte wie Rekordnationalspieler Anatoli Tymoschtschuk, Andrej Schewtschenko (kam nach der Pause) und Andrej Woronin im Hinblick auf die erste EM-Partie am Montag in Kiew gegen Schweden geschont.

Die Türken taten mehr für das Spiel und kamen zu einem verdienten Sieg. Ukraine-Goalie Andrej Pjatow war bei beiden Treffern machtlos. Aufseiten der Ukrainer traf Altstar Schewtschenko kurz vor Schluss die Latte (85.).

Schweden besiegt Sebrien

Die Schweden legten hingegen eine erfolgreiche Generalprobe hin. Im Raasunda-Stadion von Stockholm brachte Ola Toivonen die Skandinavier nach einem schweren Fehler von Serbien-Tormann Branimir Aleksic in Führung (23.).

Den Serben gelang durch Neven Subotic per Kopf zwar der rasche Ausgleich (27.), Zlatan Ibrahimovic mit einem verwandelten Foulelfmeter (52.) sorgte aber für die Entscheidung zugunsten der Gastgeber.

Frankreich souverän

Die französische Nationalmannschaft hat am Dienstagabend noch einmal Selbstvertrauen getankt.

Die Mannschaft von Teamchef Laurent Blanc feierte in Le Mans gegen Estland einen ungefährdeten 4:0-(2:0)-Sieg und ist nun schon 21 Länderspiele in Folge ungeschlagen.

Real-Madrid-Stürmer Karim Benzema mit einem Doppelpack (37., 47.), Franck Ribery (24.) und Jeremy Menez (91.) sorgten für klare Verhältnisse.

Dritter Sieg im dritten Testspiel

Mit dem dritten Sieg im dritten Testspiel des Jahres untermauerte Frankreich seine Rolle als EM-Mitfavorit. Dabei zeigte besonders Ribery eine überzeugende Leistung und sorgte mit seinen Flankenläufen sowie unbändiger Spielfreude immer wieder für Gefahr.

Nachdem er zu Beginn der Vorbereitung seit mehr als drei Jahren auf ein eigenes Tor im Nationaltrikot gewartet hatte, traf der Flügelflitzer wie schon in den EM-Tests gegen Island (3:2) und Serbien (2:0).

Abwehr bereitet noch Sorgen

Die Abwehrleistung bereitet Blanc allerdings noch Sorgen. Wie zuletzt offenbarte Innenverteidiger Philippe Mexes Konzentrationsschwächen und brachte sein Team zu Beginn mehrfach in Gefahr.

Die estnischen Stürmer um Henrik Ojamaa ließen allerdings in der Anfangsphase einige gute Chancen ungenutzt. Im defensiven Mittelfeld zeigte Alou Diarra als Ersatz für den angeschlagenen Yann M'Vila, dem das Aus für das erste EM-Spiel droht, eine solide Vorstellung.

Der EM-Geheimfavorit reist am Mittwoch in die Ukraine, am 11. Juni geht es im ersten EM-Spiel in Donezk gegen England.

 Für die Esten war die Partie übrigens auch etwas Besonderes. Nach der Partie gegen Frankreich sind sie nach eigenen Angaben die einzige Nation, deren Auswahl gegen alle anderen 52 UEFA-Mitglieder angetreten ist.

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