Tschechien meldet sich zurück

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Tschechen feiern gegen Griechen ersten EURO-Sieg

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Tschechien hat seine Chance auf den Einzug ins Viertelfinale der EM in Polen und der Ukraine am Dienstag gewahrt.

Die Tschechen besiegten Griechenland in Breslau (Wroclaw) dank eines frühen Doppelschlages von Petr Jiracek (3.) und Vaclav Pilar (6.) mit 2:1 (2:0).

Dem eingewechselten Theofanis Gekas gelang nach schwerem Fehler von Tschechiens Startorhüter Petr Cech nur noch der Anschlusstreffer (53.).

Tomas Hübschmann und Linksverteidiger David Limbersky kamen ins Team, Michal Kadlec rückte ins Abwehrzentrum.

Wolfsburg-Legionär Jiracek durfte offensiver spielen - und tat das auch mit Erfolg.

Der 26-Jährige erzielte nach 2:13 Minuten und Traumpass von Hübschmann das drittschnellste Tor der EM-Geschichte.

Doch damit nicht genug: Pilar, der schon gegen die Russen den Ehrentreffer besorgt hatte, legte nur drei Minuten später nach.

Der Flügelspieler verwertete einen Querpass von Theodor Gebre Selassie mit dem Knie.

Die neue Innenverteidigung der Griechen - der gelernte Mittelfeldspieler Kostas Katsouranis und Youngster Kyriakos Papadopoulos statt Sokratis Papastathopoulos und Avraam Papadopoulos (gesperrt bzw. verletzt) - machte keine gute Figur.

Griechenland wird Tor wegen Abseits aberkannt

Mit der schnellsten 2:0-Führung der EM-Geschichte im Rücken spielten die Tschechen vor 38.000 Zuschauern, der Großteil davon ob der Nähe zur Heimat in ihrem Lager, eine starke erste Hälfte.

Pilar (20.) und Kapitän Tomas Rosicky (29.) kamen weiteren Toren mit Schüssen nahe.

Dazu musste der entnervte Griechenland-Torhüter Konstantinos Chalkias mit einer Oberschenkelverletzung vom Platz (23.).

Tschechien wahrt Aufstiegschance

Die Tschechen, die in der zweiten Hälfte deutlich zurückfielen, haben ihr Schicksal zum Abschluss der Gruppe A am Samstag gegen Gastgeber Polen damit selbst in der Hand.

Die Griechen dagegen, 2004 noch sensationell Europameister, stehen wie vor vier Jahren in Österreich und der Schweiz vor einem Aus in der Gruppenphase.

Zum Aufstieg benötigen sie Schützenhilfe - entweder von Polen oder Russland.

Blitzstart der Tschechen

Tschechiens Teamchef Michal Bilek änderte seine Startelf gegenüber dem Auftaktdebakel gegen Russland (1:4) an zwei Positionen.

Die Griechen schöpften durch ein Abseitstor neue Hoffnung: Georgios Fotakis köpfelte nach Torosidis-Flanke ein, der Treffer zählte aber wegen minimaler Abseitsstellung nicht (41.).

Nach Seitenwechsel ließen sich die Tschechen ohne den ausgewechselten Rosicky deutlich weiter zurückfallen - und wurden bestraft.

Cech bringt Griechen mit Patzer zurück ins Spiel

Nach einem kapitalen Fehler von Cech, dem ein Missverständnis mit Verteidiger Tomas Sivok vorausgegangen war, staubte der erst zur Pause ins Spiel gekommene Gekas zum 1:2 ab.

Tschechiens Startorhüter, im Elfmeterschießen des Champions-League-Finales mit Chelsea gegen Bayern München noch der große Held, hatte eine eigentlich harmlose Hereingabe von Georgios Samaras nicht festhalten können.

Wie schon zum Auftakt gegen Polen (1:1) präsentierten sich die Griechen in der zweiten Hälfte deutlich aktiver, der Ausgleich blieb ihnen diesmal allerdings verwehrt.

Griechenland hatte sogar mehr Ballbesitz, klare Torchancen blieben aber trotz Feldüberlegenheit aus.

Die Tschechen revanchierten sich damit auch für eine 0:1-Niederlage nach Verlängerung im EM-Halbfinale 2004. Seit 1982 hatten sie nicht mehr gegen die Griechen gewonnen.

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