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Wer trifft in den EM-Quali-Playoffs auf wen?

Einige große Namen des europäischen Fußballs zittern.

Portugal und Kroatien müssen nach Abschluss der Gruppenphase der EM-Qualifikation nachsitzen.

Daneben sind auch Irland und Tschechien bei der Auslosung des Playoffs am Donnerstag (13.00 Uhr/live Eurosport) in Krakau gesetzt.

Die möglichen Gegner im Kampf um die vier vakanten Plätze für die EURO 2012 in Polen und der Ukraine heißen Türkei, Bosnien-Herzegowina, Montenegro und Estland.

Wieder Portugal-Bosnien?

Die Portugiesen könnten damit erneut auf Bosnien treffen.

Schon in der Barrage für die WM 2010 in Südafrika hatte sich das Ensemble um Superstar Cristiano Ronaldo im November 2009 zu zwei 1:0-Siegen gemüht.

Die Bosnier hatten dabei mehrmals an der WM-Türe angeklopft, nun wollen sie endgültig zu ihrem ersten Großereignis.

"Wir sind sehr zuversichtlich", betonte Teamchef Safet Susic nach einem unglücklichen 1:1 am Dienstag in Paris gegen Frankreich.

"Nicht aller Tage Abend"

Die Bosnier hatten die Franzosen vor der Pause regelrecht an die Wand gespielt, verpassten Platz eins und damit das EM-Ticket aber durch einen nicht unumstrittenen Elfmeter von Samir Nasri (78.).

"Das ist nicht aller Tage Abend, wir haben eine zweite Chance", erinnerte Susic. "Wir haben sehr viel Selbstvertrauen und fürchten uns nicht, auch gegen die besten Teams Europas das Spiel zu machen."

Ein schwieriges Los könnte auch den Türken drohen.

Der Halbfinalist der EURO 2008, der sich in der Österreich-Gruppe A hinter Deutschland Platz zwei gesichert hatte, rutschte im maßgeblichen Nationalteam-Ranking, für das die jüngsten drei Qualifikationen samt EM und WM herangezogen werden, hinter Irland zurück und ist damit nicht gesetzt.

Für Hiddink geht es um Job

Die Türken mussten sich sogar bei den bereits fix qualifizierten Deutschen bedanken, die Belgien durch ein 3:1 zum Abschluss hinter ihnen hielten.

Für Startrainer Guus Hiddink dürfte bei einem Aus im Playoff Schluss sein.

Der türkische Teamchef war zuletzt immer mehr in die Kritik geraten.

Gleiches dürfte für Portugals Paulo Bento, Tschechiens Michal Bilek und auch für Kroatiens Slaven Bilic gelten, der zuletzt heftig ins mediale Kreuzfeuer geriet.

"Zumindest sind wir ein Team"

Den Kroaten reichte nach einem 0:2 am Freitag in Griechenland auch ein 2:0-Erfolg zum Abschluss gegen Lettland nicht mehr zum Gruppensieg.

"Zumindest haben wir gezeigt, dass wir ein Team sind", betonte Kroatien-Keeper Stipe Pletikosa.

"Wir haben es geschafft, die schlechte Atmosphäre, die in den vergangenen Tagen aufgebaut worden ist, zu übertauchen." Irland mühte sich gegen Armenien zu einem 2:1-Heimsieg, hielt das Sensationsteam damit auf Distanz und steht ebenfalls im Playoff.

Irland dieses Mal gesetzt

Im Gegensatz zur WM-Quali vor zwei Jahren, als sie unter kontroversen Umständen an Frankreich gescheitert waren, sind die Iren diesmal gesetzt.

"Wir müssen jeden Gegner akzeptieren", erklärte der ehemalige Salzburg-Trainer Giovanni Trapattoni.

"Wir haben erst 50 Prozent unserer Arbeit erledigt."

Die Überraschungen bei der Auslosung, die in Krakau von Polens ehemaligem Stürmerstar Zbigniew Boniek vorgenommen wird, sind Montenegro und Estland, die jeweils bereits mit dem Erreichen des Playoffs die größten Erfolge ihrer eigenständigen Fußball-Geschichte eingefahren haben.

Spieltermine sind der 11./12. sowie der 15. November.

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