Cassano und Balotelli ringen Irland nieder

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Italien hat es doch noch ins Viertelfinale der EM geschafft. Die Squadra Azzurra besiegte in Posen Irland 2:0 (1:0) und fixierte als Zweiter der Gruppe C den Aufstieg.

Die Italiener gewannen dank eines Kopfball-Treffers von Antonio Cassano (35.) und einem spektakulären Seitfallzieher des eingewechselten Mario Balotelli (90.). In der ersten K.o.-Runde spielt Italien am Sonntag in Kiew gegen den Sieger der Gruppe D.

Neuformierte Italiener

Italiens Nationaltrainer Cesare Prandelli stellte seine Truppe ordentlich um. Das System wurde auf das alt bewährte 4-3-1-2 verändert, wobei vor allem die Defensive beinahe komplett neu formiert wurde. Interims-Verteidiger Daniele De Rossi kehrte ins Mittelfeld zurück und im Angriff löste Antonio Di Natale den bisher glücklosen und auch leicht am Knie verletzten Balotelli ab.

Die Iren gingen unverändert, aber mit Damian Duff als Kapitän in ihre EM-Abschiedsvorstellung. Duff wurde damit anlässlich seines 100. Länderspiels angemessen gewürdigt.

Dass die Italiener von den von ihrem Landsmann Giovanni Trapattoni betreuten Iren keine Geschenke zu erwarten hatten, war von Anpfiff weg klar ersichtlich.

Torchancen lange Zeit Mangelware

Die Iren fighteten und legten sich ins Zeug, als ob es auch für sie noch um den Viertelfinal-Einzug ginge. Dadurch hatten die Italiener große Mühe, ihre technische Überlegenheit in brauchbare Torchancen umzumünzen.

Für die Iren wurde es erst nach einer knappen halben Stunde erstmals richtig brenzlig. Ein Schuss von Di Natale wurde vom irischen Verteidiger Sean St. Ledger mit dem Oberarm abgeblockt, der Elfer-Pfiff blieb jedoch aus (28.).

Italien setzte damit zur ersten echten Drangphase an. Nach vergebenen Chancen von Di Natale (34.) und Cassano (35.) stellte Cassano auf 1:0 (35.). Nach einem Eckball von Andrea Pirlo landete ein Kopfball des 29-jährigen AC-Milan-Stürmers per Unterkante der Latte hinter der Linie.

Irland lange ungefährlich

Damit waren die Azzurri zur Pause dem Viertelfinale schon sehr nahe, denn beim Parallelspiel zwischen Spanien und Kroatien war man von dem von Italien befürchteten 2:2-Pakt weit entfernt.

Die Italiener drängten auf die Entscheidung, Di Natale (47., 54.) und Cassano (48.) vergaben jedoch die Möglichkeiten auf den zweiten Treffer. Die Iren schafften es kaum einmal gefährlich vor das italienische Tor.

Goalie Gianluigi Buffon musste erst bei einem Weitschuss von Keith Andrews (60.) erstmals eingreifen. Bei einem 23-Meter-Freistoß-Hammer von Andrews hatte Buffon deutlich mehr Mühe (79.).

Balotelli sorgt für die Entscheidung

Für den abschließenden Höhepunkt und die endgültige Entscheidung sorgte schließlich der eingewechselte Balotelli, der nach Ecke von Alessandro Diamanti einen Seitfallzieher spektakulär in die Maschen setzte (90.).

Zu diesem Zeitpunkt waren die Iren aufgrund der gelb-roten Karte für Andrews (89.) nur noch mit zehn Mann vertreten gewesen.

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